Strategy und Michael Saylor bleiben Pflichtlektüre für alle, die sich intensiv mit Bitcoin beschäftigen. Kein anderes börsennotiertes Unternehmen hält annähernd so viele BTC, weshalb Entscheidungen rund um Käufe, Verkäufe und Kapitalbeschaffung regelmäßig den gesamten Markt bewegen. Zuletzt sorgten die ausbleibenden Bitcoin-Käufe für Diskussionen und teilweise erhebliches FUD. Nun folgt die nächste Meldung: Strategy hat auch in der vergangenen Woche keine weiteren Coins erworben.
Untätig war das Unternehmen dennoch nicht. Stattdessen kaufte Strategy eigene STRC-Vorzugsaktien zurück und erhöhte gleichzeitig seine strategische Dollarreserve deutlich. Beide Schritte zeigen, dass aktuell die Stabilisierung der Kapitalstruktur im Vordergrund steht.
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Strategy kauft seit fünf Wochen keine Bitcoin
Zwischen dem 20. und 26. Juli 2026 erwarb Strategy erneut keine zusätzlichen Bitcoin. Damit setzte das Unternehmen seine Kaufpause bereits die fünfte Woche in Folge fort – die längste Phase ohne neue Käufe seit Oktober 2024. Von einer mehrere Monate dauernden Pause kann allerdings noch nicht gesprochen werden. Strategy hält unverändert 843.775 BTC, für die insgesamt rund 63,69 Milliarden US-Dollar aufgewendet wurden. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt einschließlich Gebühren und Kosten bei 75.476 US-Dollar je Bitcoin.
BREAKING: Michael Saylor's Strategy bought no Bitcoin for a fifth straight week, its longest buying pause since October 2024. pic.twitter.com/CamZa8sqwH
— Coin Bureau (@coinbureau) July 27, 2026
Die Zurückhaltung dürfte weniger einen grundsätzlichen Strategiewechsel als vielmehr eine veränderte Kapitalallokation widerspiegeln. Strategy muss inzwischen nicht nur seine Bitcoin-Position verwalten, sondern auch Dividenden auf mehrere Vorzugsaktien sowie Zinsen auf bestehende Verbindlichkeiten finanzieren. Gleichzeitig verkaufte das Unternehmen in der vergangenen Woche rund 5,43 Millionen MSTR-Aktien über sein ATM-Programm und erzielte damit Nettoerlöse von etwa 544,5 Millionen US-Dollar. Dieses Kapital floss zunächst nicht in Bitcoin.
Strategy kauft STRC-Aktien zurück
Statt weiterer Bitcoin erwarb Strategy zwischen dem 20. und 26. Juli insgesamt 288.930 eigene STRC-Vorzugsaktien. Der Gesamtkaufpreis lag bei rund 25 Millionen US-Dollar, womit Strategy durchschnittlich etwa 86,52 US-Dollar je Aktie zahlte. Da der festgelegte Nennbetrag von STRC bei 100 US-Dollar liegt, konnte das Unternehmen die Papiere mit einem deutlichen Abschlag zurückkaufen. Unter dem im Juni angekündigten Rückkaufprogramm stehen weiterhin rund 975 Millionen US-Dollar für weitere Käufe von Vorzugsaktien zur Verfügung.

