Wer vor einigen Jahren investieren wollte, hatte es nicht leicht. Zum einen musste man sich genau informieren, um nicht ins Blaue sein Geld anzulegen. Broker, Fachjargon und Informationen, die Neueinsteiger vollkommen überfordern. Insbesondere bei Kryptowährungen ist die Hürde groß und viele Neulinge trauen sich diesen Einstieg nicht zu. Hier kommen die Exchange Traded Funds oder kurz ETFs genannt, ins Spiel und gewinnen wegen der Einfachheit immer mehr an Beliebtheit.
Was genau ist ein ETF?
Im Grunde ist ein ETF ein reichhaltiger Investitionskorb, der mit Krypto Aktien, Aktien, Anleihen oder auch Rohstoffen gefüllt ist. Dieser wird dann an der Börse, wie eine normale Aktie auch, gehandelt. Der große Vorteil dabei ist, dass Anleger nicht explizit auf ein einzelnes Unternehmen setzen müssen, sondern auf eine ganze Sparte investieren können. Es gibt unter anderem Tech-ETFs, Krypto-ETFs, Rohstoff-ETFs und viele weitere. Darüber hinaus ist es für Neueinsteiger unglaublich einfach, ohne großes Hintergrundwissen, ihr Geld zu investieren.
Mit nur wenigen Klicks können auf den Handelsplattformen ETFs erwerben werden. Viele der Börsen verfügen über ETF-Sparpläne, bei denen Nutzer monatlich für einen festgelegten Betrag Anteile kaufen. Da es unzählige Anbieter, wie Revolut, Trade Republic, eToro, Degiro oder auch andere Handelsplattformen gibt, lohnt sich ein Krypto-Börsen-Vergleich, um sich die Vor- und Nachteile der Börsen genauer anschauen zu können.
Welche Krypto ETFs sind besonders beliebt?
Die beliebtesten Krypto-ETFs 2025 sind der VanEck Crypto Leaders ETN und der 21Shares Bitcoin Core ETP. Der VanEck Crypto Leaders ETN investiert in die größten und liquidesten Kryptowährungen, wobei ein dynamisches Rebalancing vorgenommen wird, damit mit dem veränderten Markt auch immer Schritt gehalten werden kann. In ihm sind daher Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Solana, XRP und Binance Coin – je nach Marktkapitalisierung und Liquidität.
Der Fokus des 21Shares Bitcoin Core ETP liegt primär auf Bitcoin, wie der Name schon sagt. Beide Produkte bieten dabei eine einfache Möglichkeit, dass Anleger in den Kryptomarkt investieren können, ohne Bitcoin kaufen zu müssen.
Wieso investieren noch immer so wenige Familien in Krypto-ETFs?
Noch immer scheuen sich viele Anleger vor ETFs, da sie sich nicht trauen, ihr Geld in Aktien, digitale Assets oder Krypto-ETFs zu investieren. Die Angst der Deutschen vor Risiko ist enorm groß, weshalb viele ihr Geld noch immer in Lebensversicherungen, Gold oder auch Kunst anlegen. Nach wie vor liegen auch noch Unsummen an Geldern auf Tagesgeld- und Sparkonten. Zinsen gibt es dafür kaum, aber das Geld ist “sicher”. Allerdings bringt es nichts ein und ist totes Kapital. Dennoch sagen viele Familien, dass sie lieber ihr Geld auf dem Sparkonto lassen, auch wenn es die Inflation auffrisst, statt es zu investieren. Doch woran liegt das?
Das Problem ist, dass die Börse mit vielen negativen Nachrichten behaftet ist und sich kaum einer die Zeit nimmt, Informationen einzuholen. Darüber hinaus war Geld immer Männersache. Doch auch das ändert sich nach und nach und immer mehr Frauen nehmen ihre Finanzen selbst in die Hand. Und genau das sind die Anleger von morgen. Die Zeiten ändern sich und immer mehr Frauen interessieren sich für Kryptowährungen mit Zukunft, Aktien und auch Krypto-ETFs.
Lohnt sich die Investition in Krypto-ETFs?
Krypto-ETFs sind ein wirklich kluger Weg, um finanzielle Sicherheit aufzubauen. Viele Menschen suchen nach alternativen Wegen, um Sicherheit aufzubauen. Wer sich an Kryptowährungen nicht recht heran traut, wird mit ETFs eine hervorragende Alternative haben. Doch Vorsicht, auch Krypto-ETFs sind keine Anlage für schnelle Gewinne. Der Nutzer benötigt Geduld und eine der besten Strategien ist ganz klar: ETFs kaufen und liegen lassen. Heißt, dass die Märkte steigen und fallen. Langfristig gesehen steigen sie aber tendenziell, was bedeutet, dass Anleger über Gewinn machen, wenn sie sich nicht emotional leiten lassen. Gerade in Zeiten, in denen die Kurse in den Keller klettern, heißt es, keine Panik zu bekommen und die ETFs weiter zu halten.
Wie müssen Krypto-ETFs versteuert werden?
In Deutschland werden Krypto-ETFs steuerlich überwiegend wie Kapitalanlagen behandelt. Es gibt jedoch einige Besonderheiten. Gewinne aus Krypto-ETFs, die physische Kryptowährungen halten oder einen Auslieferungsanspruch auf diese bieten, unterliegen der Einkommenssteuer und nicht der regulären Abgeltungssteuer, wie klassische Aktien-ETFs. Das heißt, dass private Anleger ihre Gewinne in der Steuererklärung angeben müssen, die dann mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden. Dabei gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro für Krypto-Gewinne im Jahr 2025. Krypto-ETFs ohne Auslieferungsanspruch werden mit einer Abgeltungssteuer von 25 Prozent besteuert und gelten daher wie normale Kapitalanlagen.
Für Krypto gelten ab 2026 strengere Regeln. Krypto-Börsen müssen dann automatisch sämtliche Transaktionsdaten der Anleger an die Finanzämter im Rahmen der EU-Richtlinie DAC8 melden. Dies beendet die bisherige Anonymität im Kryptohandel und erleichtert die Steuerkontrolle signifikant. Anleger sollten daher ihre Gewinne vollständig dokumentieren, da das Finanzamt direkt auf Transaktionsdaten zugreifen kann. Mit dieser neuen Regelung sollen Steuerhinterziehungen verhindert werden. Die Regelung betrifft aber nicht nur Kryptowährungen, sondern auch Krypto-ETFs, deren zugrunde liegende Vermögenswerte steuerlich erfasst werden.
Fazit
Das Theme Krypto-ETF hat in Deutschland wesentlich dazu beigetragen, dass sich immer mehr Familien und Frauen für den Kryptomarkt interessieren. Statistiken zeigen unter anderem, dass im Jahr 2024 rund acht Millionen Deutsche Anteile an ETFs besitzen. Allerdings ist der Anteil von jüngeren Menschen unter 40 Jahren besonders hoch. Dennoch steigt die Zahl der privaten Investoren immer weiter, seit Krypto-ETFs eingeführt wurden. Dies liegt vor allem daran, dass die Anleger nicht direkt Kryptowährungen kaufen müssen, sondern sich im Grunde ein breites Portfolio zulegen und so Risiken minimieren können. Diese Entwicklung zeigt aber auch, dass der deutsche Markt für ETFs zur größten Anlageform für private Anleger in Europa geworden ist und dass die Akzeptanz immer weiter steigt.
Zuletzt aktualisiert am 24. November 2025




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