Die DekaBank und Börse Stuttgart Digital bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich Kryptowährungen deutlich aus. Nachdem die Kooperation bislang auf institutionelle Kunden beschränkt war, rücken nun auch Privatkunden in den Fokus.
Ab dem Jahr 2026 sollen Sparkassen-Kunden Zugang zu einem regulierten Krypto-Angebot erhalten. Damit sollen Handels- und Verwahrdienstleistungen für Kryptowährungen wie Bitcoin über die Infrastruktur der Sparkassen-Finanzgruppe angeboten werden.
Die DekaBank bringt dazu ihre bereits bestehende Infrastruktur aus dem institutionellen Bereich ein, die jetzt für den Retail-Sektor weiterentwickelt wird. Gleichzeitig übernimmt die Börse Stuttgart Digital als technischer Partner die Versorgung mit Liquidität in Form von Krypto-Assets. Damit sollen einfache, sichere und effiziente Transaktionen auch für Privatnutzer möglich werden.
Komplette Wertschöpfungskette im eigenen Haus
Das geplante Angebot umfasst die gesamte Krypto-Wertschöpfungskette vom Handel über die Verwahrung bis hin zur Benutzeroberfläche. Marion Spielmann, COO der DekaBank, betont, dass man durch die hauseigene Infrastruktur möglichst viele Prozesse innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe halten wolle. Das erleichtere die Integration für die Sparkassen selbst und sorge für mehr Sicherheit und Kontrolle beim Umgang mit digitalen Assets.
Es soll sich um ein beratungsfreies Angebot handeln, das sich an technikaffine und informierte Selbstentscheider richtet. Die Einbettung in die bestehende Infrastruktur der Sparkassen soll dabei für eine nahtlose Nutzererfahrung sorgen, ganz ohne Drittanbieter oder ausländische Dienstleister.
Stuttgart Digital als starker Infrastrukturpartner
Die Börse Stuttgart Digital stellt mit ihrer institutionellen Brokerage-Lösung die technische Basis für das Angebot bereit. Sie gehört zur Börse Stuttgart Group und versteht sich als europäischer Vorreiter im Bereich Krypto-Infrastruktur. Das Unternehmen ist vollständig in Deutschland reguliert und erfüllt bereits die Anforderungen der europäischen MiCA-Verordnung.
CEO Dr. Matthias Voelkel hebt hervor, dass viele führende Finanzinstitute in Europa bereits auf die Infrastruktur der Börse Stuttgart Digital vertrauen. Das neue Projekt mit der DekaBank markiere einen weiteren Schritt in der Mission, Kryptowährungen auf sichere und regulierte Weise in den Mainstream zu bringen.
Ein Meilenstein für die Sparkasse
Für die Sparkassen-Finanzgruppe stellt das Vorhaben einen strategisch wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung und Krypto-Adoption dar. Bisher war der Zugang zu digitalen Vermögenswerten für viele Kunden nur über externe Plattformen möglich. Mit dem neuen Angebot erhalten Sparkassen-Kunden erstmals die Möglichkeit, direkt über ihre Bank unter Einhaltung sämtlicher regulatorischer Standards und eingebettet in eine vertraute Bankenlandschaft mit Kryptowährungen zu handeln.
Dass die Kooperation bereits seit 2024 im institutionellen Bereich erfolgreich läuft, gibt beiden Partnern das nötige Vertrauen, den nächsten Schritt zu wagen. Mit dem geplanten Start im Jahr 2026 könnte das Projekt zum Vorbild für andere Bankengruppen in Europa werden.




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