Adam Back, CEO des Blockchain-Unternehmens Blockstream, bezeichnet die Entwicklung, dass Luxemburg als erstes europäisches Land in den Bitcoin (BTC) investiert, als „huge“ (zu Deutsch: riesig).
Luxemburg investiert als erstes europäisches Land in den Bitcoin
Einem Bericht der „Luxembourg Times“ zufolge hat sich der staatliche Investitionsfonds dazu entschieden, ein Prozent des Gesamtvermögens von rund 764 Millionen Euro in Bitcoin und andere Kryptowährungen zu investieren. Der Fonds, der unter Aufsicht der luxemburgischen Regierung steht, wird unter anderem durch Einnahmen aus Kraftstoffabgaben, Verbrauchssteuern und Teilen der Mehrwertsteuer finanziert.
Mit diesem Plan nimmt Luxemburg den Bitcoin nun als Teil einer neuen Anlagestrategie auf. Das Ziel: die stärkere Diversifikation der Anlagen. Zwar macht ein Prozent nur einen kleinen Teil des Portfolios aus, doch Adam Back – der im Bitcoin-Whitepaper erwähnt wird und den Schritt als „huge“ bezeichnet – ist überzeugt, dass der steigende Bitcoin-Kurs diesen Anteil „mit der Zeit korrigieren“ werde.
Den Bitcoinpreis selbst dürfte die vergleichsweise kleine Investition kaum beeinflussen. Sie signalisiert jedoch, dass Kryptowährungen mittlerweile als etablierte Anlageklasse gelten und sie auch Staaten als ernstzunehmende Investmentoption wahrnehmen.
Wird das Vertrauen in Bitcoin weiter gestärkt?
Staatliche Fonds wie der „Fonds Souverain Intergénérationnel du Luxembourg“ (FSIL) setzen normalerweise eher auf konservative Anlageklassen. Die Entscheidung, den Bitcoin hinzuzufügen, dürfte das Vertrauen in die Kryptowährung stärken. Vor allem weil Luxemburg als erstes Land der Eurozone diesen Schritt wagt. Finnland besitzt laut U.today zwar auch Bitcoin, allerdings handelt es sich dabei um beschlagnahmte Bestände aus kriminellen Verfahren.
Ganz überzeugt sind aber nicht alle. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, steht dem BTC weiterhin kritisch gegenüber. Ihr fehlt nach eigenen Aussagen der intrinsische Wert des Krypto-Urgesteins. Daher habe der Bitcoin ihrer Meinung nach keinen Platz in den Währungsreserven der Zentralbanken.
Doch wo steht der Bitcoin überhaupt gerade? Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung wird der BTC bei rund 121.000 US-Dollar gehandelt. Das entspricht einem Rückgang um 0,76 Prozent innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen sieben Tagen ist die Kryptowährung allerdings um 1,65 Prozent gewachsen – und auch der Monatsrückblick bleibt mit einem Plus von 8,42 Prozent positiv.
>> Eine mögliche Bitcoin-Prognose sowie eine Anleitung für den Bitcoin-Kauf gibt es in separaten Artikeln.
Zuletzt aktualisiert am 9. Oktober 2025




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