Wie wir Krypto Prognosen erstellen

Kaum ein Bereich des Kryptomarktes wird so kontrovers diskutiert wie Kursprognosen. Täglich erscheinen neue Preisziele für Bitcoin, Ethereum oder Altcoins – häufig mit großer Sicherheit formuliert und ohne nachvollziehbare Begründung.
Wir verfolgen bei Coincierge bewusst einen anderen Ansatz.

Unser Ziel besteht nicht darin, den exakten Kurs einer Kryptowährung an einem bestimmten Datum vorherzusagen. Denn niemand kann zukünftige Marktbewegungen mit Sicherheit prognostizieren.

Stattdessen analysieren wir die Faktoren, die den Wert einer Kryptowährung langfristig beeinflussen können. Auf dieser Grundlage entwickeln wir verschiedene Szenarien und ordnen ein, welche Entwicklungen aus heutiger Sicht wahrscheinlicher erscheinen als andere.

Eine Prognose verstehen wir deshalb nicht als Versprechen, sondern als analytische Einschätzung auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen.

Warum wir keine Kursversprechen machen

Der Kryptomarkt reagiert auf unzählige Einflussfaktoren.

  • Neue Regulierungen.
  • Technologische Entwicklungen.
  • Makroökonomische Veränderungen.
  • ETF-Zuflüsse.
  • Sicherheitsvorfälle.
  • Politische Entscheidungen.

All diese Ereignisse können den Markt innerhalb weniger Stunden verändern. Aus diesem Grund verzichten wir bewusst auf Aussagen wie:

„Bitcoin wird bis Ende des Jahres garantiert 250.000 Euro erreichen.“

Solche Prognosen mögen Aufmerksamkeit erzeugen, liefern Anlegern jedoch selten einen echten Mehrwert.

Unser Anspruch besteht vielmehr darin, nachvollziehbar zu erklären, warum sich ein Kurs entwickeln könnte – und welche Risiken einer solchen Entwicklung entgegenstehen.

Was eine gute Krypto-Prognose ausmacht

Eine gute Prognose beantwortet aus unserer Sicht nicht die Frage:

„Wie hoch wird der Bitcoin-Kurs am 31. Dezember stehen?“
Sondern vielmehr:

Welche Faktoren sprechen aktuell für oder gegen eine positive Entwicklung?

Genau diese Fragestellung bildet den Kern unserer Analysen.

Wir betrachten jede Kryptowährung im jeweiligen Marktumfeld und versuchen zu verstehen, welche Entwicklungen den langfristigen Wert eines Projekts beeinflussen könnten.

Dabei gibt es selten nur ein mögliches Ergebnis. Deshalb arbeiten wir bewusst mit unterschiedlichen Szenarien statt mit absoluten Gewissheiten.

Welche Fragen wir uns stellen

Bevor wir überhaupt eine Prognose veröffentlichen, versuchen wir zunächst, das jeweilige Projekt möglichst vollständig zu verstehen.

Unter anderem beschäftigen wir uns mit Fragen wie:

  • Entwickelt sich das Projekt technologisch weiter?
  • Gibt es eine steigende oder sinkende Nachfrage?
  • Welche Rolle spielt das aktuelle Marktumfeld?
  • Wie entwickeln sich Angebot und Umlaufmenge?
  • Welche Risiken könnten die weitere Entwicklung beeinflussen?
  • Welche Faktoren könnten als Kurstreiber wirken?

Diese Fragen bilden den Ausgangspunkt jeder Prognose und helfen uns dabei, Entwicklungen möglichst objektiv einzuordnen.

Fundamentalanalyse

Den größten Teil unserer Arbeit nimmt die Fundamentalanalyse ein. Bevor wir überhaupt auf Charts oder Preisziele schauen, analysieren wir zunächst das Projekt selbst. Dabei betrachten wir unter anderem:

  • den Anwendungsfall,
  • die technologische Entwicklung,
  • das Whitepaper,
  • die Roadmap,
  • Partnerschaften,
  • das Entwicklerteam,
  • sowie die tatsächliche Nutzung des Netzwerks.

Unser Ziel besteht darin, zu verstehen, ob eine Kryptowährung langfristig einen nachvollziehbaren Nutzen besitzt oder ob ihre Bewertung hauptsächlich auf kurzfristiger Aufmerksamkeit beruht.

Gerade im Kryptomarkt entstehen regelmäßig neue Trends. Nicht jedes Projekt entwickelt sich jedoch nachhaltig weiter. Deshalb spielt die Fundamentalanalyse für unsere Prognosen eine zentrale Rolle.

Tokenomics

Neben der Technologie beeinflusst auch die wirtschaftliche Struktur eines Projekts seine langfristige Entwicklung. Aus diesem Grund analysieren wir unter anderem:

  • maximale Tokenmenge,
  • Umlaufmenge,
  • Vesting,
  • Token-Unlocks,
  • Inflation,
  • Burn-Mechanismen,
  • Staking,
  • sowie die Verteilung der Token.

Ein Projekt mit überzeugender Technologie kann beispielsweise unter Druck geraten, wenn in kurzer Zeit große Mengen neuer Tokens auf den Markt gelangen.

Umgekehrt können Angebotsverknappungen langfristig einen positiven Einfluss auf die Marktstruktur haben.

Aus diesem Grund betrachten wir die Tokenomics immer als festen Bestandteil jeder Prognose.

Marktumfeld und makroökonomische Entwicklungen

Kryptowährungen entwickeln sich nicht isoliert. Auch wenn einzelne Projekte ihre eigenen technologischen Fortschritte machen, werden die Kurse häufig durch das allgemeine Marktumfeld beeinflusst.

