Krypto News: Do Kwon an die USA ausgeliefert – TerraLuna Gründer plädiert auf nicht schuldig

Krypto News Terra-Gründer Do Kwon Milliarden gebunkert! Doch Binance sperrt die Gelder

Nach langem juristischem Tauziehen ist der Gründer der zusammengebrochenen Kryptowährung TerraLuna Do Kwon nun doch an die USA ausgeliefert worden. Im März 2023 war Kwon mit gefälschten Papieren in Montenegro verhaftet worden. Von dort aus wollte er eigentlich gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Hon Chan Yun nach Dubai ausreisen. Nach der Verhaftung begann ein erbitterter Kampf um die Auslieferung, denn auch in seinem Heimatland Südkorea wird er strafrechtlich verfolgt. Inzwischen erhielten die USA den „Zuschlag“ und Do Kwon wurde am 2. Januar ausgeliefert, wo er sich zurzeit in Untersuchungshaft befindet. Bei dem Zusammenbruch des TerraLuna Ökosystems wurden etwa 40 Millionen US-Dollar vernichtet.

Erste Anhörung am Tag der Auslieferung

Am Tag seiner Auslieferung wurde Do Kwon dann auch gleich vor einem US-Gericht vorgeführt. Er erschien am Donnerstagnachmittag vor Richter Robert Lehrburger vom Southern District of New York in Manhattan und gab dort seine Stellungnahme ab. Do Kwon willigte außerdem ein, dass er ohne Kaution festgehalten wird. Während der Anhörung plädierte Kwon auf „nicht schuldig“. Der nächste Termin ist für den 8. Januar anberaumt.

Das TerraLuna Mastermind ist wegen seiner Rolle bei dem Zusammenbruch der Blockchain beziehungsweise des Stablecoin UST und der Schwesternwährung Luna in insgesamt 9 Punkten angeklagt, darunter Geldwäsche, Handelsbetrug, Wertpapierbetrug und Verschwörung. Sollte Kwon verurteilt werden, drohen ihm viele Jahre Gefängnis. Bis zu 130 Jahre stehen im Raum. Bereits im Juni dieses Jahres wurden Kwon und Terraform Labs zivilrechtlich zu einer Zahlung von 4,5 Milliarden US-Dollar in den USA verurteilt. Kwon willigte ein, gesamtschuldnerisch mit Terraform Labs 110 Mio. USD Gewinn und 14.320.196 US-Dollar Zinsen sowie eine Zivilstrafe in Höhe von 80 Millionen US-Dollar zu zahlen. Terraform Labs ist inzwischen insolvent.

Monatelanges Gerangel um Auslieferung

Do Kwons Geschäftspartner, der gemeinsam mit ihm geflohen und ebenso in Montenegro verhaftet worden war, wurde an Südkorea ausgeliefert. Im Falle Do Kwons entschied der montenegrinische Justizminister allerdings, dass eine Auslieferung an die USA erfolgen soll. Im Vorfeld gab es, wie bereits oben erwähnt, ein monatelanges juristisches Tauziehen. Mehrfach wurden Urteile wieder kassiert. Seine Entscheidung für die USA begründete der Justizminister damit, dass die meisten gesetzlichen Kriterien das Auslieferungsgesuch der USA unterstützen würden. Bis zuletzt hatten Do Kwons Anwälte versucht, eine Auslieferung an die USA zu verhindern. Diese kündigten nun an, eine Klage am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einzureichen.

LUNC und LUNA mit leichtem Kursplus

Aufgrund des Zusammenbruchs der TerraLuna Blockchain gab es eine Hardfork, weswegen es jetzt, vereinfacht erklärt, zwei Lunas im Kryptouniversum gibt. Den „alten“ Luna, jetzt Luna Classic (LUNC) und den neuen Luna (LUNA).Beide konnten sich in den letzten 24 Stunden über ein leichtes Kursplus freuen. LUNC stieg um
3,5 Prozent auf 0,0001188 US-Dollar und LUNA um 5,66 Prozent auf 0,4705 US-Dollar.

Zuletzt aktualisiert am 3. Januar 2025

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