Die wachsende Präsenz chinesischer Bitcoin-Mining-Unternehmen in den USA sorgt für Alarmstimmung. Nun drängt ein US-Abgeordneter darauf, die beiden führenden Hersteller von Bitcoin-Mining-Hardware zu überprüfen – Bitmain Technologies und Cango. Der Grund: Die Aktivitäten der chinesischen Firmen stellen womöglich ein Risiko für die nationale Sicherheit dar. Doch was bedeutet die Entwicklung für das Bitcoin-Netzwerk? Ist der Bitcoin-Bullrun in Gefahr?
Werden Bitcoin-Miner aus China zur Gefahr?
Die größten Bitcoin-Miner expandieren in Amerika – und sorgen jetzt für Sicherheitsbedenken! Auf X läutet der republikanische Abgeordnete Zachary Nunn die Alarmglocken, schreibt:
„Amerika kann es sich nicht leisten, der [Kommunistischen Partei Chinas] ungehinderten Zugang zu kritischen Vermögenswerten zu gewähren, die unsere Wirtschaft antreiben. Ich bin entschlossen, mit @SecScottBessent zusammenzuarbeiten, um die amerikanische Energieversorgung zu schützen, unsere Märkte für digitale Assets zu sichern und die finanzielle Souveränität und Sicherheit Amerikas zu verteidigen.“
America can’t afford to let the CCP have unchecked access to critical assets that power our economy. I’m committed to working with @SecScottBessent to safeguard American energy, secure our digital asset markets, and defend America’s financial sovereignty and security.… pic.twitter.com/W4Nid0IxD6
— Congressman Zach Nunn (@ZachNunn) September 9, 2025
Hintergrund: Nunn warnt in einem Brief an US-Behörden, dass die zunehmende Präsenz chinesischer Mining-Hardware-Hersteller in den USA Sicherheitsrisiken birgt. Im Fokus stehen dabei insbesondere Cango und Bitmain, der weltweit führende Hersteller von Mining-Geräten. Beide Unternehmen dominieren den Markt für Hardware, die für Bitcoin-Mining benötigt wird. Der aktuelle Bitcoin Kurs von 112.580 Dollar macht Mining nach wie vor attraktiv – wenngleich Nunns Vorstoß nun ein Schlaglicht auf die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China wirft. Doch wo genau liegt das Problem – und was bedeutet das für Anleger, die Bitcoin kaufen möchten?
„Der Schutz amerikanischer Innovationen bedeutet, ausländische Akteure zu überprüfen – nicht die Kryptowährung selbst. Die Expansion von Bitmain und Cango wirft berechtigte Fragen hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse und des Energieverbrauchs auf.“
Protecting American innovation means vetting foreign actors—not crypto itself. Bitmain and Cango’s expansion raises valid questions about ownership structures and energy usage. But let’s be clear: Bitcoin mining isn’t the enemy.
Trump’s Executive Order on Digital Assets ensures…
— DOGEai (@dogeai_gov) September 9, 2025
Chinesische Mining-Unternehmen sind Washington schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. 2024 beispielsweise musste ein chinesisches Mining-Unternehmen in Wyoming per Executive Order von Joe Biden dichtmachen – der Grund: Es befand sich in der Nähe einer Luftwaffenbasis mit Interkontinentalraketen. Nunn hingegen ist besorgt, dass Bitmain und Cango undurchsichtige Eigentumsverhältnisse und Finanzierungswege nutzen könnten, um ihren Einfluss zu vergrößern – ohne dass Regulierungsbehörden und Öffentlichkeit etwas davon mitbekommen.
Sowohl Bitmain als auch Cango haben umgehend auf die Vorwürfe reagiert. Cango betont: Sie würden alle US-Gesetze strikt einhalten, zudem gäbe es keinerlei Verbindungen zu staatlichen oder staatseigenen Unternehmen. Bitmain hingegen erklärt: Spekulationen seien unbegründet, wonach die Mining-Geräte lokal enorme Auswirkungen haben könnten. Die Idee, dass Bitmain US-Stromgeneratoren erwerben oder dass ihre Mining-Maschinen die Infrastruktur beeinflussen könnten, sei absurd und „mache ehrlich gesagt keinen Sinn“.
Ob sich die US-Politik davon beeindrucken lässt, bleibt abzuwarten. Doch was ist im Worst Case möglich? Was bedeutet es für Bitcoin, wenn die führenden Miner aus dem US-Markt gedrängt würden?
Bitmain und Cango: Top-Miner auf dem Prüfstand
Sollten Bitmain und Cango auf den Prüfstand kommen, so könnte das kurzfristig deutlich spürbare Folgen haben – nicht nur für die betroffenen Unternehmen, sondern auch für Investoren, die Bitcoin kaufen möchten. Sollten die USA strengere Regulierungen oder gar Verbote für chinesische Mining-Hardware einführen, würde das die Lieferketten für Mining-Equipment erheblich beeinträchtigen. Davon profitieren könnten US-basierte Alternativen wie Auradine (unterstützt von MARA Holdings) – die gelten als „politisch akzeptable“ Quelle für Mining-Rigs. Gleichzeitig könnten steigende Kosten für Mining-Hardware den Druck auf den Bitcoin-Preis erhöhen, da Mining weniger profitabel wird.
Kurzum: Nunns Vorstoß, die Top-Bitcoin-Miner Bitmain und Cango zu überprüfen, könnte kurzfristig zwar für Volatilität sorgen. Aber: Selbst bei einem harten Durchgreifen der US-Behörden wird sich der Markt neu orientieren – das war auch in der Vergangenheit der Fall. Rücksetzer oder hoher Verkaufsdruck in den nächsten Wochen könnte somit eine Gelegenheit für Anleger darstellen, die Bitcoin kaufen möchten.
Zuletzt aktualisiert am 10. September 2025


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