Ethereum vor Mega-Upgrade? Diese Zahlen überraschen

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Ethereum bleibt die zweitwertvollste Kryptowährung der Welt und bringt weiterhin rund hunderte Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung auf die Waage. Dennoch enttäuscht die Kursentwicklung viele Anleger. Vom Allzeithoch ist ETH noch immer rund 50 Prozent entfernt, während Bitcoin zuletzt deutlich mehr relative Stärke zeigte. Auch der erhoffte Ausbruch aus der monatelangen Seitwärtsrange blieb bislang aus, so die Ethereum Prognose:

Im direkten Vergleich zu Bitcoin wirkt Ethereum aktuell schwach. Fundamental zeichnet sich jedoch ein völlig anderes Bild ab. Denn während der Markt stagniert, arbeiten Entwickler mit Hochdruck an der Infrastruktur der Zukunft. Die Ethereum-Blockchain könnte sich in den kommenden Jahren drastisch verändern – schneller, günstiger und leistungsfähiger als je zuvor.

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Ethereum-L1 skaliert plötzlich massiv – Analysten sehen Wendepunkt

In der Ethereum-Community sorgt derzeit eine neue Analyse von Ryan Sean Adams für Aufmerksamkeit. Der Analyst argumentiert, dass Ethereum-L1 nach Jahren der Stagnation plötzlich enorme Fortschritte bei der Skalierung macht. Genau das könnte langfristig zu einem fundamentalen Wendepunkt für das Netzwerk werden.

Die erste zentrale Erkenntnis der Grafik: Ethereum verharrte laut Darstellung rund vier Jahre lang bei einem Gas-Limit von etwa 30 Millionen. Das bedeutete faktisch eine längere Phase ohne große Skalierungsschritte auf Layer-1-Ebene. Nun habe sich die Entwicklung jedoch drastisch beschleunigt. Innerhalb von nur zwölf Monaten stieg das Gas-Limit laut Analyse von 30 Millionen auf zunächst 36 Millionen, später 45 Millionen und inzwischen bereits auf 60 Millionen.

Besonders spannend ist jedoch der nächste Schritt. Mit dem geplanten „Glamsterdam“-Upgrade soll Ethereum laut Prognose noch 2026 auf ein Gas-Limit von 200 Millionen steigen. Die Grafik leitet daraus einen massiven Sprung bei der theoretischen Leistungsfähigkeit ab. Während Ethereum heute laut Darstellung etwa 25 TPS verarbeitet, könnten es mit Glamsterdam bereits rund 83 TPS werden.

Die zweite wichtige Erkenntnis der Analyse: Das Wachstum beschleunigt sich inzwischen schneller als die ursprünglich angepeilte Skalierungsrate von 3x pro Jahr. Laut Grafik entspräche der Sprung von 30 Millionen auf 200 Millionen Gas einem Wachstum um das 6,67-Fache innerhalb nur eines Jahres.

Noch ambitionierter wirkt der langfristige Ausblick. Die Grafik projiziert bis 2030 ein sogenanntes „Lean Ethereum“ mit rund 10.000 TPS. Damit würde Ethereum in völlig neue Leistungsdimensionen vordringen und sich deutlich stärker als globale Infrastruktur für Finanzanwendungen, Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte positionieren.

Genau darauf spielt auch der virale Post von Ethereum Daily an. Dort heißt es, Ethereum entwickle sich derzeit „mit atemberaubender Geschwindigkeit“, obwohl sich der Markt noch in einem übergeordneten Abschwung befinde. Die Kernaussage: Das Ethereum des nächsten Marktzyklus könnte mit dem heutigen Netzwerk kaum noch vergleichbar sein.

Glamsterdam könnte Ethereum grundlegend verändern

Nachdem Ethereum mit „Pectra“ und „Fusaka“ bereits wichtige technische Fortschritte umgesetzt hat, richtet sich der Blick der Entwickler nun auf das womöglich ambitionierteste Upgrade der kommenden Jahre: Glamsterdam. Während Pectra im Jahr 2025 vor allem flexiblere Wallet-Strukturen, effizienteres Staking und Verbesserungen für Rollups brachte, konzentrierte sich Fusaka anschließend stärker auf Datenverfügbarkeit und höhere Gaslimits. Damit wurden wichtige Grundlagen geschaffen, um Ethereum langfristig deutlich leistungsfähiger zu machen.

Genau hier setzt Glamsterdam nun an. Das Upgrade soll nicht nur einzelne Optimierungen liefern, sondern Ethereum Layer 1 selbst massiv skalieren. Im Mittelpunkt stehen höhere Geschwindigkeit, deutlich mehr Kapazität und gleichzeitig die langfristige Stabilität des Netzwerks. Besonders bemerkenswert: Ethereum versucht dabei weiterhin, die Dezentralisierung nicht aufzugeben – ein zentraler Unterschied zu vielen konkurrierenden Hochgeschwindigkeits-Blockchains.

Eine zentrale technische Neuerung ist die sogenannte „Proposer-Builder-Separation“, kurz ePBS. Dabei werden die Rollen beim Erstellen von Blöcken klar getrennt und direkt im Ethereum-Protokoll verankert. Bislang war Ethereum bei diesem Prozess teilweise auf externe Relays angewiesen. Mit ePBS könnte dieser Ablauf künftig deutlich effizienter und sicherer werden.

Der entscheidende Vorteil liegt jedoch in der Skalierung. Durch die neue Struktur könnten größere Datenmengen verarbeitet werden, während Validatoren gleichzeitig mehr Zeit erhalten, neue Blöcke im Netzwerk zu verbreiten. Genau das gilt als wichtiger Hebel, um die Leistungsfähigkeit von Ethereum-L1 massiv auszubauen.

Passend dazu kursiert inzwischen auch das Ziel eines Gaslimits von 200 Millionen nach Glamsterdam. Das wäre ein gewaltiger Sprung gegenüber den jahrelang nahezu unveränderten 30 Millionen Gas. Viele Analysten sehen darin ein Signal, dass Ethereum künftig nicht mehr nur über Layer-2-Lösungen skalieren möchte, sondern die Basis-Blockchain selbst deutlich leistungsfähiger machen will.

Sollte dieser Ansatz funktionieren, könnte Ethereum in den kommenden Jahren schneller, günstiger und wesentlich skalierbarer werden – ohne dabei seine zentrale Stärke der Dezentralisierung vollständig aufzugeben.

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Zuletzt aktualisiert am 6. Mai 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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