
Bitcoin steht derzeit massiv unter Druck. Nachdem die Kryptowährung in den vergangenen Tagen erneut die Marke von 60.000 US-Dollar getestet hat, summiert sich das Minus auf rund 15 Prozent innerhalb einer Woche. Vom Allzeithoch ist Bitcoin mittlerweile mehr als 50 Prozent entfernt.
Das Momentum bleibt schwach, die Charttechnik angeschlagen und die Stimmung am Markt ist von Unsicherheit geprägt. Besonders belastend: Selbst die Bitcoin-Spot-ETFs, die 2024 und 2025 als wichtigster Kurstreiber galten, verzeichnen inzwischen Nettoabflüsse. Damit erlebt der Markt den ersten echten Bärenmarkt seit der Einführung der Spot-ETFs in den USA.
Dennoch arbeitet der größte Vermögensverwalter der Welt weiter am Ausbau seines Bitcoin-Angebots. BlackRock, dessen iShares Bitcoin Trust (IBIT) weiterhin der mit Abstand erfolgreichste Bitcoin-ETF ist, bereitet nun die Einführung eines weiteren Produkts vor.
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BlackRock bringt Bitcoin Income ETF an den Start
BlackRock steht offenbar kurz vor dem Start seines neuen „iShares Bitcoin Premium Income ETF“. Darauf deutet die mittlerweile vierte überarbeitete Einreichung bei der US-Börsenaufsicht SEC hin. Besonders interessant: In den aktuellen Unterlagen wurde erstmals die Gebührenstruktur veröffentlicht. Der ETF soll eine jährliche Verwaltungsgebühr von 0,65 Prozent verlangen.
Laut ETF-Analyst Eric Balchunas liegt die Gebühr damit deutlich unter vergleichbaren Bitcoin-Income-Produkten, die teilweise zwischen 0,95 und 0,99 Prozent verlangen. Das neue Produkt richtet sich vor allem an Anleger, die nicht nur von möglichen Bitcoin-Kursanstiegen profitieren möchten, sondern zusätzlich laufende Erträge erzielen wollen.
🚨 BLACKROCK MOVES CLOSER TO LAUNCHING ITS BITCOIN INCOME ETF
A fourth amended filing for the iShares Bitcoin Premium Income ETF just revealed a 0.65% fee, a sign the launch is near.
Senior ETF analyst Eric Balchunas says this undercuts major covered-call ETF rivals at 95bps… pic.twitter.com/UOas0SaEyN
— Coin Bureau (@coinbureau) June 11, 2026
Der Fonds investiert dabei indirekt in Bitcoin über bestehende Bitcoin-ETFs wie den erfolgreichen IBIT. Gleichzeitig setzt das Management auf sogenannte Covered-Call-Strategien. Dabei werden Kaufoptionen auf die gehaltenen Positionen verkauft. Die vereinnahmten Optionsprämien sollen regelmäßige Ausschüttungen ermöglichen.
Der Ansatz ist aus dem Aktienmarkt bereits bekannt und erfreut sich insbesondere bei einkommensorientierten Investoren großer Beliebtheit. Im Gegenzug wird jedoch ein Teil des Aufwärtspotenzials begrenzt, da starke Kursanstiege teilweise an die Käufer der Optionen abgegeben werden.
BlackRock races Goldman to launch a Bitcoin ETF that pays you@BlackRock just made its final move on a yield-paying Bitcoin ETF. A likely last SEC amendment reveals the iShares Bitcoin Premium Income ETF: ticker BITA, 0.65% fee, undercutting rival covered-call funds charging up… pic.twitter.com/NjvPjfrycs
— BSCN (@BSCNews) June 11, 2026
Für den Bitcoin-Markt zeigt die Entwicklung vor allem eines: Trotz des laufenden Bärenmarktes baut BlackRock sein Krypto-Angebot weiter aus. Der Vermögensverwalter scheint langfristig weiterhin von einer hohen Nachfrage institutioneller Investoren nach Bitcoin-Produkten auszugehen. Während kurzfristig die Abflüsse aus den Spot-ETFs dominieren, könnte das neue Income-Produkt eine weitere Möglichkeit schaffen, Kapital in das Bitcoin-Ökosystem zu lenken. Ob dies bereits ausreicht, um die aktuelle Schwächephase zu beenden, bleibt jedoch offen.