Aus Sicht des Managements ist dieser Abschlag attraktiv: Durch den Rückkauf werden Vorzugsaktien eingezogen, für die Strategy andernfalls weiterhin Dividenden zahlen müsste. Das Unternehmen reduziert damit seine zukünftigen Zahlungsverpflichtungen zu einem Preis unterhalb des Nennwerts. Je größer der Abschlag von STRC ausfällt, desto aggressiver will Strategy grundsätzlich zurückkaufen. Nähert sich der Kurs dagegen wieder der Marke von 100 US-Dollar, soll das Volumen sinken.
Langfristig möchte Strategy erreichen, dass STRC mit hoher Liquidität, geringer Volatilität und stabiler Nachfrage nahe 100 US-Dollar handelt. Neue STRC-Aktien sollen nach aktueller Unternehmenspolitik nicht unterhalb dieses Betrags ausgegeben werden. Zudem empfiehlt das Management, die annualisierte Dividendenrate vorerst bei 12 Prozent zu belassen, bis sich der Kurs nachhaltig stabilisiert hat.
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Dollarreserve steigt auf Rekordhoch
Parallel zu den Rückkäufen erhöhte Strategy seine US-Dollarreserve um 525 Millionen US-Dollar auf ein neues Rekordniveau von 3,75 Milliarden US-Dollar. Das zusätzliche Kapital stammt aus dem Verkauf gewöhnlicher MSTR-Aktien über das laufende ATM-Programm. Nach Angaben des Unternehmens reicht die Reserve inzwischen aus, um ungefähr 25 Monate der erwarteten Dividendenzahlungen auf die ausgegebenen Vorzugsaktien abzudecken.
Strategy has increased its USD Reserve by $525 million, achieving 2.1 years of dividend coverage. As of 7/26/2026, we hodl ₿843,775 in our BTC Reserve and $3.75 billion in our USD Reserve. $MSTR $STRC https://t.co/Diy0008VE5
— Michael Saylor (@saylor) July 27, 2026
Die Reserve soll in erster Linie die Zahlung von Vorzugsdividenden und Zinsen auf bestehende Schulden absichern. Wichtig ist dabei die klare Trennung der Kapitaltöpfe: Strategy darf die Dollarreserve laut eigener Richtlinie nicht für STRC-Rückkäufe verwenden. Diese sollen aus anderen Quellen finanziert werden – beispielsweise durch weitere Verkäufe von MSTR-Aktien oder, abhängig von den Marktbedingungen, möglicherweise auch durch Bitcoin-Verkäufe.

Die Aufstockung reduziert kurzfristig das Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko. Strategy schafft damit einen größeren Sicherheitspuffer, ohne seine Bitcoin-Bestände antasten zu müssen. Gleichzeitig zeigt die Maßnahme, dass das Geschäftsmodell inzwischen komplexer geworden ist: Neben dem Aufbau der BTC-Reserve muss Strategy eine wachsende Zahl dividendenpflichtiger Wertpapiere bedienen. Die aktuelle Priorität liegt deshalb offenbar auf finanzieller Widerstandsfähigkeit und einer kontrollierten Stabilisierung der eigenen Kapitalstruktur.
Bitcoin Hyper will Bitcoin nützlicher machen
Doch nicht nur die Kapitalstrategie großer Bitcoin-Unternehmen entwickelt sich weiter. Auch technologisch soll Bitcoin künftig deutlich nützlicher werden. Während die Hauptchain vor allem für Sicherheit, Dezentralisierung und die langfristige Wertaufbewahrung steht, sollen Layer-2-Netzwerke schnellere sowie günstigere Transaktionen und zusätzliche Anwendungen ermöglichen. Genau hier setzt Bitcoin Hyper an – ein junges Projekt, das derzeit trotz des schwierigen Marktumfelds eine auffällige relative Stärke zeigt.
Bitcoin Hyper möchte die wichtigsten Eigenschaften von Bitcoin und Solana miteinander kombinieren. Die Bitcoin-Layer-2 soll dafür die Solana Virtual Machine integrieren, sodass Entwickler schnelle und kostengünstige Anwendungen mit einer vertrauten Entwicklungsumgebung aufbauen können. Bitcoin bleibt dabei nach dem Konzept die grundlegende Abwicklungsebene, während komplexere Transaktionen auf der zusätzlichen Netzwerkschicht verarbeitet werden. Eine Canonical Bridge soll es ermöglichen, BTC auf Layer 1 zu hinterlegen und anschließend innerhalb des Bitcoin-Hyper-Ökosystems zu verwenden. Zero-Knowledge-Proofs sollen die ausgeführten Transaktionen bündeln und ihren korrekten Zustand gegenüber der Bitcoin-Blockchain nachweisen.

Für Aufmerksamkeit sorgt derzeit insbesondere der Presale. Nach den veröffentlichten Angaben wurden bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das ist angesichts des anhaltenden Bärenmarktes bemerkenswert und deutet auf eine vergleichsweise robuste Nachfrage nach neuen Bitcoin-Infrastrukturprojekten hin. Zusätzlich können Käufer ihre HYPER-Token bereits während der Vorverkaufsphase staken. Die kommunizierte Rendite liegt aktuell bei rund 36 Prozent APY.
Zuletzt aktualisiert am 27. Juli 2026



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