US-Krypto-Gesetz nimmt Hürde – trotz offener Revolte von Coinbase

Clarity Act Bitcoin

Ein zentrales US-Krypto-Gesetz hat angeblich eine entscheidende parlamentarische Hürde genommen, obwohl sich Coinbase öffentlich dagegen positioniert. Der Bitcoin-Kurs notiert derweil bei rund 89.900 US-Dollar (ca. 75.000 Euro), mit einem Plus von 2 % im Tagesdurchschnitt. Die Debatte fällt in eine Phase, in der regulatorische Klarheit weltweit stärker eingepreist wird.

Im Fokus steht der sogenannte Clarity Act, der derzeit Richtung Capitol Hill wandert und die Zuständigkeiten von SEC und CFTC neu ordnen soll. Während Teile der Branche auf Rechtssicherheit hoffen, sorgt der Widerstand von Coinbase für zusätzliche Spannung. Für Anleger ist entscheidend, ob daraus langfristig verlässliche Spielregeln entstehen.

Was steckt hinter dem Clarity Act?

Der Clarity Act baut auf einem Gesetzesentwurf aus dem Jahr 2025 auf und soll klar festlegen, welche Kryptowährungen als Wertpapiere gelten und welche als Rohstoffe. Damit würde festgelegt, ob die Börsenaufsicht SEC oder die Rohstoffbehörde CFTC zuständig ist. Für viele Projekte geht es um nichts weniger als die rechtliche Existenz in den USA.

Unicoin-Mitgründerin Silvina Moschini betonte in einem US-TV-Interview, dass der Gesetzentwurf Innovation fördern könne, statt sie abzuwürgen. Gleichzeitig lehnt Coinbase das Vorhaben ab und warnt vor zu starren Regeln, wie bereits in der Coinbase-Kritik am Clarity Act deutlich wurde. Aus Sicht des Unternehmens könnte das Gesetz mehr schaden als nutzen.

Warum die Coinbase-Revolte für den Markt relevant ist

Coinbase gilt als Schwergewicht der Branche und hat schon früher politischen Einfluss genommen. Dass sich das Unternehmen nun offen gegen den Clarity Act stellt, zeigt, wie umstritten der Entwurf selbst innerhalb der Industrie ist. Für den Markt bedeutet das kurzfristig Unsicherheit, auch wenn der Gesetzgebungsprozess voranschreitet.

Aus unserer Sicht preisen die Märkte derzeit eher die Chance auf Klarheit ein als das politische Risiko. Historisch reagierte Bitcoin auf regulatorische Meilensteine oft gelassen, während Altcoins wie XRP stärker profitierten. Technisch betrachtet bleibt der übergeordnete Trend bei Bitcoin intakt, solange der Kurs oberhalb der psychologisch wichtigen 85.000-Dollar-Marke bleibt.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Für Investoren in Deutschland ist die US-Debatte mehr als ein Randthema. Eine Annäherung der US-Regeln an europäische Standards wie MiCA könnte den globalen Handel vereinfachen. Das würde vor allem regulierte Anbieter stärken, die auch hierzulande genutzt werden.

Wer sich einen Überblick über geeignete Handelsplätze verschaffen will, findet im Krypto-Börsen-Vergleich eine Einordnung. Klar ist: Mehr Rechtssicherheit senkt langfristig das Risiko, beseitigt es aber nicht vollständig. Die Frage bleibt, ob der Clarity Act in der finalen Fassung tatsächlich den versprochenen Rahmen liefert.

Eine Einigung würde dennoch ein deutliches Signal senden und zumindest kurzfristig die Märkte aufatmen lassen. Davon würde nicht nur Bitcoin profitieren, auch bei Altcoins wie Ethereum (ETH), Ripple (XRP) oder neuen Kryptos wie Bitcoin Hyper dürfte im Anschluss die Nachfrage zulegen.

Zuletzt aktualisiert am 28. Januar 2026

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