Krypto News: CZ dementiert – kein Einstieg der Trump Familie bei Binance

„Trump Familie steigt bei Binance ein und Changpeng Zhao wird begnadigt“, diese und ähnliche Meldungen geisterten gestern durch die Medien. Genauer gesagt dreht sich die Meldung um ein (angebliches) Gespräch um eine Investition der Trump Familie in BinanceUS, das allerdings bereits 2024 stattgefunden haben soll. Außerdem soll Binance in dem Gespräch darum gebeten haben, CZ zu begnadigen, damit er wieder in eine Führungsposition zurückkehren kann. Darüber hinaus hätte eine solche Investition , also sprich der Präsidentenfamilie, dazu geführt, dass Binance wieder in den amerikanischen Markt zurückkehren könnte. Doch CZ dementierte dieses Gespräch in einem längeren Post auf X.

Dort postete er sinngemäß, dass die Meldung falsch sei und er mit niemandem über einen Binance US-Deal gesprochen hätte. „Kein Schwerverbrecher hätte etwas gegen eine Begnadigung einzuwenden, insbesondere da er der einzige in der Geschichte der USA ist, der jemals wegen einer einzigen BSA-Anklage zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde.“ Danach kam noch eine Verschwörungstheorie und dass CZ sich freuen würde, Kryptowährungen überall großartig zu machen, in den USA und dem Rest der Welt.

CZ: In den USA verurteilt wegen Geldwäsche

Bereits im Jahr 2023 war in den USA Klage gegen BinanceUS und den damaligen CEO Changpeng Zhao erhoben worden. Der Vorwurf lautete unter anderem auf Verstoß gegen das Geldwäschegesetz und Umgehung der Sanktionen gegen Russland und den Iran. Unter anderem soll Binance Transaktionen von Al-Kaida oder der Hamas zugelassen haben.

Ein Gericht in Seattle verurteilte Zhao dann zu einer Haftstrafe von lediglich vier Monaten und blieb damit weit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine dreijährige Haftstrafe forderte. Außerdem musste er eine Strafe von 50 Millionen US-Dollar zahlen und er darf für drei Jahre keinen Managerposten bei Binance. Zuvor waren Chatverläufe aufgetaucht, die die Vorwürfe gegen Zhao unbestreitbar belegten. Auch das Unternehmen Binance wurde zu einer Strafzahlung von 4,3 Milliarden US-Dollar verurteilt.

SEC reichte ebenfalls Klage gegen Binance ein

Ebenfalls im Jahr 2023 reichte die SEC, die US-amerikanische Börsenaufsicht, damals noch unter Leitung von Gary Gensler, ebenfalls Klage gegen die größte Kryptobörse der Welt ein. Damals warf die SEC Binance unter anderem vor, Kundengelder zweckentfremdet und das Handelsvolumen künstlich aufgebläht zu haben sowie Investoren über die Marktüberwachung zu täuschen.

Im Februar 2025 einigten sich Binance und die SEC auf eine 60-tägige Aussetzung der Zivilklage. Kurz zuvor war innerhalb der SEC die Arbeitsgruppe Überprüfung der Kryptwährungsregulierung unter der Leitung von „Krypto-Mom“ Heister Pierce gegründet worden. Am Ende der Streitfrist werden beide Parteien einen gemeinsamen Statusbericht vorlegen.

Auch im Jahr 2023 beantragte Binance in Deutschland eine Bafin Lizenz – und scheiterte krachend an den hohen Anforderungen. Auch aus Frankreich, Österreich und Großbritannien musste Binance sich zurückziehen.

Ermittlungen in Frankreich

In Frankreich wird gegen Binance seit Januar 2025 wegen Geldwäscheverdachts und dem illegalen Betrieb einer Plattform ermittelt. Die Fälle sollen sich über den Zeitraum 2019 bis 2024 ereignet haben. Die Ermittlungen ergaben außerdem, dass Binance nicht den Sorgfaltspflichten bezüglich Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung nachgekommen ist. Überdies habe die Plattform möglicherweise Straftaten wie Steuerhinterziehung und Drogenhandel billigend in Kauf genommen. In Australien wurden im Dezember 2024 von der australischen Börsenaufsicht rechtliche Schritte gegen die australische Tochter von Binance eingeleitet.

Zuletzt aktualisiert am 14. März 2025

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