
World Liberty Financial, das Trump-nahe DeFi-Projekt, steht seit Monaten im Fokus der internationalen Krypto-Community. Kaum ein anderes Krypto-Vorhaben wird derzeit politisch und wirtschaftlich so aufmerksam beobachtet und mitunter kontrovers diskutiert. Nun folgt ein echter Meilenstein: In Pakistan wurde eine offizielle Zusammenarbeit mit einer staatlichen Aufsichtsbehörde vereinbart. Es ist die erste große Kooperation von World Liberty Financial auf Regierungsebene.
Pakistan setzt auf Trump-nahe Stablecoin-Partnerschaft
Pakistan wagt einen weiteren Schritt in Richtung digitaler Finanzinfrastruktur: Wie aus einem Reuters-Bericht hervorgeht, hat das Land eine Vereinbarung mit SC Financial Technologies unterzeichnet, einer mit World Liberty Financial verbundenen Firma aus dem Umfeld der Trump-Familie. Kern der Kooperation ist die mögliche Integration des dollarbasierten Stablecoins USD1 in den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr.
Für Islamabad ist das der Versuch, Remittances und internationale Zahlungen effizienter, schneller und günstiger zu machen.
🚨 Big move: Pakistan partners with an affiliate of World Liberty Financial on a dollar-linked stablecoin — Reuters
It’s another step toward sovereign-level crypto adoption.#WLFI #USD1 🦅 ☝️ pic.twitter.com/KvgHggZ3gg
— Peak (@CryptoPeakX) January 14, 2026
Das Memorandum of Understanding sieht vor, dass SC Financial gemeinsam mit der pakistanischen Zentralbank an einer regulierten Einbindung des Stablecoins arbeitet. USD1 soll dabei nicht isoliert, sondern parallel zu einer geplanten staatlichen Digitalwährung in die entstehende Zahlungsarchitektur integriert werden. Damit entsteht ein hybrides Modell aus staatlicher Infrastruktur und privat emittiertem, Stablecoin. Dies ist ein Ansatz, der in dieser Form bislang selten öffentlich mit einem Staat vereinbart wurde. Reuters spricht hier von einer der ersten sichtbaren staatlichen Kooperationen rund um World Liberty.
Today, World Liberty Financial signed an MoU with the Ministry of Finance to explore innovation in digital finance, particularly the use of stablecoins for cross-border transactions, signalling growing global interest in Pakistan as a key market for digital assets. pic.twitter.com/rYzbfHYysd
— Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority (@PakistanVARA) January 14, 2026
World-Liberty-CEO Zach Witkoff reiste persönlich nach Islamabad, wo das Abkommen im Beisein von Premierminister und Armeeführung unterzeichnet wurde. Pakistan, das jährlich mehr als 36 Milliarden US-Dollar an Rücküberweisungen erhält, verspricht sich davon spürbare Effizienzgewinne. Gleichzeitig arbeitet die Zentralbank an einer Regulierung für virtuelle Vermögenswerte.
Pakistan signs an agreement with the crypto project linked to Donald Trump’s family (World Liberty Financial $WLFI) to explore the use of its #USD1 stablecoin for international payments.
The collaboration aims to integrate the stablecoin into the country’s digital payments… pic.twitter.com/IXMODaepp7
— Clazn (@clazn0x) January 14, 2026
WLFI soll klaren Nutzen bringen
Entscheidend ist der pragmatische Nutzen: Sollte das Pilotprojekt gelingen, könnte das Land zu einem der ersten großen Schwellenmärkte werden, die Stablecoins strukturell in den staatlich begleiteten Zahlungsverkehr integrieren.
Bilal Bin Saqib, Chairman, Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority: “Pakistan should live on-chain.”
The MoU on the 15th January, with World Liberty Financial reflects Pakistan’s shift toward regulated, risk-mitigated participation in digital assets, focused on consumer… pic.twitter.com/t0YmDYVEw4
— Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority (@PakistanVARA) January 15, 2026
Der Chairman der Pakistan Virtual Assets Regulatority Authority Bilal Bin Saqib macht mit seiner Aussage deutlich, dass Pakistan nicht nur mit Kryptowährungen experimentieren, sondern seine Finanzinfrastruktur schrittweise „on-chain“ abbilden will. Das Abkommen mit World Liberty Financial steht für einen strategischen Kurswechsel hin zu einer regulierten und kontrollierten Nutzung digitaler Vermögenswerte. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht kurzfristige Spekulationen, sondern Verbraucherschutz, Vertrauen und Stabilität. Ergo will Pakistan Innovation zulassen, diese aber eng mit Aufsicht, Risikobegrenzung und nachhaltigem wirtschaftlichem Nutzen verknüpfen.
Pakistan treibt digitale Assets und Stablecoins voran
Pakistan macht 2025/2026 im Bereich Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte ernst: Neben dem jüngsten Memorandum of Understanding mit SC Financial Technologies hat das Land in kurzer Zeit mehrere bedeutende Schritte gesetzt. Im Juli 2025 verabschiedete Pakistan die Virtual Assets Ordinance 2025 und gründete die Pakistan Virtual Assets Regulatory Authority (PVARA), die künftig Lizenzen für Krypto-Dienstleister wie Börsen, Wallets und Token-Emittenten vergibt und eng mit globalen Anti-Geldwäsche-Standards arbeitet.
Parallel dazu wurde im März 2025 der Pakistan Crypto Council (PCC) gegründet, angeführt von Finanzminister Muhammad Aurangzeb und CEO Bilal Bin Saqib, mit Changpeng Zhao (CZ) als strategischem Berater. Der PCC soll nationale Politik, Infrastruktur-Entwicklung und Blockchain-Integration koordinieren.
🇵🇰 NEW: Former Binance CEO CZ says Pakistan could become a global crypto leader by 2030 if it maintains its current pace. pic.twitter.com/vfKuOaCIMe
— Cointelegraph (@Cointelegraph) December 31, 2025
Diese institutionellen Fortschritte folgen auf Jahre hoher inoffizieller Kryptoaktivität. Die neue Gesetzgebung und Aufsichtsbehörden sind daher Teil eines strategischen Übergangs von Wildwest-Adoption zu strukturierter, sicherer Integration. Die Kooperation mit World Liberty Financial steht exemplarisch für Pakistans Ansatz: Nicht nur nationale Digitalwährungen und Pilotprojekte, sondern auch internationale Partnerschaften bei Stablecoins für grenzüberschreitende Zahlungen sollen geprüft werden.
International findet dieser Kurs Beachtung: Der ehemalige Binance-CEO CZ sagte zuletzt, Pakistan könne durch regulatorisches Tempo und klare Vision bis 2030 zu einem globalen Krypto-Leader werden.
Zuletzt aktualisiert am 15. Januar 2026




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