Wochenrückblick KW 48: Bitcoin-Crash, ETF-Hoffnung & Nordkoreas Cyber-Welle

neue ETFs, Marktstürze und Nordkoreas Hacker

Die vergangene Woche hat die Nerven mal wieder ordentlich strapaziert, da sie fast alles bereithielt, was das Krypto-Herz höher schlagen oder vor Sorge pumpen lässt. ETFs starteten mit einem ordentlichen Wumms, die Kurse schwankten heftig und im Hintergrund treiben staatliche Hacker ihren Raubzug mit immer stärkeren KI-Werkzeugen voran. Wer dachte, so kurz vor Jahresende kehrt ein wenig Ruhe ein, der hat sich getäuscht.

ETF Explosion und Großinvestoren bringen neues Geld

Die Hoffnung auf neue Investmentvehikel im Kryptomarkt hat deutlich Fahrt aufgenommen. Erst kürzlich reichten mehrere Anbieter Anträge auf Spot-Krypto-ETFs ein und nutzten durch die Aktualisierung der Anträge die legalen Hintertüren. Denn werden Anträge eingereicht und es gibt 20 Tage keinen Einspruch der Regulierungsbehörde U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) können die Fonds automatisch starten. Dies haben sich einige Anbieter zu Nutze gemacht und geänderte Anträge eingereicht.

Der Markt hat natürlich prompt reagiert und der neue Spot-ETF auf XRP feierte ein starkes Debüt mit hohem Handelsvolumen. Damit wächst das Angebot über die klassischen Schwergewichte hinaus, was ein wichtiger Schritt für die besten Altcoins ist. Zudem ist es eine Möglichkeit für neue Krypto Fans in die Materie einzusteigen, ohne dass der Nutzer dabei Token kaufen oder sich gar mit Wallets, Private Keys oder anderen Dingen auseinandersetzen muss.

Kurschaos, Makro-Risiken und extreme Schwankungen

Trotz der ETF-Euphorie bleibt der Markt weiterhin nervös. Getrieben von einem Mix aus globalen makroökonomischen Unsicherheiten, Zinsspekulationen und abgeschwächter Nachfrage, sackte der Bitcoin Kurs in der vergangenen Woche teils heftig ab, konnte sich aber bei rund 90.000 US-Dollar stabilisieren, bevor er am letzten Novembertag wieder gnadenlos absackte und derzeit bei rund 86.800 US-Dollar notiert. Dennoch zeigt die Bitcoin Kursprognose 2025 noch positive Signale. Doch auch andere große Player wie Ethereum gerieten unter Druck und zeigten, wie der Markt gerade rotiert. Altcoins wie Solana und XRP hingegen profitieren davon, da es gerade wieder zu einer Umverteilung der Liquidität kommt.

Nordkorea greift mit AI-Power an

Parallel zu den Markt-News liegt der Fokus auch auf Nordkorea. Es herrscht gerade Alarmstufe rot für die Sicherheit in der gesamten Kryptobranche. Staatsnahe Hackergruppen aus Nordkorea nutzen, trotz Exportverboten, GPUs von Nvidia (u. a. GeForce RTX 2700), um mithilfe von KI automatisierte Sicherheitslücken in Smart Contracts zu erkennen. Sie starten dann Phishing-Angriffe und generieren Deepfake-Bewerberprofile, um Krypto-Assets im großen Stil zu stehlen. Allein im Jahr 2025 sollen laut Berichten mehrere Milliarden US-Dollar durch solche Angriffe entwendet worden sein. Wobei das Jahr 2025 ein Rekordjahr in der Krypto-Kriminalitätsgeschichte war. Dass das lange Schatten wirft, liegt auf der Hand. Die Sicherheit wird zunehmend zum entscheidenden Faktor, weshalb ein Kryptobörsen Vergleich unumgänglich ist, um die besten Exchanges für sich zu finden.

Texas mischt erstmals mit und setzt auf staatliche Bitcoin-Reserven

Der US-Bundesstaat Texas ist der erste amerikanische Bundesstaat, der erstmals öffentliches Geld in Form eine Spot-Bitcoin-ETFs investiert. Am 20. November investierte Texas rund 5 Millionen US-Dollar in den iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock. Damit startet die Texas Strategic Bitcoin Reserve, die im Sommer durch das Gesetz SB21 auf den Weg gebracht wurde.

