In der letzten Woche ging es rund am Kryptomarkt – mit einigen großen Verlusten. Im Coincierge-Wochenrückblick schauen wir uns die wichtigsten News und Ereignisse noch einmal genauer an.
Krypto im Umschwung: Ende des Bärenmarkts?
Der Kryptomarkt ist bereits das gesamte Jahr von hoher Volatilität geprägt: Der Bitcoin (BTC) erreichte zwar mehrfach neue Allzeithochs, fiel jedoch genauso schnell wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100.000 US-Dollar. Die Stimmung ist nervös und angespannt, der Fear & Greed Index signalisiert „Extreme Angst“.
Viele Analysten bleiben allerdings optimistisch und sehen die Abwärtsbewegung der letzten Monate als mögliches Zeichen, dass der Markt seinen Tiefpunkt erreicht haben könnte. Geht es zu Weihnachten also wieder bergauf?
Eine konkrete Altcoin- oder Bitcoin-Prognose ist schwierig, denn die bisherigen Marktzyklen sind durch institutionelle Anleger weniger verlässlich. Große Investoren handeln strategisch, nutzen neue Finanzinstrumente wie Spot-ETFs und halten langfristige Positionen. Klassische Muster emotional getriebener Privatanleger verlieren so an Bedeutung.
Die Kryptowelt befindet sich damit insgesamt in einem strukturellen Wandel. Experten erwarten einen reiferen Markt mit weniger impulsivem Verhalten, mehr Analyse und langfristigen Strategien. Anleger beobachten nun gezielt die Aktivitäten großer Investoren.
Zum gesamten Beitrag: Krypto im Umschwung: Warum Top-Analysten das Ende des Bärenmarkts riechen
„Durchhalten“ – Michael Saylor hat klare Botschaft
Mit kurzzeitigen Sprüngen nach oben befindet sich der Bitcoin-Kurs weiterhin im Abwärtstrend. Dennoch halten Michael Saylor und sein Unternehmen Strategy (ehemals MicroStrategy) an ihren fast 650.000 BTC fest. Der Unternehmer hat auch eine klare Botschaft an alle Krypto-Fans, die er in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) teilt: „Durchhalten.“
Dazu erstellte er ein KI-generiertes Bild, das auf die berühmte Transantarktis-Expedition von Sir Ernest Shackleton von 1914 bis 1917 anspielt und ein Symbol für Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten darstellt.
So heldenhaft wie Saylor es präsentiert, ist die Situation für Strategy aber nicht. Der durchschnittliche Einstiegspreis von rund 74.000 US-Dollar bedeutet, dass dem Unternehmen bei fallenden Kursen Verluste drohen. Auch die Aktie ist in den letzten Wochen stark eingebrochen. Zusätzlich prüfen Nasdaq und MSCI, ob Strategy überhaupt noch in klassischen Aktienindizes verbleiben darf, während S&P Global Ratings das Unternehmen mit einem spekulativen „B-„ bewertet.
Mehr Infos und Michael Saylors X-Post gibt es hier zu sehen: Bitcoin crasht und Michael Saylor hat nur eine Nachricht an alle Krypto-Fans: „Durchhalten“
Drohender Ausverkauf bei XRP
Der XRP-Kurs steht unter Druck, da rund 40 Prozent aller Wallets auf nicht realisierten Verlusten sitzen – vor allem durch Käufe nahe der drei US-Dollar Marke. Bei einer ausbleibenden Kurserholung könnte das zu einem zunehmenden Verkaufsdruck und etlichen Kapitulationen führen.
Aktuell notiert XRP bei 2,02 US-Dollar (minus 17,25 Prozent im Vergleich zum Vormonat). Trotz der Rückschläge liegt der Kurs allerdings weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Mittelfristig könnten neue Impulse durch geplante XRP-ETFs in den USA kommen. Das würde vermutlich institutionelles Kapital anziehen und das Handelsvolumen beleben.
Bis dahin bleibt die Lage jedoch angespannt, da der Kurs stark vom Verhalten der Anleger abhängt, die derzeit in Verlustpositionen verharren. Der Markt kann sich nur beruhigen, wenn die wichtigen Unterstützungsmarken gehalten werden und die Verkaufsbereitschaft der Investoren abnimmt.
Zum Weiterlesen: XRP-Kurs unter Druck: 42 % der Anleger sitzen auf Verlusten – droht ein Ausverkauf?
Krisenstimmung bei Andrew Tate
Der polarisierende und umstrittene Unternehmer Andrew Tate hat durch hochgehebelte Trades auf Hyperliquid über das letzte Jahr hinweg mehr als 700.000 US-Dollar verloren. Zuletzt crashte sein Konto sogar komplett auf null. Selbst 75.000 US-Dollar aus Referral Rewards flossen in neue Positionen und wurden liquidiert.
Die Verluste entstanden durch eine Kombination aus extremen Hebel, niedriger Trefferquote und ständiger Wiederanlage nach Zwangsschließungen. Dadurch, dass die Trades öffentlich einsehbar waren, konnten Anleger die größten Einbrüche des bisherigen Jahres klar nachvollziehen.
Das Problem: Tates fehlerhaftes Setup. Durch eine hohe Hebelwirkung können selbst kleine Kursbewegungen sofort zu großen Verlusten führen. Der Unternehmer schien daran aber gar nicht zu arbeiten, da er immer wieder das gleiche Muster verfolgte. Die Gründe dafür sind unklar.
Mehr zu Andrew Tates gescheitertem Investment: Mehr als 700.000 US-Dollar Verluste – der Hyperliquid-Meltdown von Andrew Tate
Bitcoin-Prognose von Peter Brandt
Der bekannte Trader Peter Brandt geht davon aus, dass der Bitcoin die 200.000 US-Dollar erst im Jahr 2029 knackt. Damit ist er nicht so optimistisch wie andere Experten, die sogar erwarten, dass der BTC in fünf Jahren siebenstellig sein könnte.
Brandt sieht den aktuellen Einbruch außerdem als notwendige Bereinigungsphase, um überschüssige Hebel und strukturelles Ungleichgewicht abzubauen. Anleger geben sich damit aber nicht zufrieden und suchen nach positiven Signalen – zum Beispiel politischer Unterstützung. Fündig wurden sie beim US-Finanzminister Scott Bessent, der bei der Eröffnung von Pubkey DC gesichtet wurde.
Detailliertere Infos gibt’s im separaten Artikel: Bitcoin-Prognose: Peter Brandt erwartet 200.000 US-Dollar beim BTC erst 2029
Zuletzt aktualisiert am 23. November 2025




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