Wie wird Bitcoin sein Energie-Problem lösen?

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Bitcoin

Bitcoin kann sich auf Rang 40, gemessen am Stromverbrauch, aller Länder weltweit einreihen. Eine neue Studie hat das wachsende Energie-Problem aufgezeigt.

Bitcoins Energiekrise erforscht

Mit der Energie einer Bitcoin Transaktion könnte ein Geschirrspüler ein Jahr lang funktionieren.

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“Wenn das Bitcoin-Netzwerk nur 200.000 Transaktionen pro Tag verarbeitet, bedeutet dies, dass der durchschnittliche Stromverbrauch pro Transaktion mindestens 300 kWh beträgt und bis Ende 2018 900 kWh pro Transaktion übersteigen könnte”, so Alex de Vires.

Das bedeutet nicht, dass Bitcoin-Transaktionen große Mengen an Energie benötigen müssten, sondern nur, dass viele Miner im Umlauf sind. Derzeit verdienen Miner etwa 100 Dollar pro Transaktion. Digiconomist schätzt den Stromverbrauch von Bitcoin Miner in seinem Bitcoin Energy Consumption Index (BEXI). Nach seinen Daten verbraucht Bitcoin jährlich 67,91 TWh, das ist knapp mehr als Chile, das mit 66 TWh auf Platz 40 der Welt liegt. Sie schätzen den Stromverbrauch pro Transaktion auf 929 kWh. Das größte Problem jedoch ist, dass erstmal keine Erholung in Sicht ist, sondern der Energieverbrauch stetig ansteigt.

 

Quelle: https://digiconomist.net/bitcoin-energy-consumption

Der Index muss die verbrauchte Energie mittels Werten aus der Vergangenheit zurückrechnen. Es beginnt damit, wie viel Geld die Miner verdienen und wie viel sie schätzungsweise für Strom ausgeben. Dann betrachtet man den Strompreis und schätzt, wie viel Strom verbraucht wird. Das Indexmodell basiert natürlich auf vielen Annahmen und Plandaten, aber es ist nahezu unmöglich, den exakten Verbrauch zu bestimmen.

 

Wird das Bitcoin Lightning Network helfen?

Das Lightning Network nimmt Bitcoin-Transaktionen aus der Blockchain, indem es Kanäle zwischen den Benutzern einrichtet. Transaktionen zwischen ihnen finden statt und werden nur in der Blockchain aufgezeichnet, wenn der Kanal geschlossen wird. Dadurch verringert sich die Anzahl der Transaktionen, die die Nodes bestätigen müssen, und damit der Energiebedarf für die Wartung des Netzes.

Der größte Teil des Stroms wird jedoch für das Bitcoin-Mining verwendet. Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Anzahl der Transaktionen in der Blockchain auf die Anzahl der Miner auswirkt. Die Bitcoin-Transaktionen haben sich seit Dezember halbiert, aber die Difficulty des Minings hat sich verdoppelt, was darauf hindeutet, dass mindestens doppelt so viel Hashleistung verwendet wird.

Die Internationale Energieagentur veröffentlichte, dass die erneuerbaren Energien bis 2022 um 40 Prozent wachsen werden, und betonte, dass die erneuerbaren Energien bei der Schaffung neuer Energiequellen dominieren. Island hat bereits gezeigt, wie es mit erneuerbarer Energie arbeiten kann. Im Wesentlichen ermöglicht erneuerbarer Strom den Betrieb des Bitcoin-Netzwerks, ohne die zugrunde liegende Struktur (PoW – Proof of Work) zu verändern.

Andere Möglichkeiten, das Problem zu lösen, sind zum Beispiel der Wechsel zum Proof-of-Stake. Digiconomist schätzt, dass Ethereum etwa ein Drittel der Strommenge verbraucht. Es gibt jedoch beim Proof-of-Stake auch einige Kritikpunkte (Zentralisierung…), sodass dies vermutlich nicht in Frage kommen wird. Solange Bitcoins geschürft werden können (Jahr 2140) und sich der Preis auf einem attraktivem Niveau befindet, scheinen erstmals nur erneuerbare Energie in Frage zu kommen.

 

Quelle: Newsbtc, Image: pixabay, CC0

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Ich beschäftige mich seit einigen Jahren täglich mit dem Thema Kryptowährungen und habe es mir zur Aufgabe gemacht, die komplexe Materie einfach darzustellen.

3 KOMMENTARE

  1. Ich denke, wenn immer mehr Menschen realisieren, dass es weitaus stromsparendere Coins gibt, die noch dazu wahrhaft anonym, dezentralisiert sind sowie kostenlose und zügige Transaktionen zulassen, werden die Menschen andere Coins vorziehen, so zum Beispiel Electra [ECA]. Ein hervorragender Coin, der alle wichtigen Attribute aufweist.

    Beste Grüße,
    Manfred

  2. Das Hauptproblem beim Mining ist günstiger Strom. Island ist da führend weil Sie einfach zu erschließende Erdwärme nutzen. Wenn man das jetzt erneuerbare Energie nennt und daraus ableitet dass deshalb irgendwie erneuerbare Energie die Lösung für den Bitcoin sei betreibt man reinste Augenwischerei. Erneuerbare Energien sind sau teuer und damit komplett wertlos für Bitcoin Miner. Das irgendjemand ein Windrad oder Solarzellen aufstellt und damit kosteneffizient mined ist komplett ausgeschlossen. Das weiß der Autor aber auch. Schließlich beschäftigt er sich ja schon sein Jahren mit Bitcoins ….

    • Hallo Uwe, vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast vollkommen Recht, um erneuerbare Energie zu fördern sind immense Anschaffungskosten notwendig und im Falle des Bitcoin Mining könnte ein solcher ROI aufgrund der steigenden Difficulty nie erreicht werden. Wir haben uns selbst mit alternativen Energiequellen beschäftigt, aber in Deutschland ist das zum Beispiel auch gar nicht so einfach. Eine Wassermühle wäre zum Beispiel interessant, aber bedeutet wieder, dass ein Grundstück mit einem Fluss/Bach und einem Wasserrecht vorhanden sein muss. Gestern habe ich einen interessanten Beitrag gesehen, in dem Landwirte Methan aus dem Kot der Tiere gewinnen und in Energie umwandeln. Dies ist natürlich nicht im geringsten ausreichend für eine Mining-Farm oder größere Mengen an Strom. Ich muss auch ehrlich gestehen im Moment sehe ich gar keine Alternative beim PoW-Mining. Ich bin aber auch kein Fan von Proof-of-Stake und daher finde ich persönlich einen Umstellung nicht von Vorteil. Viele Grüße Patrik

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