Die Agnelli-Familie hat das milliardenschwere Übernahmeangebot von Stablecoin-Emittent Tether für Juventus Turin kategorisch zurückgewiesen. Trotz finanzieller Herausforderungen des Rekordmeisters bleibt der Klub in Familienhand, und das seit über einem Jahrhundert.
Eindeutige Botschaft aus dem Exor-Vorstand
„Juventus, unsere Geschichte und unsere Werte sind nicht verkäuflich“. Mit diesen unmissverständlichen Worten erteilte John Elkann, CEO der Agnelli-Holding Exor, dem Übernahmeangebot von Tether eine Absage.
In einer Videobotschaft auf der Juventus-Website betonte der Enkel des legendären Fiat-Magnaten Giovanni „Gianni“ Agnelli die jahrhundertelange Verbundenheit seiner Familie mit der „alten Dame“: „Juve ist seit 102 Jahren Teil meiner Familie. Vier Generationen haben den Klub gestärkt, in schwierigen Zeiten betreut und in vielen festlichen Momenten gefeiert.“
Tether Submits Proposal to Acquire Juventus Football Club 🦓
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— Tether (@Tether_to) December 12, 2025
Die Holding Exor bekräftigte in einer offiziellen Stellungnahme, dass man „keine Absicht hat, Anteile an Juventus an Dritte zu verkaufen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf das in El Salvador ansässige Unternehmen Tether“. Man bleibe dem Klub voll verpflichtet und unterstütze das neue Management-Team bei der Umsetzung einer klaren Strategie für sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg.
Details des abgelehnten Milliardenangebots
Tether hatte ein Angebot für die 65,4-prozentige Mehrheitsbeteiligung von Exor an Juventus unterbreitet. Der Deal hätte ein Volumen von rund einer Milliarde Euro umfasst und sollte ausschließlich aus Tethers eigenen Mitteln finanziert werden. Im Erfolgsfall hätte der Stablecoin-Emittent anschließend ein öffentliches Übernahmeangebot für die verbleibenden Aktien zum gleichen Preis unterbreitet.
Tether hatte zusätzlich eine Milliarde Euro für die langfristige Entwicklung und sportliche Förderung des Klubs zugesagt. CEO Paolo Ardoino beschrieb die geplante Übernahme als „zutiefst persönlich“: „Für mich war Juventus schon immer Teil meines Lebens. Ich bin mit diesem Team aufgewachsen. Als Junge lernte ich durch das Beobachten von Juventus, was Engagement, Widerstandsfähigkeit und Verantwortung bedeuten.“
Sportliche und finanzielle Herausforderungen des Rekordmeisters
Der 36-fache italienische Meister durchlebt seit Jahren eine schwierige Phase. Von 2012 bis 2020 dominierte Juventus die Serie A mit neun aufeinanderfolgenden Meistertiteln, seitdem blieb der Rekordmeister ohne Titelgewinn in Italiens höchster Spielklasse. Im November 2025 trennte sich der Klub von Trainer Igor Tudor und verpflichtete Luciano Spalletti, der die Ablehnung des Tether-Angebots begrüßte: „Es ist eine Freude, die Stärke und Leidenschaft von John Elkann und seiner Familie für diesen Klub zu spüren.“
Juventus ist als börsennotiertes Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 945 Millionen Euro bewertet, deutlich mehr als beispielsweise Borussia Dortmund mit 361 Millionen Euro. 2022 war der gesamte Vorstand zurückgetreten, nachdem Ermittlungen wegen falscher Bilanzierung eingeleitet worden waren.
Tethers Diversifizierungsstrategie im Profisport
Der gescheiterte Deal wäre Teil von Tethers massiver Expansionsstrategie gewesen. Das Unternehmen erzielte allein in den ersten drei Quartalen 2025 über zehn Milliarden US-Dollar Nettogewinn mit lediglich 150 bis 200 Mitarbeitern. Die Reserven umfassen 12,9 Milliarden Dollar in Gold und 9,9 Milliarden Dollar in Bitcoin bei einem USDT-Umlauf von über 174 Milliarden Dollar.
Tether hatte seine Beteiligung an Juventus bereits im Februar 2025 aufgebaut und im April auf über zehn Prozent erhöht. Zudem ernannte das Unternehmen Zachary Lyons und Francesco Garino in den Juventus-Vorstand.
Bitcoin Hyper rückt in den Fokus
Unabhängig vom gescheiterten Juventus-Deal unterstreicht die aktuelle Debatte um Tether erneut, wie stark sich Kapitalströme aus dem Krypto-Sektor zunehmend in traditionelle Märkte verlagern. In diesem Umfeld rückt auch Bitcoin Hyper stärker in den Fokus spekulativer Anleger.
Das Projekt positioniert sich als performanceorientierte Ergänzung zum Bitcoin-Ökosystem und setzt auf schnelle Transaktionen sowie ein narratives Umfeld, das gezielt auf Skalierbarkeit und Effizienz abzielt.




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