Viele große Unternehmen wie beispielsweise Strategy (ehemals MicroStrategy) oder MetaPlanet setzen auf Bitcoin und erhöhen kontinuierlich ihre Bestände. Das soll das Vertrauen von Investoren stärken. Betrachtet man jedoch die jeweiligen Aktien, erkennt man bei manchen eine gegenteilige Entwicklung – und ein doppeltes Risiko für Investoren.
Aktien von Bitcoin-Treasury-Companies um 50 bis 80 Prozent gefallen
In diesem Jahr berichteten mehrere Quellen – darunter auch Coincierge – darüber, dass immer mehr Unternehmen auf den Bitcoin (BTC) setzen und ihre Krypto-Bestände kontinuierlich erhöhen. Das bekannteste Beispiel ist an der Stelle der Softwarehersteller Strategy. Die Firma hält mehr als 635.000 BTC im Wert von über 71 Milliarden US-Dollar.
Für viele ist der Bitcoin zu einer Kernstrategie geworden – entweder als Reserve oder um langfristig Investoren für sich zu gewinnen. Der Schuss könnte jedoch nach hinten losgehen. Während das Anhäufen von Bitcoin zwar auf stetiges Wachstum hindeutet, erzählen die Aktien mancher dieser Unternehmen eine ganz andere Geschichte. In den letzten drei Monaten sind viele um 50 bis 80 Prozent eingebrochen (Quelle: The Coin Republic).
Doppeltes Risiko für Investoren
Ein Beispiel dafür ist laut „The Coin Republic“ MetaPlanet, dessen Aktie in den vergangenen 18 Monaten zwölf Abwärtsphasen erlebte. Die Rückgänge lagen durchschnittlich bei 32 Prozent. Die längste Phase mit einer Dauer von fast vier Monaten sorgte für ein Minus über 78 Prozent. Besonders überraschend: Von zwölf Phasen kam es nur bei fünf zu einem gleichzeitigen Bitcoin-Rückgang. Die übrigen waren von der Kursbewegung der Kryptowährung losgelöst und konnten auf unternehmerische Entscheidungen zurückgeführt werden.
Das zeigt: Aktien von Bitcoin-Treasury-Companies sind kein Ersatz für den direkten Kauf von Bitcoin. Wer nur in den BTC investiert, muss mit Kursschwankungen rechnen. Wer in Aktien eines Unternehmens investiert, das Bitcoin hält, geht ein doppeltes Risiko ein. Schließlich kommt noch die Gefahr von Einbrüchen durch unternehmensinterne Entscheidungen hinzu.
Analysten erwarten schwachen Bitcoin-September
Historisch betrachtet fällt der Bitcoin-Kurs häufig im September. Seit 2013 liegt die Monatsrendite im Schnitt bei minus drei Prozent, manchmal sogar mehr. Bei vielen Tradern hat sich schon der Begriff „Septembear“ etabliert – als Bezeichnung für einen baerischen (= schwachen) September. Das ist zwar für reine Bitcoin-Anleger in der Regel kein Grund zur Panik, Treasury-Companies hingegen könnten gezwungen sein, ihre Käufe zu verlangsamen.
Denn die Bitcoin-Strategie funktioniert nur, solange es nicht zu stärkeren Korrekturen kommt. Selbst ein Rückgang um zehn bis 15 Prozent könnte die Aktie eines der Unternehmen hart treffen.
Doch wie steht es um den Bitcoin aktuell? Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung notiert das Krypto-Urgestein bei rund 112.000 US-Dollar und befindet sich damit innerhalb von 24 Stunden mit 1,11 Prozent im Plus. In den vergangenen sieben Tagen ging es um 2,17 Prozent bergauf. Nur im Monatsrückblick bleibt es bei einem leichten Minus von 1,54 Prozent.
Zum Weiterlesen:
- Bitcoin-Prognose: Wie könnte sich die Kryptowährung langfristig entwickeln?
- Bitcoin kaufen: So geht’s
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Zuletzt aktualisiert am 5. September 2025




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