Die Krypto Welt drehte sich auch in der vergangenen Woche munter weiter. Uptober und Moonvember waren dieses Jahr eindeutig abgesagt. Jetzt liegt die Hoffnung der Investoren, Anleger und Kryptofans auf der Dezemberrallye. Ein positives Zeichen gab es in der vergangenen Woche schon, Bitcoin erholte sich von seinem Absturz und stieg wieder auf über 90.000 US-Dollar. Gleichzeitig sorgt China mit verschärften Verbotssignalen für Unruhe und die Krypto ETF sorgen für erfreuliche Entwicklungen.
Bitcoin erholt sich – doch ein stabiler Aufwärtstrend bleibt fraglich
Bitcoin hat sich nach einem deutlichen Rücksetzer zu Beginn des Monats wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 90.000 US-Dollar stabilisiert und das Kursziel 100.000 US-Dollar scheint wieder zum Greifen nah. Der erneute Kursanstieg sorgte dafür, dass viele Investoren aufatmen konnten. Gleichzeitig steht allerdings die Frage im Raum, ob es sich um den Beginn eines nachhaltigen Aufwärtstrends handelt oder lediglich um eine technische Gegenbewegung nach dem längst überfälligen Sell-off.
Analysten sind sich uneins. Während einige Experten die jüngsten Kursmuster als Zeichen einer Bodenbildung interpretieren, warnen andere vor überzogener Euphorie. Historisch waren schwache Novembermonate häufig Vorboten volatiler Jahresabschlüsse. Das kann sowohl zu überproportionalen Gewinnen als auch abrupten Korrekturen führen. Hinzu kommt, dass das Handelsvolumen zwar anzieht, aber noch keine klaren Signale für einen langfristigen Kapitalzufluss liefert. Jetzt bleibt abzuwarten, wie der FED Zinsentscheid Anfang Dezember ausfällt. Sollten die Zinsen erneut sinken, könnte sich das positiv auf den Bitcoin Kurs auswirken.
Wachsende ETF-Hoffnung entfacht neuen Optimismus
Für Stimmung sorgen weiterhin die Spekulationen rund um neue Krypto-ETFs. Erst kürzlich wurden Dogecoin, Solana und XRP Spot ETF genehmigt. Damit sind neue Player auf die Bühne getreten, die den Bitcoin und Ethereum Spot ETF gehörig Konkurrenz machen wollen.
Durch institutionelle Produkte werden Kryptowährungen salonfähig – ein notwendiger Schritt, um vom Nischenmarkt zur anerkannten Anlageklasse aufzusteigen. Sollten die weitere Genehmigungen erfolgen, könnte dies frisches Kapital in nie dagewesener Größenordnung anziehen. Als heiße Anwärter gelten unter anderem Litecoin, das digitale Silber und Hedera.
China verschärft den Druck auf Krypto – ein geopolitisches Risiko bleibt bestehen
Während die westlichen Märkte zunehmend Krypto-freundliche Wege suchen, hat China erneut seine ablehnende Haltung gegenüber digitalen Währungen bekräftigt. Die Zentralbank des Landes stellte klar, dass der Handel mit Kryptowährungen weiterhin illegal bleibt und Stablecoins ebenfalls unter strenger Beobachtung stehen.
China nimmt den Kryptomarkt weiter aus dem Spiel. Die Zentralbank hat diese Woche bekräftigt, dass digitale Währungen außerhalb staatlicher Kontrolle nicht geduldet werden. Damit bleibt das Land bei seiner bisherigen Praxis: Verbot durch Ansage, Umsetzung über Regulierung. Parallel arbeitet Peking an der eigenen Digitalwährung, die langfristig die Lücke schließen soll.
Für Anleger bleibt China ein Störfaktor. Solange das Land den Kryptomarkt blockiert, fehlt eine der größten Volkswirtschaften der Welt als Nachfragequelle. Das drückt nicht täglich auf die Kurse, aber es begrenzt, was an Aufwärtsdynamik möglich sein könnte.
Cardano-Blockchain temporär gespalten – Gründer ruft FBI
Am Wochenende geriet das Netzwerk von Cardano in Turbulenzen: Eine manipulierte Delegationstransaktion führte zu einer seltenen „Chain-Split“, sprich: Die Blockchain teilte sich zeitweise in zwei konkurrierende Versionen. Dadurch herrschte kurzfristig Chaos und große Börsen stellten teils vorübergehend den Handel mit der Kryptowährung ADA ein. Der Kurs verlor innerhalb kurzer Zeit deutlich an Wert.
Der Verantwortliche für diesen Chain-Split meldete sich allerdings und bezeichnete seinen Eingriff als unvorsichtiges Experiment. Doch der Gründer des Netzwerks Charles Hoskinson reagierte umgehend – auf seine ganz eigene Weise: Er interpretierte die Vorgänge als bewussten Sabotageversuch, zog die Behörden hinzu und bat das FBI um Ermittlungen. Mittlerweile läuft das Netzwerk wieder, auf einer Chain. Die Frage, ob die Software-Schwachstelle inzwischen wirklich geschlossen ist und wie stark das Vertrauen der Community gelitten hat, bleibt offen.
JPMorgan greift Strategy und Bitcoin-Wale an
Jamie Dimon, der CEO von JP Morgan verdammte den Bitcoin noch bis vor kurzem in Grund und Boden. Doch jetzt scheint er seine Meinung geändert zu haben und plant den Start eines gehebelten Bitcoin-Finanzprodukts. Bei der Krypto Community stößt das allerdings auf wenig Gegenliebe. Sie deuten den Schritt als strategischen Angriff auf große Corporate-Bitcoin-Halter wie Strategy Inc. Besonders pikant: Die Großbank legte in einer Research-Note nahe, dass Strategy und ähnliche Firmen Gefahr laufen könnten, aus großen Aktienindizes ausgeschlossen zu werden — was massive Kapitalabflüsse über passive Fonds nach sich ziehen könnte.
In der Community schlug das natürlich hohe Wellen. Einige werfen JPMorgan vor, bewusst Unsicherheit zu schüren und damit einen indirekten Verkaufsdruck auf Strategy und damit auf Bitcoin insgesamt auszuüben.
🚨BREAKING: JPMORGAN WANTED A WAR WITH BITCOIN – NOW THEY HAVE ONE🚨
JPMorgan really thought they could kneecap MSTR and nobody would notice.
They thought Bitcoin people were still asleep, still obedient, still grateful to beg for “permission” from legacy banks that survived… pic.twitter.com/UlULVFJv0R
— Adam Livingston (@AdamBLiv) November 23, 2025
Zuletzt aktualisiert am 30. November 2025




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