Texas bezeichnet Bitcoin damit erstmals als strategisches Asset, ähnlich wie Gold und Devisen. Damit signalisiert der Bundesstaat, dass Kryptowährungen durchaus mehr als Spekulation sind. Laut den offiziellen Angaben soll der ETF nur ein Zwischenschritt sein und sobald sichere Verwahrungsmethoden etabliert sind, will der Bundesstaat Bitcoin kaufen, die dann ins Staats-Portfolio wandern. Für die Szene ist das natürlich ein sehr starkes Signal. Denn fangen Staaten an, BTC als Reserve zu halten, ändert sich die Wahrnehmung von Krypto gewaltig und der Weg geht weg vom wilden Start-up-Image und ebnet den Kurs zum legitimen, institutionellen Asset.

Binance, wegen schwerer Anschuldigungen und Terror-Finanzierung unter Druck

Parallel dazu steht auch Binance, eine der bekanntesten und beliebtesten Kryptobörsen, wieder im Fokus. Diesmal allerdings mit sehr schwerwiegenden Vorwürfen. Mehr als 300 Kläger, Opfer und Angehörige eines Terroranschlags, haben gegen Binance, deren Mitgründer und Führungskräfte, eine Klage eingereicht. Sie werfen der Börse vor, dass sie es Terrorgruppen wie Hamas oder Islamischer Dschihad ermöglicht hätten, Geldtransfers durchzuführen und die Gruppen somit mitfinanziert wurde. Grund dabei sind zum einen die sehr schwachen Identitätsprüfungen wie auch die unzureichenden Anti-Terror-Kontrollen von Binance, die so die Geldtransfers möglich machten. Die Summe der behaupteten Transfers liegt im Milliarden-Dollar-Bereich, und allein nach dem Anschlag vom 7. Oktober 2023 sollen rund 50 Millionen US-Dollar geflossen sein.

Sollte diese Klage durchgehen, droht Binance nicht nur juristischer Ärger, sondern auch ein extremer Imageschaden für die gesamte Kryptobranche. Verwunderlich ist jedoch immer noch, dass nach wie vor viele Nutzer Binance lieben, obwohl es in der Vergangenheit immer wieder schwere Anschuldigungen gab. Darüber hinaus verbüßte der Gründer Changpeng Zhao, besser als CZ bekannt, bereits eine Haftstrafe wegen schwerer Verstöße gegen das Geldwäschegesetz.

Monad bringt frische Layer-1 Konkurrenz mit EVM-Kompatibilität

Letzte Woche startete auch die Blockchain-Monad, das neue Layer-1-Netzwerk mit wirklich ernstzunehmenden technischen Ambitionen. Monad bietet dabei vollständige EVM-Bytecode-Kompatibilität und kann Ethereum Smart Contracts ohne Anpassung übernehmen. Gleichzeitig setzt das Projekt aber auch auf parallele Transaktionsverarbeitung und Pipelining, statt sequentieller Blocks. Der große Unterschied ist hier, dass bestehende Ethereum-dApps relativ leicht auf Monad migrieren können, was so natürlich jede Menge Potenzial eröffnet, ein echter Konkurrent zu Netzwerken wie Solana oder Avalanche zu werden. Auch wenn das Gesamtvolumen bisher noch überschaubar ist, ist das Marktsignal klar. Der Wettbewerb im Layer-1-Bereich wächst.

Fazit

Die KW 48 zeigt einmal mehr, wie breit und turbulent die Kryptobranche geworden ist. Nordkorea stiehlt Krypto, während Binance durch schwache Prüfungen Terrorgruppen wie Hamas unterstützt. Gleichzeitig drängen neue Netzwerke mit hohem Potenzial auf den Markt und Bitcoin fällt unter wichtige Unterstützungsmarken. Das Rad dreht sich, wichtige und große Kryptowährungen kämpfen mit starker Volatilität und kleine Altcoins explodieren. Es wird also nicht langweilig und wir sind gespannt, was uns diese Woche bringt.

Zuletzt aktualisiert am 1. Dezember 2025

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.
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Stephanie HahnExperte für Kryptowährungen

Stephanie Hahn bringt ein ausgeprägtes Zahlenverständnis mit, das sie viele Jahre in der Buchhaltung einsetzte, bevor sie vor über fünfzehn Jahren ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Heute ist sie als erfahrene Texterin auf Finanzthemen spezialisiert. Sie verbindet fachliches Know-how mit verständlicher Sprache – ideal für alle, die fundierte Informationen zu Geldanlage, Aktien, ETFs oder Kryptowährungen suchen. Als private Investorin kennt sie nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis – und weiß, worauf es beim Investieren wirklich ankommt.

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