PANews zufolge haben die südkoreanischen Behörden mehrere Krypto-Betrugsgruppen zerschlagen. Mit dem Versprechen hoher Renditen hatten die Betrüger ihre Opfer abgezockt. Doch wie können sich Anleger vor Scam schützen?
Südkorea: Betrüger ergaunern 730 Millionen koreanische Won
Wie PANews berichtete, konnten die südkoreanischen Behörden mehrere Krypto-Betrugsgruppen mit Sitz in Incheon auffliegen lassen und zerschlagen. Die Scammer waren zwischen Juni 2023 und April 2025 aktiv und gaben sich als Investmentexperten aus.
Ihre Opfer lockten sie mit verschiedenen Kryptowährungsprojekten und dem Versprechen, hohe Renditen zu erhalten. Berichten zufolge erbeuteten sie so 730 Millionen koreanische Won. Das sind umgerechnet circa 522.000 US-Dollar.
Die Scams wurden von gut strukturierten Gruppen organisiert, die aus einem Hauptverantwortlichen, Teamleitern für Training und Kommunikation sowie Callcenter-Personal bestanden. Den Kontakt zu den Geschädigten suchten sie ganz gezielt. Mithilfe von Anrufen und Social-Media-Beiträgen kreierten sie Fake-Online-Communities, um ahnungslosen Investoren das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Immer wieder hört man von kriminellen Machenschaften im Krypto-Bereich – besonders bekannt ist der „OneCoin“-Scam. Ruja Ignatova erschlich sich vor wenigen Jahren Milliarden von US-Dollar, indem sie Millionen von Menschen dazu brachte, in ihr Fake-Projekt zu investieren.
Oder auch Mehmet Aydın. Der Erfinder der Game-App Çiftlik Bank („Farm Bank“) wurde im vergangenen Jahr von einem Gericht in Istanbul zu 45.376 Jahren Haft verurteilt, weil er hohe Geldsummen von türkischen und ausländischen Investoren veruntreut hatte.
Doch wie können sich Anleger vor solchen Scams schützen?
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste
Wo Geld im Umlauf ist, versuchen auch Betrüger ihr Glück. Und gerade am Krypto-Markt häufen sie sich. Es gibt aber einige Tipps, um Kriminellen nicht auf den Leim zu gehen.
1. Misstrauisch sein bei großen Versprechen
Betrüger versprechen ihren Opfern meist hohe Renditen in kürzester Zeit – ohne Risiko versteht sich. In solchen Momenten ist Vorsicht geboten. Wäre es so leicht, das große Geld zu machen, wären deutlich mehr Menschen reich. Seriöse Investitionen bergen immer ein gewisses Risiko.
2. Seriosität und Identität überprüfen
Seriöse Unternehmen und Projekte tauchen nicht einfach aus dem Nichts aus und werfen hohe Renditen ab. Es gibt im Internet immer Spuren – Berichte, Werbung oder Communities. Fehlen diese Informationen, sollten die Alarmglocken angehen.
Leider haben die südkoreanischen Scammer gezeigt, dass solche Faktoren auch gefälscht werden können. Anleger sollten daher immer die Personen oder Unternehmen hinter dem Angebot recherchieren. Der Fokus muss auf offiziellen Websites mit Impressum, Einträgen bei Finanzaufsichtsbehörden und unabhängigen Bewertungen liegen.
3. Sensible Daten schützen und geheim halten
Besonders wichtig: Niemals Passwörter, Wallet-Schlüssel oder persönliche Daten an Dritte weitergeben. Seriöse Anbieter fragen so etwas nicht per Telefon oder Chat ab – und setzen auch niemanden unter Zeitdruck.
Wer auf eine Website weitergeleitet wird, sollte auf die „https://“-Verschlüsselung am Anfang achten. Ohne „s“ im Link handelt es sich um ungesicherte Seiten.
4. Auf sichere Plattformen setzen
Es gibt ausreichend bekannte und regulierte Krypto-Börsen mit großem Angebot und Wallets mit einer transparenten Sicherheitsstruktur, die Anleger nutzen können. In den seltensten Fällen muss man auf unbekannte oder kleinere Plattformen ausweichen. Sobald ein komisches Bauchgefühl aufkommt – das Investment lieber bleiben lassen.
Bestände sicher aufbewahren – beispielsweise mit Best Wallet
Im großen Krypto-Wallet-Vergleich hat Coincierge mehrere Wallet-Anbieter miteinander verglichen. Auf die ersten drei Plätze schaffen es: Best Wallet, Zengo und Margex.
Best Wallet: Der Testsieger Best Wallet ist eine moderne Software-Wallet mit innovativen Funktionen. Eine integrierte Wechselbörse findet automatisch die besten Kurse und niedrigsten Transaktionskosten und unterstützt über 60 Blockchains und Kryptowährungen. Der Kundensupport ist per Chat und E-Mail gut erreichbar, Gebühren fallen keine an. Durch die benutzerfreundliche Oberfläche können Best Wallet sowohl Anfänger als auch Profis nutzen.
Zengo: Der Anbieter Zengo gilt als sicher und etabliert und hat mehr als 1,5 Millionen Nutzer. Auch die Auswahl an Kryptowährungen kann sich sehen lassen. Ein Manko: Die Auszahlungsmöglichkeiten sind eingeschränkt und in der kostenlosen Version fehlen wichtige Funktionen. Der Kundensupport ist per In-App-Chat und E-Mail erreichbar, allerdings dauert es etwas, bis eine Antwort kommt. Grundsätzlich ist Zengo ein vertrauenswürdiger Anbieter mit solider Grundfunktionalität. Wer mehr Funktionen möchte, muss zur kostenpflichtigen Version wechseln.
Margex: Auf den dritten Platz schafft es Margex. Der Anbieter ist sehr beliebt und richtet sich durch die Integration von Copy Trading vor allem an unerfahrene Anleger. Es gibt eine integrierte Börse und Staking-Funktionen, jedoch ist die Auswahl an Kryptowährungen begrenzt. Nutzer müssen die besten Wechselkurse zudem selbst finden. Der Kundensupport ist per E-Mail und Chat erreichbar – mit einer Reaktionszeit von wenigen Minuten im Chat. Die App ist kostenlos, es fallen aber Handelsgebühren an.
Zuletzt aktualisiert am 15. Mai 2025


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