Die Kryptobörse Binance steht 2025 massiv in der Kritik. Es gibt zum einen schwerer Vorwürfe und laufende Klagen und zum anderen sogar eine Verurteilung des Gründers. Neben einer Sammelklage wegen angeblicher Ermöglichung von Transaktionen an terrornahe Gruppen wie Hamas und Hisbollah, gibt es aber noch viele weitere schwere Vorwürfe gegen die bekannte und beliebte Kryptobörse. Das alles wirft ein grelles Licht auf die Schattenseiten des Krypto-Giganten. Wer dachte, dass bei Binance alles wie geschmiert läuft, der merkt spätestens jetzt, dass ein genaues Hinschauen durchaus sinnvoll sein könnte. Der folgende Artikel beleuchtet nicht nur die Höhepunkte der Anschuldigungen, sondern auch die laufenden Gerichtsverfahren. Darüber hinaus hinterfragen wir, ob Binance noch immer das ist, was es einmal versprach.
Changpeng Zhao und die juristische Achterbahn
Changpeng Zhao, der als CZ besser bekannt ist, wurde im Jahr 2023 wegen schwerer Verstöße gegen das US-Geldwäschegesetz verurteilt. Die Strafe von vier Monaten Haft, 50 Millionen US-Dollar Bußgeld und eine lebenslange Branchensperre hielt leider nur zwei Jahre an. 2025 kam US-Präsident Donald Trump dann auf die Idee, dass er den Binance-Gründer vollständig begnadigt. Dass Kritiker in dieser Begnadigung als politische Einflussnahme sehen, ist verständlich. Befürworter sind aber immer noch davon überzeugt, dass die Bestrafung überzogen war.
Dennoch konnte das der Plattform nichts anhaben – zumindest bisher. Denn schaut man sich die Kryptobörsen Vergleiche an, zeigt dies, dass Binance trotz des Skandals Marktführer bleibt. Doch Vorsicht, die Konkurrenz nimmt zu. Und Binance katapultiert sich immer weiter ins Aus.
Hamas-Opfer Klage schockiert die Branche auf ein Neues
Die aktuelle Mega-Klage kommt von Opfern des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023. Die Kläger werfen Binance dabei vor, dass sie, durch mangelnde KYC-Kontrollen (Know Your Customer) und den schwachen Anti-Geldwäsche-Maßnahmen, terroristische Finanzströme ermöglichten. Konkret sollen mehr als 1 Milliarde US-Dollar an sanktionierte Organisationen geflossen sein. Die Kläger behaupten unter anderem, dass Binance grundlegende Compliance- und Kontrollpflichten bewusst missachtet habe. Dabei können auch die Binance Neuerscheinungen, wie etwa die neuen Features, diese schweren Vorwürfe und mittlerweile auch Risiken nicht überschatten.
Die Klage stützt sich auf frühere US-Strafen gegen Binance in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar wegen ähnlicher Vorwürfe. Interne Strukturen sollten schon nach dieser Strafe von 2023 so ausgelegt gewesen sein, dass verdächtige Gelder kaum auffielen oder gar verschleiert werden konnten. Im Kern lautet der schwerwiegende Vorwurf, dass Binance bewusst eine Plattform geschaffen hat, um Kriminellen oder Terrorgruppen Geldströme zu ermöglichen und Kryptowährungen wie Bitcoin anonym kaufen zu können.
Europäische Behörden greifen inzwischen durch
Auch in Europa sieht es recht düster für Binance aus. Die französische Justiz ermittelt mittlerweile wegen systematischer Geldwäsche. In Deutschland kritisiert die BaFin unter anderem auch fehlende Verwahrlizenzen und verwirrende Rechtsstrukturen. Binance operiert nämlich über komplizierte Offshore-Konstrukte, was den Verbraucherschutz signifikant erschwert.
Doch nicht nur das. Auch die britische Niederlassung steht inzwischen vor weiteren Klagen wegen Bestechungsvorwürfen. Gerade das Krypto kaufen für Anfänger ist für die meisten Neulinge schon recht überfordernd. Zum einen müssen sie die regulatorischen Risiken kennen, zum anderen müssen sie sich mit Sicherheit der Börsen wie auch der Wallets herumschlagen. Viele Neueinsteiger scheuen sich aber genau davor. Kommen jetzt noch diese Vorwürfe gegen die beliebteste Kryptobörse hinzu, kann das maßgeblich die Lust, in Kryptowährungen zu investieren, schmälern.
