Der Bitcoin-Preis ist auf 82.000 US-Dollar (= 75.000 Euro) gefallen. Lohnt sich jetzt der Einstieg? Das spricht dafür – und dagegen.
Starke Marktschwankungen und ein Dip nach dem anderen: Sollten Anleger jetzt einsteigen?
In den letzten sieben Tagen erlebte der Bitcoin (BTC) starke Marktvolatilität. Nach dem ersten Krypto-Gipfel im Weißen Haus stürzte das Krypto-Urgestein von rund 92.000 US-Dollar auf 77.000 US-Dollar ab. Kurzzeitig erholte sich der Coin dann wieder und kämpfte sich auf 86.000 US-Dollar zurück. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung ist die Kryptowährung erneut gefallen – auf 82.000 US-Dollar –, was einem Minus von 1,67 Prozent innerhalb 24 Stunden entspricht.
Anleger fragen sich nun zurecht: Wiederholen sich 2021 und 2022? Ist jetzt der Moment für den Einstieg gekommen? Damals war der BTC aufgrund wirtschaftlicher Krisen sehr stark eingebrochen. 2021 auf etwa 30.000 US-Dollar, 2022 sogar noch tiefer auf 20.000 US-Dollar. Wer damals investiert hat, konnte sich beim Allzeithoch von rund 110.000 US-Dollar über ein gigantisches Wachstum freuen.
Ob sich das nun wiederholt? Bitcoin-Prognosen sind wie immer schwierig. Während die einen über das Aus der Kryptowährung spekulieren (ein bekanntes Beispiel dafür ist Bitcoin-Kritiker Peter Schiff), erwarten die anderen ein Wachstum auf Millionenhöhe. Von Letzterem ist unter anderem Michael Saylor, CEO von Strategy (ehemals MicroStrategy) überzeugt.
Wie gewöhnlich ist nicht nur der Bitcoin allein betroffen. Der gesamte Markt wurde in Mitleidenschaft gezogen. Andere beliebte Kryptowährungen wie Ethereum (ETH) oder Solana (SOL) erlebten ebenfalls starke Rückgänge. Das verdeutlicht wieder einmal, wie instabil der Sektor sein kann. Zusätzliche Belastung entsteht durch geopolitische Spannungen und Handelskonflikte zwischen den USA und China.
Pro und Contra – Was für und gegen den Bitcoin spricht
Betrachten wir das ganze Dilemma einmal nüchtern. Welche Argumente sprechen für und welche gegen einen Bitcoin-Kauf?
Pro
Für einen Kauf spricht Folgendes:
- Potenzial für hohe Renditen: In der Vergangenheit hat der Bitcoin im Vergleich zu anderen Anlagearten am besten performt und Anlegern hohe Gewinne beschert.
- Dezentrales System: Die Dezentralität von Bitcoin macht ihn besonders attraktiv für Anleger, die sich gegen Inflation absichern möchten.
- Begrenztes Angebot: Bitcoins sind nicht unendlich viele verfügbar. Insgesamt gibt es ein „Kontingent“ von 21 Millionen Bitcoins. Begrenztes Angebot sorgt in der Regel für eine hohe Nachfrage – und entsprechend hohe Preise.
- Einfacher Zugang: Wer sich für ein Investment entscheidet, muss nicht lange warten und suchen. Anleger können rund um die Uhr Bitcoin erwerben – auf Handelsplattformen wie Coinbase oder Binance oder bei Banken wie beispielsweise N26.
Contra
Es gibt aber auch Argumente, die gegen einen Kauf sprechen. Dazu gehören:
- Marktschwankungen und hohe Volatilität: Kryptowährungen sind wesentlich riskanter als altbekannte Geldanlagen oder ETFs. Anleger können zwar deutlich mehr gewinnen, aber auch verlieren. Das Risiko sollte jedem bewusst sein.
- Fehlende Rahmenbedingungen: Auch wenn Kryptos immer beliebter werden und auch bei klassischen Institutionen Akzeptanz finden, bleibt regulatorische Unsicherheit.
- Hoher Energieverbrauch: Aus ökologischer Sicht ist der Bitcoin aufgrund seines hohen Energieverbrauchs bedenklich.
- Kein klarer praktischer Nutzen: Wie nützlich der Bitcoin ist, hängt von der Perspektive ab. Zwar gibt es echte Anwendungsfälle, aber ob der Coin langfristig als Währung oder eher als digitales Wertaufbewahrungsmittel verwendet wird, bleibt unklar.
Der aktuelle Rückgang des Bitcoin-Kurses stellt Fans der Kryptowährung vor die Frage, ob jetzt ein geeigneter Zeitpunkt für einen Einstieg ist. Die Entscheidung sollte sorgfältig abgewägt werden. Grundsätzlich gilt: Aufgrund der hohen Volatilität und der bestehenden Unsicherheiten sollten Anleger nur Beträge investieren, auf die sie im Ernstfall verzichten können.
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Zuletzt aktualisiert am 16. März 2025


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