Nach dem Attentat auf den Politaktivisten und Podcaster Charlie Kirk haben Krypto-Creator Memecoins erstellt – und von der Tragödie profitiert.
Memecoin-Szene nutzt Attentat auf Charlie Kirk
Am 10. September wurde der bekannte Politaktivist Charlie Kirk, der sich seit Jahren für US-Präsident Donald Trump ausspricht, auf dem College Campus der Utah Valley Universität erschossen, wo er als Gastredner auftreten sollte. Das Attentat wurde von mehreren Personen gefilmt und binnen Minuten auf Social-Media verbreitet, wo die Videos international für Aufmerksamkeit sorgten.
Wie zu erwarten, hatte das auch Auswirkungen auf den Kryptomarkt. Wie Protos in einem Artikel berichtete, gingen kurz darauf mehrere Memecoins auf den Markt und sorgten für ein makaberes „Spektakel“. Die auf der Plattform Pump.fun veröffentlichten, Kirk-bezogenen Token erreichten zeitweise Marktkapitalisierungen von bis zu 37 Millionen US-Dollar.
Launchpads like @pumpdotfun should start making filters and rules on coin launches because we should not be letting people profit off shootings and violence. pic.twitter.com/Gj2QRXOcQn
— bolivian (@_bolivian) September 10, 2025
Der User mit dem Account-Namen Bolivian schrieb auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter): „Plattformen wie Pump.fun sollten damit beginnen, Filter und Regeln für Coin-Launches zu erstellen, da wir nicht zulassen sollten, dass Menschen von Schießereien und Gewalt profitieren.“
Rug-Pulls nach Tragödien kein neues Phänomen
Der Erfolg hielt natürlich nicht lange an. Die Coins brachen innerhalb kürzester Zeit wieder ein, was klar dafür spricht, dass die Entwickler der Kryptowährungen das Geschehene für einen klassischen „Rug Pull“ missbraucht haben – mit Erfolg. Manche Creator konnten allein durch das Belohnungsprogramm von Pump.fun über 300.000 US-Dollar kassieren.
Bei dieser von Gier geprägten Masche handelt es sich um kein neues Phänomen. Wenige Tage zuvor passierte Ähnliches, nachdem die Ukrainerin Iryna Zarutska bei einer Messerattacke in einem Zug in Charlotte, North Carolina, ums Leben gekommen war. So auch beim Tod des One-Direction-Stars Liam Payne.
Während manche Personen aus der Krypto-Szene Kirks Tod für Reichweite nutzen und geschmacklose Witze reißen – die nach Kritik wieder gelöscht werden –, bekunden andere ihr Beileid. Auch republikanische und demokratische Politiker äußern sich zum Vorfall. Donald Trump bezeichnet Kirk als „Märtyrer der Wahrheit“, Ex-Präsident Barack Obama schreibt: „Diese Art von verabscheuungswürdiger Gewalt hat keinen Platz in unserer Demokratie.“
Charlie Kirk hinterlässt seine Frau Erika und zwei Kinder.
Zuletzt aktualisiert am 11. September 2025

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