Die Historie schwerer Vorwürfe häufen sich massiv
Binance kämpft schon seit Jahren mit verschiedenen Vorwürfen. 2023 zahlte die Börse eine Strafe von 4,3 Milliarden US-Dollar an US-Behörden wegen AML-Verstößen (Anti-Money Laundering). Dabei warf die SEC der Plattform nicht nur manipuliertes Handelsvolumen vor, sondern auch den Handel von illegalen Derivate-Produkten. Nigeria verbot Binance zeitweise und auch die Türkei untersucht Geldwäschevorwürfe.
Trotz der Milliardenstrafe ist Binance nach wie vor die beliebteste Kryptobörse. Sie hat insgesamt 170 Millionen Nutzer, ein Tagesvolumen von über 100 Milliarden US-Dollar und es ist kein Ende in Sicht. Vielversprechende Kryptowährungen, günstige Coins und auch Top Krypto-Geheimtipps sind auf Binance zu finden, weshalb die Börse nach wie vor neue Anleger und Investoren anzieht.
Vertrauen vs. Innovation
Binance punktet mit einer wirklich enormen Coin-Auswahl und bietet seinen Nutzern über 350 Kryptowährungen, wie etwa die besten Altcoins oder auch unterbewertete Kryptowährungen an. Darüber hinaus sind die Gebühren mit 0,1 Prozent äußerst günstig und die Liquidität ist hoch. Features wie Staking, Futures und NFT-Marketplace machen die Plattform im Grunde unschlagbar. Doch die laufenden Skandale nähren so langsam die Zweifel an Seriosität. Auch wenn technisch gesehen die Binance Plattform der Vorreiter bleibt, die BNB Chain Millionen Transaktionen täglich verarbeitet und Binance Smart Chain DeFi, GameFi und Web3-Anwendungen bietet, stellt sich die Frage, wie risikoreich die Kryptobörse wirklich ist.
Mit der Klage aus November 2025, den schweren Vorwürfen gegen Binance und CZ, wie auch nach der Milliardenstrafe aus dem Jahr 2023 lässt nach wie vor Zweifel aufkommen, ob es echte Veränderungen auf der Kryptobörse gibt. Hinzu kommt noch, dass trotz des Rücktritts vom CEO-Posten und Schuldeingeständnissen Changpeng Zhao Mehrheitseigentümer bleibt und weiterhin langfristigen Einfluss auf das Unternehmen hat.
Kritiker sehen darüber hinaus in Binance ein Beispiel dafür, wie gefährlich Krypto-Plattformen, trotz aller Versprechen, werden können, wenn der Profit über Compliance und Transparenz gestellt wird. Der Fall wirft zudem grundsätzliche Fragen auf. Ist es möglich, dass eine Börse mit einer solchen Bilanz noch vertrauenswürdig für Privatanleger ist? Solange die aktuellen Gerichtsverfahren noch nicht abgeschlossen sind und noch keine handfesten Beweise auf dem Tisch liegen, bleiben diese Frage und die Zweifel berechtigt.
Fazit
Binance war einst ein Synonym für den schnellen und einfachen Kryptohandel. Die schweren Vorwürfe, gerichtliche Konsequenzen wie auch moralisch belastende Anschuldigungen werden allerdings ein sehr düsteres Licht auf die beliebteste Plattform. Klar ist auf jeden Fall, dass das Vertrauen, das bisher verloren ging, nicht mit Geld oder Gerichtsurteilen zurückkaufen. Wer heute in Kryptowährungen investiert oder auch investieren will, sollte sich daher genau überlegen, wo das Kapital liegt. Binance zeigt leider eindrücklich, weshalb Transparenz und Compliance wie auch ethische Verantwortung in dieser Branche nicht optional, sondern essenziell sind. Deshalb bleibt für jeden Investoren die Frage, ob man Risiko und Rendite noch immer mit Komfort und Bequemlichkeit tauschen möchte oder doch lieber auf Stabilität, Integrität und Sicherheit setzen will.
Zuletzt aktualisiert am 28. November 2025




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