Krypto News: XRP ETP Start in Europa – trotzdem fällt der Kurs

Eigentlich läuft es für Ripple aktuell rund. Erst lenkte die SEC im Rechtsstreit gegen das Blockchain Projekt ein und beendet damit einen jahrelangen Gerichtsstreit. Dann startete 21Shares den ersten XPR ETP an einer europäischen Börse, genauer gesagt an der Nasdaq Stockholm.

Nur der Kurs des XRP will nicht so wirklich in Schwung kommen. Auf Wochensicht verlor XRP rund 3 Prozent und notiert derzeit bei 2,34 US-Dollar. Damit liegt der Coin knapp 38 Prozent unter seinem Allzeithoch von Januar 2018. Auch von Platz 3 im Kryptoranking musste sich XRP verabschieden und diesen wieder für Tether Räumen.

Enttäuschung strategische Krypto Reserve

Den einen Grund, warum XRP Kurs nicht so wirklich in Fahrt kommt, gibt es nicht. Vielmehr kommen mehrere Faktoren zusammen. Einer davon ist die Kryptoreserve, die so ganz anders ausfiel, als es sich der Kryptospace erhofft hat. Dabei hatte Brad Garlinghouse, der CEO von Ripple, eifrig im Weißen Haus für Kryptowährungen lobbyiert, was ihm in der Branche übrigens nicht nur Freunde machte. Der XPR galt dementsprechend bei der US-Kryptoreserve quasi als gesetzt – und dann kam die große Enttäuschung.

Zwar hat der US-Präsident eine der von ihm heißgeliebten Verfügungen unterzeichnet, dass eine Kryptoreserve eingerichtet wird. Diese beinhaltet aber lediglich die Bitcoin, die die USA sowieso schon besitzen, beispielsweise durch Beschlagnahmungen. Diese dürfen nicht verkauft werden. XRP, Solana und Co. wurden zu Kryptowährungen der „zweiten Reihe“ degradiert. Diese werden zwar „gelagert“, können aber bei Bedarf verkauft werden. Zudem wird die US-Regierung nicht aktiv nach einem Weg suchen, diese Bestände weiter auszubauen. Eigentlich hatte der Kryptospace gehofft, dass die USA sowohl ihre Altcoin als auch ihre Bitcoin Bestände aktiv weiter ausbauen. Bitcoin darf zwar gekauft werden, allerdings dürfen diese Käufe nicht zulasten der amerikanischen Steuerzahler gehen.

XRP Kurs: die makroökonomischen Faktoren

Auch die makroökonomischen Faktoren nehmen derzeit negativen Einfluss auf den XRP Kurs. Da wäre zum einen die steigende Inflation in den USA, getrieben durch die sprunghafte Zollpolitik des US-Präsidenten. Das hat wiederum Auswirkungen auf die Zinspolitik der FED. Die US-Notenbank belässt derzeit die Zinsen auf einem Niveau von 4,25 Prozent bis 4,5 Prozent. Im Vergleich: die Europäische Zentralbank senkte den Leitzins auf 2,5 Prozent. In Zeiten hoher Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit setzen Anleger lieber nicht auf Hochrisikoanlagen, zu denen Kryptowährungen ja ganz eindeutig gehören. Der Goldpreis hingegen stieg auf 3050 US-Dollar.

Wann kommen die XRP Spot ETF?

Neben Solana gilt der XRP als der nächste heiße Kandidat für einen Krypto Spot ETF in den USA. Wie bereits oben erwähnt, hat 21Shares einen XPR ETP an einer europäischen Börse gestartet. Bei einem ETP handelt es sich um ein Finanzprodukt, das den Kurs einer bestimmten Kryptowährung abbildet, aber nicht unbedingt die Coins hält. Bei einem Spot ETF ist der Vermögensverwalter hingegen verpflichtet, die echten Kryptowährungen zu halten und den aktuellen Marktpreis widerzuspiegeln.
In den USA hat das Unternehmen Grayscale bereits beantragt, seinen XRP Trust in einen XRP Spot ETF umzuwandeln. Die Genehmigung seitens der SEC steht allerdings noch aus. Vermögensverwalter wie Bitwise, Canary oder 21 Shares haben ebenfalls Anträge auf einen XRP Spot ETF bei der SEC eingereicht ist. Interessant ist allerdings, dass BlackRock bisher nicht in das Spiel miteingestiegen ist. Als der größte Vermögensverwalter der Welt im Jahr 2023 einen Antrag auf einen Bitcoin Spot ETF stellte, beschleunigte dies die Sache deutlich.

Zuletzt aktualisiert am 27. März 2025

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