Miese Performance: Ethereum-Mining-GPUs von Nvidia bleiben hinter den Erwartungen zurück

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Laut Nvidias Q2-Ergebnisbericht haben die Ethereum-Mining-GPUs nicht die Erwartungen erfüllt. Und das, obwohl das Unternehmen einen Rekordanstieg der Gesamteinnahmen um 68% verzeichnen konnte.

Nvidia Q2 Umsatz steigt um 68% – doch Krypto-Mining-Karten performen schlecht

Nvidia hat den Finanzbericht für das zweite Quartal des Fiskaljahres 2022 veröffentlicht. Dem Bericht zufolge hat der Tech-Gigant einen Umsatzanstieg von 68% im Vergleich zum letzten Jahr verzeichnet.

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Trotz dieser enormen Verbesserung blieb Nvidias Produktlinie „Cryptocurrency Mining Processors“ (CMP) jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Eingeführt hat Nvidia die Serie von GPUs für Ethereum-Miner Anfang des Jahres. Den Karten fehlen zwar die meisten Funktionen von Gaming-GPUs, sie bieten dafür aber eine hohe Hashrate-Leistung.

Diese CMP-Karten erzielten im zweiten Fiskalquartal, das am 1. August endete, einen Umsatz von 266 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hatte jedoch einen Gewinn von mindestens 400 Millionen US-Dollar erwartet – eine Zahl, die um 134 Millionen US-Dollar über den Ergebnissen liegt.

Andere Bereiche des Unternehmens übertrafen jedoch die Erwartungen, denn das Unternehmen brach mehrere Rekorde. So lag beispielsweise der Umsatz des Rechenzentrums bei 2,37 Milliarden Dollar – ein Plus von 35% im letzten Jahr.

Grafikkarten, die nicht für das Ethereum- und Krypto-Mining bestimmt sind, verzeichneten mit einem Umsatz von 3,06 Mrd. US-Dollar einen enormen Anstieg von 85% im Vergleich zum letzten Jahr.

Nvidia meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2022 einen Gesamtumsatz von rund 6,5 Milliarden US-Dollar – ein Wert, der 68 % höher ist als im letzten Jahr.

Globale GPU-Knappheit und Ethereum-Mining

Infolge der Corona-Pandemie kam es zu einer globalen Siliziumknappheit, die sich auf eine Vielzahl von Branchen ausgewirkt hat – darunter auch auf Computerteile.

Eine Angebotsverknappung in Kombination mit einer noch nie dagewesenen Nachfrage hat dazu geführt, dass diese Waren zu viel höheren Preisen als üblich verkauft werden. Und die Ethereum-Miner haben die Situation nur noch verschlimmert.

Als Gegenmaßnahme zu Minern, die die für Gamer bestimmten Grafikprozessoren horten, hat Nvidia die bereits erwähnte CMP-Serie herausgebracht.

Außerdem hat das Unternehmen eine neue Version seiner normalen GPUs mit einer auf 50% reduzierten Mining-Hashrate veröffentlicht, damit die Ethereum-Miner stattdessen die CMP-Karten kaufen. Allerdings hat eine Mining-Software vor wenigen Tagen einen Workaround veröffentlicht, der die Hashrate auf bis zu 70% anhebt.

Trotz dieser Maßnahmen werden die Karten reißenden Absatz finden, da die Belohnungen für das Schürfen von ETH gut genug sind, um auch bei einer Hashrate von 50% noch rentabel zu sein.

Anfang des Jahres äußerte sich Nvidia-CEO Jensen Huang in einem Interview zu diesem Thema und sprach über Ethereum 2.0 als mögliche Lösung.

Die Umstellung von ETH auf Proof-of-Stake würde bedeuten, dass im Gegensatz zu Proof-of-Work keine hohe Rechenleistung mehr für den Betrieb von Nodes (Knoten) erforderlich ist. Dadurch könnte sich die Nachfrage etwas entspannen.

Aktuell (Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels) liegt der Ethereum-Preis bei etwa 3.200 Dollar. Er ist in den letzten 7 Tagen um 0,5% gestiegen. Der folgende Chart zeigt die Entwicklung des ETH-Preises in den letzten drei Monaten:

ETH-Kurs der letzten 3 Monate. Quelle: Tradingview.com

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Textnachweis: Bitcoinist

Zuletzt aktualisiert am 20. August 2021

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2015 bin ich erstmals mit Bitcoin in Kontakt gekommen – und seitdem lässt mich das Thema Kryptowährungen nicht mehr los. Aus diesem Grund habe ich BTC & Co. auch zum Teil meines Berufs gemacht und schreibe als freier Autor für Krypto-Publikationen.

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