Bitcoin Prognose vom 13. Januar 2026 – Wenn 90K wackeln und ETFs Fäden ziehen

ETF-Flows, Strategy-Zitat, Lightning-Zahlungen & Szenarien für die kommenden Jahre

Bitcoin startet im Jahr 2026 mit einer hochspannenden Marktphase. Obwohl sich der Kurs rund um die Marke von 90.000 US-Dollar einpendelt und eigentlich stabil wirkt, ist er gleichzeitig auch äußerst fragil. Stabil deshalb, weil sich Käufer in dieser Zone sichtbar wehren. Fragil, weil wenige starke Kapitalzuflüsse reichen, um in nur wenigen Stunden eine Bewegung von mehreren Tausend US-Dollar auszulösen. Und genau dieser Zustand ist ganz typisch für Phasen, in denen der Markt sehnsüchtig auf einen Auslöser wartet. Zudem hat Michael Saylor von Strategy wieder ordentlich in Bitcoin investiert und für 1,25 Mrd. US-Dollar in Bitcoin investiert. Die spannende Frage dabei ist jedoch nicht unbedingt, ob Bitcoin steigt oder fällt, sondern eher, ob wir gerade eine Zwischenphase in einem größeren Zyklus erleben.

Der Zugang wird schneller und Bitcoin wird immer häufiger als Zahlungsmittel getestet

2026 ist nicht nur entscheidend, ob Bitcoin interessant ist, sondern tatsächlich, wie schnell die Menschen überhaupt kaufen können. Denn in der Regel lagen auf dem Weg zum Bitcoin unzählige Steine im Weg, die viele Neueinsteiger daran hinderten, in Kryptowährungen zu investieren. Konto eröffnen, KYC, Überweisung und dann erst einmal warten, war ein Bremsklotz für die Anleger. Heute geht der Einstieg deutlich schneller und genau das beschleunigt dann auch die Nachfrage in Trendphasen. Aus diesem Grund ist Bitcoin mit Kreditkarte kaufen mittlerweile zum Gamechanger geworden, da diese Bezahlmethode für eine kurzfristige Kaufdynamik perfekt ist.

Parallel wächst aber auch die zweite Story, die meist unterschätzt wird und Bitcoin als Zahlungsmittel sieht. Allerdings nicht im Sinne von “morgen zahlen wir alle unseren Kaffee mit Bitcoin”, sondern eher über Lightning als schnelle Zahlungsschicht. Wie man anhand von CoinGate-Daten sehen kann, stieg der Anteil von Bitcoin-Zahlungen über das Lightning Network von 5,98 % (2022) auf 7,95 % (2023) und lag im Jahr 2024 bereits bei knapp 15 %. Das ist ein echtes Adoptionssignal und je stärker die Zahlungen über Lightning laufen, desto mehr wird BTC nicht nur gehalten, sondern auch genutzt.

Wer langfristig dabei sein will, sollte die Verwahrung ernst nehmen

Sicherheit wird mit höheren Preisen automatisch wichtiger. Ein kleiner Fehler bei einem Bitcoin-Preis von 90.000 US-Dollar ist nicht nur „ärgerlich“, sondern kann potenziell enorme Kosten verursachen. Aus genau diesem Grund ist der Bitcoin-Wallet-Vergleich nicht nur eine technische Angelegenheit, sondern eine grundlegende Entscheidung für alle, die ernsthaft an einer langfristigen Investition interessiert sind. Dabei halten viele Menschen Bitcoin indirekt über Plattformen oder Produkte, anstatt echte Selbstverwahrung zu nutzen.

Es ist nicht automatisch falsch, aber es verlagert das Risiko. Plattformen können in Stressphasen Auszahlungen verlangsamen, zusätzliche Prüfungen anfordern oder Limits ändern – nicht unbedingt aus böser Absicht, sondern weil Systeme unter Belastung anders funktionieren als im Werbeprospekt dargestellt. Wer sauber strukturiert verwahrt, verringert das Gegenparteirisiko erheblich. Und genau hier verlieren viele im Bullenmarkt Geld, obwohl der Kurs nicht fällt: Nicht aufgrund schlechter Charts, sondern wegen Nachlässigkeit bei der Sicherheit.

