Bitcoin hat nach dem Rutsch unter 60.000 US-Dollar zwar einen ersten Rebound gezeigt, doch von echter Stärke ist kaum etwas zu sehen. Der Kurs konsolidiert lediglich rund um die psychologisch wichtige Marke, während Käuferdruck weiterhin fehlt.
Genau das ist kurzfristig problematisch: Nach einem starken Abverkauf wäre normalerweise eine dynamische Gegenbewegung bullisch. Bleibt diese aus, spricht das eher für Erschöpfung und weiteres Risiko auf der Unterseite. Besonders Altcoins trifft diese Marktphase hart. Sie hatten bereits in der vergangenen Woche massiv korrigiert und zeigen nun erneut relative Schwäche gegenüber Bitcoin.
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Altcoins seit drei Jahren ohne Rendite: Der Markt zeigt extreme Schwäche
Die Analyse von Michaël van de Poppe zeigt, wie brutal die aktuelle Lage am Altcoin-Markt tatsächlich ist. Die gesamte Marktkapitalisierung der Altcoins, also der Kryptomarkt ohne Bitcoin, ist praktisch wieder auf ein Niveau zurückgefallen, das bereits vor fast 900 Tagen erreicht wurde. Anders gesagt: Wer breit in Altcoins investiert war, hat über rund drei Jahre hinweg kaum nachhaltige Rendite gesehen. Das ist ein massives Zeichen struktureller Schwäche.
The #Altcoin market capitalization has essentially roundtripped the returns of almost 900 days.
The chart shows that it couldn't break through the ATH earlier, and that it went all the way back towards the breakout level of earlier in 2023.
That's nearly 3 years of no returns.… pic.twitter.com/GRnHDq60ul
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) June 29, 2026
Besonders auffällig ist, dass der Altcoin-Markt zuvor am alten Hoch gescheitert ist. Der Ausbruch in Richtung neuer Allzeithochs gelang nicht. Stattdessen folgte eine deutliche Korrektur zurück in den Bereich, aus dem der Markt bereits 2023 ausgebrochen war. Genau diese Zone wird nun wieder getestet. Technisch betrachtet handelt es sich um einen wichtigen HTF-Support, also eine Unterstützung auf höherem Zeitrahmen. Solche Bereiche können langfristig interessant sein, weil dort frühere Käuferzonen liegen.
Kurzfristig bleibt das Bild jedoch klar angeschlagen. Der Markt wirkt müde, Momentum fehlt, und die Stimmung ist entsprechend schlecht. Dass Altcoins nach mehreren Jahren wieder am Ausgangspunkt stehen, erklärt die massive Frustration vieler Anleger. Gleichzeitig entsteht genau in solchen Phasen häufig der langfristige Boden. Doch dafür braucht es erst Stabilisierung, Volumen und echte Nachfrage. Bis dahin bleibt der Altcoin-Markt anfällig für weitere Rücksetzer.
Altcoin-Comeback? Diese Metriken machen Hoffnung
Der Analyst sieht bei Altcoins Comeback-Potenzial, weil zwei wichtige Marktmetriken aktuell an entscheidenden Punkten stehen. Erstens zeigt der OTHERS/BTC-Chart, also die Marktkapitalisierung der Altcoins im Verhältnis zu Bitcoin, eine mögliche fallende Keilformation. Diese Struktur entsteht, wenn Altcoins über längere Zeit relativ zu Bitcoin schwächer performen, der Abwärtstrend aber zunehmend enger wird. Genau das kann ein Hinweis darauf sein, dass der Verkaufsdruck nachlässt. Ein Ausbruch nach oben würde bedeuten: Altcoins gewinnen wieder relative Stärke gegenüber Bitcoin.
The altcoin season is about to begin.
The $OTHERS/BTC chart is forming a falling wedge pattern.
However, it appears this pattern will soon break and form a new uptrend pattern. pic.twitter.com/3LV722Pt0P
— CW (@CW8900) June 27, 2026
Zweitens blickt der Analyst auf die Bitcoin-Dominanz. Diese misst, wie groß der Anteil von Bitcoin an der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung ist. Steigt die Dominanz, fließt Kapital eher in Bitcoin. Fällt sie, profitieren häufig Altcoins stärker. Laut Chart befindet sich BTC.D zwar noch in einer breiten Struktur, könnte aber bei einem Bruch der aktuellen Unterstützung deutlich nach unten laufen. Genau das wäre klassisch bullisch für Altcoins, weil Kapital dann aus Bitcoin in risikoreichere Coins rotieren könnte.
The $BTC.D downward trend is continue.
Although it provided support in the current zone, the downtrend will continue.
If current support line is broken, $BTC.D will fall rapidly. This signifies the beginning of a full-scale altcoin season.
The altcoin season will continue… pic.twitter.com/7GKEbQ3QAo
— CW (@CW8900) June 27, 2026
Wichtig ist jedoch: Noch ist das kein bestätigtes Signal. Der Markt braucht klare Ausbrüche, steigendes Volumen und eine echte Rotation. Aktuell dominiert weiter Schwäche, besonders nach der massiven Korrektur der letzten Woche.
Doch gerade weil Altcoins extrem ausgebombt wirken und viele Anleger kapituliert haben, entsteht technisch ein interessantes Chance-Risiko-Verhältnis. Der Analyst sieht deshalb nicht zwingend sofort eine Altcoin-Season, aber ein Setup, bei dem ein bestätigter Breakout neues Momentum auslösen könnte.
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Zuletzt aktualisiert am 29. Juni 2026




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