Deswegen beziehen wir makroökonomische Entwicklungen bewusst in unsere Prognosen ein. Dabei betrachten wir beispielsweise:

  • die Entwicklung der Zinspolitik großer Zentralbanken,
  • Inflation und Konjunktur,
  • institutionelle Nachfrage,
  • Kapitalzuflüsse in Spot-ETFs,
  • regulatorische Entwicklungen,
  • sowie die allgemeine Stimmung an den Finanzmärkten.

Gerade Bitcoin reagiert inzwischen häufig auf dieselben wirtschaftlichen Faktoren wie klassische Risikoanlagen. Deshalb halten wir es für wenig sinnvoll, Kryptowährungen ausschließlich isoliert zu analysieren.

On-Chain-Daten

Sobald eine Kryptowährung bereits öffentlich gehandelt wird, beziehen wir zusätzlich verschiedene On-Chain-Daten in unsere Einschätzung ein.

Diese Kennzahlen helfen dabei, die tatsächliche Nutzung eines Netzwerks besser zu verstehen und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Je nach Projekt analysieren wir beispielsweise:

  • aktive Wallet-Adressen,
  • Transaktionsvolumen,
  • Netzwerkaktivität,
  • Total Value Locked (TVL),
  • Staking-Entwicklung,
  • Liquidität,
  • Börsenzuflüsse und -abflüsse,
  • sowie die Aktivität der Entwickler.

Keine dieser Kennzahlen liefert für sich allein eine zuverlässige Prognose. Gemeinsam können sie jedoch Hinweise darauf geben, ob sich ein Projekt tatsächlich weiterentwickelt oder ob die Aufmerksamkeit hauptsächlich durch kurzfristige Marktbewegungen entsteht.

Die Rolle der Chartanalyse

Technische Analyse gehört ebenfalls zu unserem Werkzeugkasten – allerdings bewusst nicht als Ausgangspunkt unserer Prognosen.

Charts können helfen, Unterstützungen, Widerstände oder Markttrends besser einzuordnen. Sie beantworten jedoch nicht die Frage, ob ein Projekt langfristig erfolgreich sein wird.

Deshalb verstehen wir Chartanalyse als Ergänzung zur Fundamentalanalyse und nicht als Ersatz. Sie hilft uns dabei:

  • aktuelle Marktstrukturen besser zu verstehen,
  • mögliche Ein- und Ausstiegszonen einzuordnen,
  • sowie unterschiedliche Szenarien zu visualisieren.

Langfristige Prognosen ausschließlich auf Basis von Chartmustern halten wir dagegen für wenig aussagekräftig.

Warum wir mit Szenarien arbeiten

Eine Prognose ist immer mit Unsicherheit verbunden. Deshalb veröffentlichen wir möglichst keine einzelnen Kursziele ohne Einordnung.

Stattdessen arbeiten wir häufig mit verschiedenen Szenarien.

  1. Ein bullisches Szenario beschreibt Entwicklungen, die unter günstigen Marktbedingungen möglich erscheinen.
  2. Ein neutrales Szenario geht von einer weitgehend stabilen Entwicklung aus.
  3. Ein bärisches Szenario berücksichtigt mögliche Risiken und negative Marktveränderungen.

Aus unserer Sicht vermitteln mehrere realistische Szenarien deutlich mehr Orientierung als ein einzelnes Preisziel.

Was wir bewusst nicht tun

Ebenso wichtig wie unsere Analyse ist das, worauf wir bewusst verzichten.
Wir erstellen keine Prognosen auf Grundlage einzelner Social-Media-Beiträge oder kurzfristiger Marktstimmung.

Wir übernehmen keine Kursziele ungeprüft von Influencern oder anderen Marktteilnehmern.

Und wir veröffentlichen keine Preisprognosen, nur weil ein Coin aktuell besonders stark diskutiert wird.

Unser Ziel besteht nicht darin, Aufmerksamkeit durch möglichst spektakuläre Vorhersagen zu erzeugen.

Wir möchten Entwicklungen nachvollziehbar einordnen und transparent erklären, welche Faktoren unsere Einschätzung beeinflussen.

Warum sich Prognosen ändern können

Der Kryptomarkt verändert sich kontinuierlich. Neue Partnerschaften, Mainnet-Launches, regulatorische Entscheidungen, ETF-Zulassungen oder technische Updates können die Ausgangslage eines Projekts innerhalb kurzer Zeit verändern.

Aus diesem Grund verstehen wir unsere Prognosen nicht als statische Vorhersagen.

Wir überprüfen unsere Einschätzungen regelmäßig und passen sie an, sobald neue Informationen vorliegen oder sich die Marktbedingungen wesentlich verändern.

Das Aktualisierungsdatum jedes Prognose-Artikels zeigt transparent, wann eine Analyse zuletzt überprüft wurde.

Unser Ziel

Eine gute Krypto-Prognose besteht für uns nicht darin, den exakten Kurs einer Kryptowährung vorherzusagen.

Sie soll helfen zu verstehen, welche Faktoren die zukünftige Entwicklung eines Projekts beeinflussen können, welche Chancen bestehen und welche Risiken Anleger im Blick behalten sollten.

Genau darin sehen wir unsere Aufgabe bei Coincierge. Wir möchten keine Gewissheiten vermitteln, sondern fundierte Analysen, nachvollziehbare Szenarien und eine transparente Grundlage für eigene Entscheidungen schaffen.

Zuletzt aktualisiert am 6. August 2026

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Martin Schwarz Experte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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