
Bitcoin fällt innerhalb der vergangenen 24 Stunden um rund 1 Prozent und zeigt damit erneut leichte Schwäche. Zwar hält sich die größte Kryptowährung seit inzwischen rund einem halben Jahr deutlich über dem Tief des laufenden Bärenmarkts, eine nachhaltige Erholung ist bislang jedoch ausgeblieben. Stattdessen bewegt sich BTC weitgehend seitwärts, während Handelsvolumen, Interesse und Dynamik überschaubar bleiben.
Auch aktuell entsteht trotz eines leicht verbesserten Momentums noch kein klarer Befreiungsschlag. Genau hier setzt nun eine Analyse von Swissblock an: Das Momentum beginnt zwar anzuspringen, doch für ein belastbares bullisches Signal reicht die Entwicklung bislang noch nicht.
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Bitcoin-Momentum steigt – doch das Kaufsignal bleibt schwach
Nach Einschätzung von Swissblock befindet sich Bitcoin derzeit in einer sogenannten „Transition Area“. Gemeint ist damit eine Übergangsphase, in der sich das Momentum nach einer längeren Schwächephase zwar verbessert, aber noch nicht stark genug ist, um eine nachhaltige Aufwärtsbewegung zu bestätigen. Der aktuelle Anstieg des Momentums wird deshalb zunächst lediglich als „Weak Ignition“, also als schwache Zündung, eingeordnet.
Interessant ist vor allem der Vergleich mit der Entwicklung zwischen März und April. Auch damals hatte Bitcoin zunächst eine Übergangsphase erreicht. Der erste Versuch, neues positives Momentum aufzubauen, scheiterte jedoch. Anschließend kühlte sich das Signal nochmals ab, bevor eine zweite und deutlich stärkere Beschleunigung folgte. Diese erfolgreiche Wiederbelebung des Momentums leitete schließlich eine größere Expansionsphase ein. Genau diesen Ablauf nennt Swissblock nun als möglichen Fahrplan für die kommenden Wochen.
bitcoin:native Momentum is igniting, but the signal remains weak.
It has been a long road since capitulation, and the March–April sequence offers a clear roadmap:
1⃣Enter the Transition Area
2⃣Initial ignition fails
3⃣Momentum resets and reignites
4⃣Expansion is unlockedIf… pic.twitter.com/VlizwIwZ1p
— Swissblock (@swissblock__) August 6, 2026
Damit wäre selbst ein erneutes kurzfristiges Scheitern des aktuellen Momentum-Anstiegs nicht automatisch bearish. Entscheidend ist vielmehr, dass Bitcoin innerhalb der Übergangszone bleibt und das Momentum nicht wieder vollständig in den negativen Bereich zurückfällt. Ein erster fehlgeschlagener Ausbruchsversuch könnte demnach lediglich eine Zwischenphase darstellen, bevor ein neuer Anlauf folgt.
Noch fehlt allerdings die entscheidende Bestätigung. Das Momentum liegt erst nahe der sogenannten „Ignition Line“ und damit deutlich unter jenem Niveau, das Swissblock als starkes Expansionssignal interpretiert. Erst wenn sich die Dynamik weiter verbessert und anschließend auch der wichtige Schwellenbereich überwunden wird, würde sich das technische Bild deutlich aufhellen. Bis dahin bleibt Bitcoin in einer schwierigen Zwischenphase: Die Kapitulation liegt möglicherweise hinter dem Markt, doch der Beweis für einen neuen Bullenmarkt fehlt weiterhin.
Bitcoin im „Time Pain“: Geduld könnte bald belohnt werden
Eine ähnliche Einschätzung liefert der Krypto-Analyst Sykodelic. Er beschreibt die aktuelle Marktphase als sogenanntes „Time Pain“ – also eine Situation, in der weniger starke Kursverluste als vielmehr die lange Dauer der Seitwärtsbewegung Anleger zermürbt. Genau das lässt sich derzeit bei Bitcoin beobachten. Seit BTC im Februar die Marke von rund 60.000 US-Dollar erreicht hatte, sind mittlerweile etwa sechs Monate vergangen. Der Kurs notiert heute dennoch nur geringfügig höher bei rund 64.000 US-Dollar.
Besonders auffällig ist dabei die niedrige Volatilität. Allein über einen Zeitraum von mehr als einem Monat bewegte sich Bitcoin laut der dargestellten Analyse innerhalb einer Handelsspanne von weniger als neun Prozent. Für einen traditionell sehr volatilen Vermögenswert ist das eine ungewöhnlich ruhige Phase. Genau diese fehlende Bewegung könne zunehmend Frust und Unsicherheit unter Anlegern erzeugen. Nicht unbedingt weitere Verluste seien damit aktuell die größte Belastung, sondern das Gefühl, dass schlicht nichts passiert.
This is what you call "Time Pain".
Over one whole month of trading between 8%.
Crypto bros are literally losing their minds.
The stillness and lack of volatility is fear inducing.
And this is only one month over the last 6 months we have had since Bitcoin hit $60,000 in Feb.… pic.twitter.com/Nhdq7LN60q
— Sykodelic 🔪 (@Sykodelic_) August 5, 2026
Sykodelic interpretiert diese Ruhe allerdings nicht zwangsläufig negativ. Vielmehr sieht er die langwierige Konsolidierung als psychologische Belastungsprobe, bevor wieder größere Bewegungen einsetzen könnten. Die aktuelle Seitwärtsphase könnte demnach Kapital und Erwartungen regelrecht komprimieren.
Seine Kernaussage: Bitcoin dürfte nicht dauerhaft in dieser engen Struktur verharren. Nach Monaten geringer Dynamik könnten größere Kursbewegungen bevorstehen. In welche Richtung diese letztlich erfolgen, bleibt technisch zwar offen. Die lange Kompression erhöht jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass ein späterer Ausbruch deutlich dynamischer ausfällt als die Bewegungen der vergangenen Wochen.
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Zuletzt aktualisiert am 7. August 2026



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