ETF Flows und Derivate zeigen, warum der Markt aktuell angespannt ist

Aktuell sind die Spot-Bitcoin-ETFs der bedeutendste kurzfristige Einflussfaktor. Zu Beginn des Jahres 2026 stellten diese in der ersten kompletten Handelswoche Nettoabflüsse in Höhe von etwa 681 Millionen US-Dollar fest, wobei ein einzelner Tag einen Abfluss von rund 486 Millionen US-Dollar aufwies. Das ist von Bedeutung, da ETFs mittlerweile einen großen Anteil an der sichtbaren Nachfrage ausmachen.

Und genau daraus ergibt sich dann auch die Bitcoin-Prognose. Während beim bullishen Szenario die ETF-Flows wieder stabil sind, kann BTC über 100.000 US-Dollar ausbrechen und bis Ende sogar 130.000 US-Dollar erreichen. Bei einem neutralen Szenario bleiben die ETF-Flows wechselhaft und Bitcoin pendelt zwischen 80.000 und 100.000 US-Dollar, kann aber eine breite Konsolidierung aufbauen. Sind die Bären unterwegs, dominieren die Abflüsse weiter und Bitcoin fällt unter die Marke von 90.000 US-Dollar. Bevor die Käufer dann zurückkommen, könnte es durchaus sein, dass der Markt die Marken von 70.000 und 78.000 US-Dollar testet.

Derivate sind hier ganz klar der Beschleuniger, und setzen zu viele Trader mit Hebel auf eine Richtung, könnte eine Kettenreaktion aus Liquidationen entstehen. Insbesondere neutrale Funding Rates sind häufig ein Zeichen dafür, dass ein Trend nachhaltiger entstehen kann, weil er eben nicht komplett überhebelt ist. Und genau das ist wichtig, weil 2026 weniger Retail Hype als Kapitalfluss-Mechanik ist.

Strategy kauft weiter Bitcoin und verknappt das verfügbare Angebot am Markt

Ein besonders starkes Signal geht von Strategy aus, ehemals MicroStrategy. Das Unternehmen hat seine aggressive Akkumulationsstrategie fortgesetzt, indem es zuletzt 13.627 BTC für etwa 1,25 Milliarden US-Dollar gekauft hat. Strategy besitzt mittlerweile insgesamt über 670.000 BTC, wobei Schätzungen je nach Stichtag sogar in Richtung 680.000 BTC gehen. Dies entspricht einem Marktwert von mehr als 60 Milliarden US-Dollar.

Michael Saylor bestätigte den Kauf auch öffentlich und schrieb auf X, dass Strategy „13.627 BTC für rund 1,25 Milliarden US-Dollar zu etwa 91.519 US-Dollar pro Bitcoin“ erworben habe. Zudem hält das Unternehmen laut Saylor inzwischen „687.410 BTC“, gekauft für insgesamt rund „51,80 Milliarden US-Dollar“ zu einem durchschnittlichen Einstand von „75.353 US-Dollar pro BTC“.

Auf kurze Sicht bieten diese Käufe keinen Preisschutz, aber auf lange Sicht sind sie von großer Bedeutung. Dadurch wird Bitcoin einem liquiden Markt entzogen und findet sich in einer Bilanz mit geringem Verkaufsdruck wieder. Dies stellt einen strukturell bullisher Faktor für den Angebots-Nachfrage-Mechanismus dar – vor allem in Verbindung mit ETFs, die ebenfalls große Mengen langfristig binden.

Fazit

Am 13.01.2026 befindet sich der Bitcoin in einer echten Entscheidungszone um die 90.000 US-Dollar. In der kurzfristigen Perspektive bestimmen vor allem die ETF-Flows und Derivate das Geschehen: Wenn die Kapitalströme wieder eindeutig positiv werden, sind neue Höchststände bis Ende 2026 realistisch; wenn hingegen Abflüsse vorherrschen, sind stärkere Rücksetzer ebenso möglich. Bis 2030 spricht die zunehmende Institutionalisierung und die steigende Nutzung von Lightning für ein bullisches Grundsetup. Bis 2040 ist alles langfristig davon abhängig, ob Bitcoin sich als globaler Wertspeicher etabliert – in diesem Fall sind deutlich höhere Bewertungen möglich, aber der Weg dorthin ist extrem volatil.

Zuletzt aktualisiert am 13. Januar 2026

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