In einer überraschenden Wendung hat die Familie Scaramucci über 100 Millionen US-Dollar in die von den Trump-Söhnen Eric und Donald Jr. kontrollierte Mining-Firma American Bitcoin investiert.
Die Investition erfolgt trotz der jahrelangen öffentlichen Fehde zwischen Anthony Scaramucci und Donald Trump und zeigt, dass Bitcoin offenbar politische Gräben überbrücken kann.
Die Geschichte zwischen Anthony Scaramucci und Donald Trump ist legendär turbulent. Scaramucci war 2017 nur elf Tage als Kommunikationsdirektor im Weißen Haus tätig, bevor Trump ihn feuerte. In den folgenden Jahren unterstützte der Gründer von SkyBridge Capital öffentlich die Demokraten und kritisierte Trump scharf. Später half er sowohl Joe Biden als auch Kamala Harris im Wahlkampf.
Nun hat die Familie Scaramucci ihre politischen Differenzen offenbar beiseitegelegt, zumindest wenn es um Bitcoin geht.
220-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde mit prominenten Investoren
Die Finanzierung erfolgte über Solari Capital, eine von AJ Scaramucci, dem Sohn von Anthony, gegründete Investmentfirma. AJ Scaramucci führte die Finanzierungsrunde im Juli an und investierte persönlich „über 100 Millionen US-Dollar“ in American Bitcoin. Auch sein Vater Anthony beteiligte sich mit einem nicht näher bezifferten Betrag.
Die Investition erfolgte vor der Börsennotierung von American Bitcoin, die im September durch ein Reverse Merger vollzogen wurde. Insgesamt erreichte die Finanzierungsrunde ein Volumen von 220 Millionen US-Dollar.
Zu den weiteren prominenten Investoren gehören:
- Tony Robbins (Life Coach und Motivationstrainer)
- Charles Hoskinson (Gründer von Cardano)
- Grant Cardone (Investor und Unternehmer)
- Peter Diamandis (Unternehmer und Innovator)
„Bitcoin transcends politics“
AJ Scaramucci räumte gegenüber Fortune die politischen Differenzen offen ein: „Haben mein Vater und Donald Sr. ihre Meinungsverschiedenheiten gehabt? Natürlich hatten sie das.“ Doch er betonte: „Bitcoin transcends politics“, Bitcoin stehe über der Politik.
Sein Vater Anthony ergänzte mit einer treffenden Metapher: „Es gibt vielleicht ein blaues und ein rotes Team, aber es gibt auch ein oranges Team, und das ist Bitcoin.“
Eric Trump: „Wir machen den Finanzriesen Angst“
Eric Trump, Mitgründer von American Bitcoin, hat die Mission des Unternehmens klar formuliert. In einem Bloomberg-Interview erklärte er vor wenigen Wochen: „Die American Bitcoin Corporation macht den Finanzriesen Angst.“ Sein Engagement sei nicht zuletzt eine Stellungnahme gegen die Debanking-Praktiken etablierter Finanzinstitute, also gegen die Praxis, bestimmten Kunden den Zugang zu Bankdienstleistungen zu verweigern.
Asher Genoot, Präsident von American Bitcoin, betonte gegenüber Medien: „Die Familie Scaramucci glaubt fest an das Projekt und hat entschieden, jegliche vorherigen Konflikte beiseitezulegen, um das Unternehmen zu unterstützen.“
Trump als Krypto-Präsident: USA sollen Bitcoin-Supermacht werden
Die Investition der Scaramuccis ist nur das jüngste Kapitel in der wachsenden Krypto-Agenda der Trump-Familie. Vor allem der Memecoin „Original Trump“ und das DeFi-Projekt „World Liberty Financial“ hatten international für Aufsehen gesorgt.
Für den designierten US-Präsidenten Donald Trump ist die Richtung klar: Die Vereinigten Staaten sollen zur Bitcoin-Supermacht der Welt werden. Wenn man Krypto jetzt „nicht richtig angehe“, würde man riskieren, von China oder anderen Staaten überholt zu werden, erklärte Trump wiederholt.




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