Bitcoin-ETFs verlieren an Zugkraft – BlackRock sendet dennoch ein starkes Signal
Die jüngsten Daten zeigen deutlich, wie stark sich das Umfeld für Bitcoin innerhalb weniger Monate verändert hat. Während die Spot-Bitcoin-ETFs im Jahr 2025 als wichtigster Nachfragefaktor galten und Milliarden an frischem Kapital in den Markt lenkten, sehen Anleger inzwischen erstmals einen echten Rückgang des Interesses. Allein in der vergangenen Woche flossen laut Marktbeobachtern rund 1,72 Milliarden US-Dollar aus Bitcoin-ETFs ab. Damit wurde die größte wöchentliche Kapitalflucht seit April 2025 verzeichnet.
$1.72 BILLION fled Bitcoin ETFs last week.
Largest single-week redemption since April 2025.
Corporate treasuries have gone quiet too. The two biggest buyers of this cycle, stepping back at the same time.
Meanwhile BlackRock just filed its fourth amendment for a yield-bearing… pic.twitter.com/z2zseSoHhN
— Kyle Chassé 🐸 (@Kylechasse) June 11, 2026
Parallel dazu zeigt eine neue Analyse von Glassnode, dass das Handelsvolumen der US-Spot-Bitcoin-ETFs massiv eingebrochen ist. Der 30-Tage-Durchschnitt fiel von rund 4,4 Milliarden US-Dollar pro Tag im Oktober 2025 auf lediglich 960 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von rund 78 Prozent. Die Euphorie der ETF-Einführung ist damit vorerst verflogen.
Glassnode: Spot Bitcoin ETF Trading Volume Down 78% From Peak
According to Glassnode data, the 30-day moving average trading volume of U.S. spot Bitcoin ETFs has fallen from $4.4 billion per day in October 2025 to just $960 million per day, a decline of 78%. Combined with the… pic.twitter.com/Z1kA7JfAda
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) June 11, 2026
Nicht nur die ETFs liefern schwächere Signale. Auch Unternehmen, die Bitcoin in ihre Bilanz aufgenommen haben, treten aktuell deutlich zurückhaltender auf. Das Handelsvolumen börsennotierter Bitcoin-Treasury-Unternehmen ist laut Glassnode ebenfalls stark gefallen. Damit schwächeln aktuell beide großen Nachfragekanäle des laufenden Zyklus gleichzeitig: institutionelle ETF-Investoren und Unternehmenskäufer.
Vor diesem Hintergrund wirkt die jüngste Entwicklung bei BlackRock besonders interessant. Trotz der schwachen Marktphase treibt der weltgrößte Vermögensverwalter die Einführung seines neuen Bitcoin-Income-ETF weiter voran. Die bereits vierte überarbeitete SEC-Einreichung deutet darauf hin, dass der Start des Produkts näher rückt.
Das Timing könnte dabei bewusst gewählt sein. Historisch wurden neue Produkte häufig nicht in Phasen maximaler Euphorie, sondern während schwächerer Marktbedingungen vorbereitet. BlackRock scheint damit langfristig weiterhin auf eine Nachfrage nach Bitcoin-Produkten zu setzen. Kurzfristig dominieren zwar Abflüsse, rückläufige Handelsvolumina und ein schwaches Sentiment. Langfristig zeigt die Produktoffensive jedoch, dass die größten Akteure der Finanzbranche den Bitcoin-Markt trotz des laufenden Bärenmarktes keineswegs abgeschrieben haben.
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Zuletzt aktualisiert am 12. Juni 2026



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