Long-Term Holder nehmen gerade Gewinne mit, während Short-Term Holder den Kurseinbruch standhalten.
Nach Bitcoin-Crash: 363.000 BTC wechseln ihre Besitzer
On-Chain-Daten zeigen, dass langjährige Anleger ihre Bestände verkauft haben, als der Bitcoin kurzzeitig wieder über 104.000 US-Dollar stieg. Short-Term Holder hingegen sitzen den Kurseinbruch bisher aus. (Quelle: CryptoPotato). Insgesamt haben so rund 363.000 BTC ihre Besitzer gewechselt – von Long-Term Holdern (LTH) zu Short-Term Holdern (STH). Das ist laut JA Maartunn ein klares Zeichen für Gewinnmitnahmen in der mittleren Phase des Bullenmarkts.
„LTHs bilden Böden; STHs bilden Spitzen“, erklärte er in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter). Statt erneuter Akkumulation setzen viele eher auf Gewinnmitnahmen. Analysten sehen darin einen entscheidenden Moment: Ob der Bitcoin (BTC) über 100.000 US-Dollar bleibt, hängt nun davon ab, welche Seite zuerst nachgibt.
Immer mehr ältere Bestände werden bewegt
Long-Term Holder besitzen rund 73,6 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots. Das sind etwa 14,62 Millionen BTC. Gleichzeitig bewegen sich aber immer mehr ältere Bestände. Allein in den letzten zwölf Monaten wurden 1,17 Millionen BTC aus inaktiven Wallets transferiert.
Erst vor kurzem haben HODLer (HODL = Hold on for dear life) Bitcoin im Wert von 33 Milliarden US-Dollar verkauft – und auch eine seit 14 Jahren unberührte Wallet aus Satoshi-Zeiten hat 150 Bitcoin im Wert von mehr als 16,6 Millionen US-Dollar (Stand: Ende Oktober) bewegt. Das sorgt für Verunsicherung bei den Anlegern. Ist der Bitcoin-Hype vorbei oder geht es nur darum, wer den längeren Atem hat?
Bitcoin-Entwicklung am seidenen Faden?
Entscheidend ist laut Maartunn nun, ob Short-Term Holder abwarten können. Wenn auch sie aufgeben und ihre Positionen verkaufen, könnte der Bitcoin weiter fallen. Andernfalls könnte ihr Aussitzen den Grundstein für eine neue Aufwärtsbewegung bieten.
Der Fear & Greed Index signalisiert derzeit „Extreme Angst“, was historisch oft lokale Tiefpunkte markiert. Allerdings liegen die Börsenbestände mit 2,38 Millionen BTC auf einem Siebenjahrestief, was eigentlich auf geringen Verkaufsdruck hindeutet. Für viele Anleger dürfte es sich aber anders anfühlen.
Analysten sehen die Zone zwischen 100.000 US-Dollar bis 104.000 US-Dollar als potenzielle Basis für eine Erholung. Laut Michaël van de Poppe würde ein Anstieg über 112.000 US-Dollar die Rückkehr zum Bullentrend bestätigen.
Michael Saylor hat wenig Worte übrig
Wenn es nach Michael Saylor geht, gibt es nur eins zu tun: Bitcoin kaufen. In einem Beitrag auf X schreibt er zur aktuellen Entwicklung lediglich: „Bitcoin on sale“ (= Bitcoin im Angebot)
MICHAEL SAYLOR: "Bitcoin on sale" 🟧 pic.twitter.com/rR6Qi9TOml
— Bitcoin Archive (@BTC_Archive) November 6, 2025
Mehreren Medienberichten zufolge kaufte sein Bitcoin-Unternehmen Strategy (früher MicroStrategy) zwischen Ende Oktober und Anfang November 397 BTC für 45,6 Millionen US-Dollar. Er scheint damit ungebrochen an die langfristige Zukunft des Krypto-Urgesteins zu glauben.
Doch wie steht der Bitcoin-Kurs im Moment? Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung wird die Kryptowährung für rund 103.400 US-Dollar gehandelt. Das entspricht einem leichten Plus von 0,47 Prozent innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen sieben Tagen ging es jedoch um 4,06 Prozent bergab – und auch im Monatsrückblick verzeichnet der BTC ein Minus von 16,41 Prozent.
Zum Weiterlesen: Bitcoin Prognose 2025, 2030 & 2040: BTC Kurs und Entwicklung
Zuletzt aktualisiert am 6. November 2025

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