
Bitcoin kann sich heute zwar etwas erholen und wieder über die Marke von 64.000 US-Dollar steigen. Damit verteidigt BTC zunächst die Tiefs rund um 60.000 US-Dollar, während auf Wochensicht eher eine Seitwärtsbewegung dominiert.
Dennoch bleibt das große Bild angeschlagen: Der Kurs notiert weiterhin rund 50 Prozent unter dem Allzeithoch, der übergeordnete Abwärtstrend ist intakt und viele Marktteilnehmer fragen sich, ob die jüngste Stabilisierung bereits ein Boden ist.
Genau hier liefern aktuelle On-Chain-Analysen ein gemischtes Bild. Einige Daten sprechen für beginnende Bodenbildung, andere warnen jedoch, dass dem Markt noch die finale Kapitulation fehlen könnte.
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Warum der Bitcoin-Bärenmarkt laut Cycle Momentum noch nicht vorbei scheint
Die Analyse von CryptoQuant verweist auf den sogenannten Bitcoin Cycle Momentum Indicator. Dieser Indikator soll zyklische Marktphasen sichtbar machen und unterscheidet grob zwischen bullischem Momentum, neutralen Bereichen und bearischem Momentum. Entscheidend ist dabei aktuell: Der Indikator liegt weiterhin unterhalb der neutralen Zone von 0. Damit ist aus Sicht der Analyse noch keine bestätigte Trendwende erkennbar.
Bitcoin Cycle Momentum Indicates The Bear Market Is Not Over Yet
“Historically, this range has formed the main support levels for BTC. However, to confirm a trend reversal, the price must form a bullish pattern with the indicator breaking above the Neutral zone.” – By @gaah_im pic.twitter.com/5cOAKV6WtG
— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) June 22, 2026
Zwar hat der Indikator zuletzt einen Bereich um minus 30 Punkte erreicht. Genau diese Zone war historisch häufig ein Bereich, in dem Bitcoin wichtige Unterstützungen ausbildete oder sich einem zyklischen Boden näherte. Doch Unterstützung ist nicht gleich Trendwende. In früheren Marktzyklen reichte es nicht aus, dass Bitcoin nur in einen überverkauften Bereich fiel. Vielmehr musste der Preis anschließend ein bullisches Muster ausbilden, während der Momentum-Indikator wieder über die neutrale Zone stieg.
Genau dieser zweite Teil fehlt aktuell noch. Bitcoin hält sich zwar oberhalb der jüngsten Tiefs, aber der Markt zeigt noch keinen klaren Beweis dafür, dass Käufer wieder dauerhaft die Kontrolle übernehmen. Solange das Cycle Momentum negativ bleibt, kann die aktuelle Erholung eher als technische Gegenbewegung innerhalb eines intakten Bärenmarkts gewertet werden. Besonders kritisch ist, dass auch 2022 und frühere Tiefphasen zunächst mehrere Erholungen auftraten, bevor der finale Boden wirklich bestätigt wurde.
Damit lautet die Kernaussage: Bitcoin befindet sich möglicherweise bereits in einer Bodenbildungszone. Doch nach dieser Analyse ist der Bärenmarkt erst dann wirklich infrage gestellt, wenn Momentum und Preisstruktur gemeinsam drehen. Bis dahin bleibt das Risiko einer weiteren Abwärtswelle bestehen.
Ist der Bitcoin-Boden doch schon drin?
Etwas konstruktiver fällt die Einschätzung von Axel Adler Jr. aus. Er verweist darauf, dass Bitcoin zunehmend wie ein Bodenbildungsprozess aussieht. Ein wichtiger Punkt ist dabei die sogenannte Long-Term-Holder-Supply. Gemeint ist das Angebot an Bitcoin, das von langfristigen Investoren gehalten wird. Laut seiner Analyse ist diese LTH-Supply auf rund 12,17 Millionen BTC angestiegen. Das zeigt, dass immer mehr Coins in die Hände langfristiger Marktteilnehmer übergehen und kurzfristige Spekulation tendenziell abnimmt.
