Diese Woche gab es jede Menge Kryptonews in der Welt der digitalen Währungen. Von bahnbrechenden Innovationen bis hin zu nervenaufreibenden Kursbewegungen. Darüber hinaus zeigt sich der Markt eher von seiner schwachen Seite, gleichzeitig schießen aber neue Technologiesysteme aus dem Boden und verändern unser Bezahlerlebnis radikal. Im Wochenrückblick vom 16.11.2025 gibt es die wichtigsten Kryptonews in zusammengefasster Form.
Ant International bringt iris-basierte Zahlungen in Smart-Brillen
Ant International, ein Geschäftsbereich der Ant Group, hat einen echten Tech-Durchbruch aufs Parkett gelegt. Die Alipay und GlassPay-Smart-Brille nutzt jetzt Iris-Scan als Sicherheitsmechanismus bei Zahlungen. Das bedeutet, dass Nutzer statt einer PIN oder eines Fingerabdrucks nur noch einen Blick wagen müssen. Das Auge wird dabei erkannt und somit die Zahlung freigegeben. Technisch ist das durchaus extrem spannend, doch was genau steckt dahinter? Die Technologie kombiniert dabei gleich mehrere Sicherheitsstufen. Neben dem Scan der Iris wird auch ein sogenannter Voiceprint analysiert – hier wird dann eine kurze stimmliche Bestätigung genutzt, damit es der Nutzer auch wirklich ist. Doch nicht nur das. Insgesamt werden von dem System dann über 260 biometrische Merkmale der Iris geprüft, damit Fälschungen oder Masken quasi unmöglich sind.
Dabei hat Ants ein eigenes gPass-Framework, das im Hintergrund arbeitet. Es wurde speziell für smarte Brillen entwickelt und bietet eine extrem robuste Sicherheitsarchitektur. Mittlerweile laufen bereits erste Praxistests mit AlipayHK Wallet, die in Hongkong zu den besten Kryptowallets zählt. Partner wie Meizu und Xiaomi zeigen aber auch großes Interesse, was zeigt, dass diese Technologie schon bald im Mainstream ankommen könnte. Der Fokus liegt jedoch zunächst auf der Asien-Pazifik-Region, wo digitale Zahlungsinnovationen in der Regel viel schneller akzeptiert werden als in Europa. Dennoch wird sich Europa für diese Bezahlform von morgen nicht verschließen können und früher oder später integrieren müssen.
SoFi startet Kryptohandel als erste landesweit lizenzierte US-Bank
Am 11. November verkündete SoFi, dass sie ihre früheren Krypto-Dienste reaktiviert und nun offiziell als “SoFi Crypto” startet. Dabei ist sie die erste national lizenzierte US-Bank, bei der Kunden Bitcoin, Ethereum, Solana wie auch weitere vielversprechende Krypto-Token direkt über die Banking-App kaufen, verkaufen und halten können. Dabei erfolgt die Einführung schrittweise in den kommenden Wochen. CEO Anthony Noto betonte darüber hinaus, dass SoFi damit eine Brücke zwischen dem klassischen Banking und Krypto schlägt: Der Handel läuft “auf einer Plattform mit Bank-Sicherheitsstandards”, was so vielen Nutzern Vertrauen gibt.
BNY Dreyfus legt einen Reserve-Fonds für Stablecoin-Emittenten auf
Die BNY Mellon hat am 13. November den “BNY Dreyfus Stablecoin Reserves Fund” gestartet. Dies ist ein Geldmarktfonds, der speziell dafür gedacht ist, die Reserven von Stablecoins-Emittenten zu halten. Der Fonds ist durch den GENIUS Act motiviert, ein neues US-Gesetz, das die Regulierung von Stablecoins klarer definiert. Der Clou dabei ist, dass der Fonds selbst nicht in Stablecoins investiert, sondern liquide, cash-äquivalente Reserven hält, das das Backing von US-Dollar-Stablecoins deutlich transparenter und regulierter macht. Die regulierte Krypto Bank Anchorage Digital fungiert dabei als erster Investor.
Injective (INJ) launcht EVM-kompatible Mainnet-Upgrade (Altria)
Injective, die Layer-1-Blockchain, hat das sogenannte Altria-Upgrade am 11. November erfolgreich aktiviert. Dank des Upgrades läuft die Kette nun mit voller Ethereum-Virtual-Machine (EVM), was bedeutet, dass Entwickler Ethereum-Smart-Contracts direkt auf Injective deployen, und zwar ohne Brücken oder Workarounds. Darüber hinaus bringt der Patch zusätzlich dynamische Gebühren für Transaktionen, was für eine deutlich bessere Vorhersagbarkeit bei Gas-Kosten sorgt. Das erhöht dann natürlich die Attraktivität von Injective stark, vor allem für DeFi-Projekte, die bereits auf Ethereum basieren, aber die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit von Injective nutzen wollen.
Nervöse Märkte und Bitcoin unter Druck
Der Kryptomarkt ist außerdem sehr volatil und Bitcoin hat es diese Woche nicht geschafft, über der wichtigen Marke von 100.000 US-Dollar zu bleiben. Doch gerade diese Zahl ist eine psychologisch wichtige Hürde, die Anleger kaufen oder abwarten lassen. Fällt BTC unter diese Marke, löst dies meist eine kurzfristige Angst aus, was sich dann mit einem niedrigen Fear and Greed Index von 16 zeigt. Das heißt, dass viele Anleger verunsichert sind und beim Kauf zögern. Es gibt jedoch auch Projekte, die trotz dieser Schwäche auffallen. Ripple, Zcash, Solana oder auch verschiedenen Presale Projekte lassen sich von den Trends nicht beeindrucken und haben teilweise Preissteigerungen von +300 Prozent an den Tag gelegt, was Zcash zum Top-Gewinner der Woche macht.
Fazit: Kaufen oder abwarten? Das ist hier die Frage
Nach der aktuellen Kursphase und sinkendem Bitcoin liegt es praktisch auf der Hand, die Kurse zu nutzen, um das Portfolio aufzustocken. So können langfristig durchaus gute Perspektiven entstehen und Anleger können Gewinne mitnehmen. Doch nicht nur das Flaggschiff Bitcoin, sondern auch die Investition in Coins mit neuen Technologien sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden. Die Technologien entwickeln sich immer weiter, wie man an der Iris-Zahlung von Ant sieht. Auch wenn es in Europa noch lange nicht ankommt, können die Europäer die Augen vor Innovation nicht verschließen. Wer frühzeitig in solche Projekte investiert, kann Teil der Zukunft werden und profitieren.
Zuletzt aktualisiert am 16. November 2025




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