Uniswap setzt auf massiven Token-Burn: Jetzt UNI kaufen?

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Uniswap bleibt die dominierende dezentrale Börse im Ethereum-Ökosystem. Allein auf Ethereum wickelte das Protokoll zuletzt rund 716 Millionen US-Dollar Handelsvolumen innerhalb von 24 Stunden ab und lag damit deutlich vor seinen Wettbewerbern. Der UNI-Token spiegelt diese Marktstellung allerdings kaum wider: Mit rund 3,50 US-Dollar notiert er weiterhin mehr als 90 Prozent unter seinem Rekordhoch von 44,92 US-Dollar.

Zuletzt konnte UNI zeitweise dennoch rund fünf Prozent zulegen. Auslöser ist eine fundamental spannende Entwicklung: Uniswap möchte die Gebührenaktivierung und damit das systematische Verbrennen von UNI auf seine neuesten v4-Liquiditätspools ausweiten.

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Uniswap will Gebühren für v4-Pools aktivieren und mehr UNI verbrennen

Uniswap Labs hat am 7. Juli einen neuen Governance-Vorschlag eingereicht, der die Einführung von Protokollgebühren für ausgewählte Uniswap-v4-Pools vorsieht. Die vorgelagerte Snapshot-Abstimmung läuft vom 7. bis zum 12. Juli. Anschließend soll bereits in der Woche ab dem 13. Juli eine verbindliche Onchain-Abstimmung beginnen. Wegen technischer Begrenzungen der Governance werden voraussichtlich zwei parallele Abstimmungen benötigt.

Betroffen wären dieselben elf Netzwerke, auf denen Protokollgebühren für Uniswap v2 und v3 bereits aktiviert wurden: Ethereum, Arbitrum, Base, Celo, OP Mainnet, Soneium, X Layer, Worldchain, Zora, BNB Chain und Polygon. Sämtliche dort vereinnahmten Gebühren fließen in das sogenannte UNIfication-System. Die Vermögenswerte werden zunächst in TokenJar-Verträgen gesammelt. Wer diese Gebühren abruft, muss im Gegenzug UNI im gleichen Gegenwert erwerben beziehungsweise über den Firepit-Mechanismus dauerhaft vernichten. Die Token gelangen anschließend an eine Burn-Adresse und werden somit aus dem zirkulierenden Angebot entfernt.

Die Erweiterung auf v4 ist technisch komplexer. Während v2 und v3 mit festen Gebührenstufen arbeiten, können v4-Pools durch sogenannte Hooks dynamische und praktisch unbegrenzt viele Gebührenmodelle verwenden. Deshalb sollen ein neuer „V4FeePolicy“-Vertrag und ein „V4FeeAdapter“ eingeführt werden. Diese berechnen abhängig vom jeweiligen Pool automatisch die passende Protokollgebühr und leiten die Einnahmen an den TokenJar weiter.

Die bisherige Burn-Mechanik zeigt bereits Wirkung. Im vergangenen Monat wurden an einem einzigen Tag rekordverdächtige 186.000 UNI vernichtet. Durch die Einbeziehung von v4 würde das Programm erstmals sämtliche großen Uniswap-Versionen umfassen. Je stärker Handelsvolumen und Gebühreneinnahmen wachsen, desto mehr UNI könnten dem Angebot entzogen werden.

Für Anleger ist das fundamental relevant, weil UNI dadurch stärker an die tatsächliche Nutzung des Protokolls gekoppelt wird. Ein garantierter Kursanstieg entsteht daraus jedoch nicht: Entscheidend bleiben das zukünftige Handelsvolumen, die Höhe der Protokollgebühren und mögliche Auswirkungen auf die Einnahmen der Liquiditätsanbieter.

Robinhood Chain könnte UNI zusätzliche Wachstumsfantasie verleihen

Neben dem geplanten Ausbau der Token-Burns entsteht für Uniswap derzeit eine zweite bullische Erzählung: die neue Robinhood Chain. Die auf Ethereum aufsetzende Layer-2 wurde Anfang Juli gestartet und soll den Handel mit Kryptowährungen, tokenisierten Vermögenswerten und weiteren Onchain-Produkten in die Robinhood-Plattform integrieren. Uniswap ist dabei kein gewöhnlicher Partner, sondern fungiert laut Robinhood als primäres öffentliches Liquiditätsprotokoll des Netzwerks. Die Versionen v2, v3 und v4 sowie UniswapX waren bereits zum Start verfügbar.

Die Aktivität entwickelte sich unmittelbar nach dem Launch explosiv. Uniswap verzeichnete auf Robinhood Chain zeitweise rund 500 Millionen US-Dollar Handelsvolumen innerhalb von 24 Stunden. Die dabei generierten Gebühren stiegen laut DefiLlama kurzfristig auf mehr als zwei Millionen US-Dollar pro Tag. Ein erheblicher Teil der Aktivität entfiel allerdings auf spekulative Meme-Coins, weshalb die ersten Zahlen noch nicht als nachhaltiger Wachstumstrend betrachtet werden sollten.

Dennoch könnte UNI als indirekte Wette auf den Erfolg der Robinhood Chain wahrgenommen werden. Robinhood bietet eine große, retailorientierte Nutzerbasis, während Uniswap Liquidität, Routing und die technische Infrastruktur für dezentrale Trades bereitstellt. Besonders die Verbindung aus einfacher Wallet-Nutzung, tokenisierten Aktien und spekulativen Token könnte zusätzliches Volumen erzeugen.

Wichtig bleibt jedoch: Handelsgebühren fließen nicht automatisch vollständig an UNI-Inhaber. Erst wenn entsprechende Protokollgebühren aktiviert und über den geplanten Burn-Mechanismus in UNI-Rückkäufe beziehungsweise Token-Verbrennungen umgewandelt werden, entsteht eine direkte Verbindung zwischen wachsender Nutzung und sinkendem UNI-Angebot.

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Zuletzt aktualisiert am 11. Juli 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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