Bitcoin is increasingly starting to look like a bottom: price has pulled back, and LTH supply has matured to 12.17M.
But there is a problem.
In previous cycles, bottoms formed at 15-20M LTH supply, while capitulation stress rose as high as 32%.
Right now, the final Sales… pic.twitter.com/3m7Uh8v9jk
— Axel 💎🙌 Adler Jr (@AxelAdlerJr) June 22, 2026
Das ist grundsätzlich positiv. Denn in früheren Bärenmärkten reifte das Angebot ebenfalls zunehmend in Richtung langfristiger Halter, bevor sich ein neuer Zyklus vorbereitete. Je mehr BTC von überzeugten Investoren gehalten werden, desto geringer kann der freie Verkaufsdruck werden. Genau darin liegt der konstruktive Teil der Analyse: Bitcoin wirkt nicht mehr wie ein Markt im frühen Crash, sondern eher wie ein Markt, der bereits viel Schmerz verarbeitet hat.
Doch auch Adler bleibt nicht uneingeschränkt bullisch. Er betont, dass frühere Böden meist erst bei 15 bis 20 Millionen BTC LTH-Supply entstanden. Aktuell liegt der Wert also noch darunter. Zudem fehle bislang der finale Sales-Pressure-Indikator, der in vergangenen Zyklen stärkere Kapitulationsphasen signalisiert hatte. Fazit: Die Struktur verbessert sich, aber das vollständige Bodenmuster ist noch nicht abgeschlossen.
Neue Kurstreiber denkbar: Wird Bitcoin durch Layer-2-Lösungen wieder spannender?
Während die klassischen On-Chain-Indikatoren noch kein eindeutiges Ende des Bärenmarkts bestätigen, könnten neue fundamentale Impulse dennoch für Nachfrage sorgen. Denn Bitcoin wird längst nicht mehr nur als digitales Gold betrachtet. Immer stärker rückt die Frage in den Vordergrund, ob BTC auch als Basis für schnellere, günstigere und programmierbare Anwendungen dienen kann. Genau hier kommen Layer-2-Lösungen ins Spiel. Sie könnten Bitcoin funktional erweitern, ohne die Sicherheit der Haupt-Blockchain aufzugeben.
Der Gedanke dahinter ist logisch: Wenn Bitcoin nicht nur gehalten, sondern auch aktiv in DeFi, Gaming, Zahlungen oder tokenisierten Anwendungen genutzt wird, könnte dies neue Nachfrage erzeugen. Ethereum und Solana haben gezeigt, wie stark Netzwerke profitieren können, wenn auf ihnen ein lebendiges Ökosystem entsteht. Bei Bitcoin ist dieses Potenzial bislang deutlich weniger ausgeschöpft. Sollte sich das ändern, könnten Layer-2-Projekte zu einem neuen Kurstreiber werden.

Ein Projekt, das in diesem Zusammenhang spannend erscheint, ist Bitcoin Hyper. Trotz schwachem Marktumfeld zeigt der Presale klare relative Stärke und konnte bereits rund 33 Millionen US-Dollar einsammeln. Das spricht für ein anhaltendes Interesse, obwohl viele Altcoins weiterhin unter Druck stehen. Bitcoin Hyper will dabei die Vorteile von Bitcoin mit der Geschwindigkeit und Skalierbarkeit von Solana verbinden. Im Zentrum steht eine Layer-2-Struktur, die Bitcoin durch eine ZK-Bridge mit neuen Anwendungen kompatibler machen soll.
Besonders interessant ist der Ansatz, Bitcoin nicht zu ersetzen, sondern funktional zu erweitern. Nutzer sollen von der Sicherheit und Marke Bitcoins profitieren, zugleich aber schnellere Transaktionen und mehr Anwendungsmöglichkeiten erhalten. Zusätzlich sorgt das Staking mit aktuell rund 36 Prozent APY für weiteres Momentum im Presale.
Zuletzt aktualisiert am 22. Juni 2026



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