Coinbase Global: HC Wainwright schickt Aktie auf die Ersatzbank

Coinbase Global (NASDAQ:COIN) sorgt wieder einmal für Gesprächsstoff an der Wall Street. Das Analysehaus HC Wainwright hat die Aktie des Krypto-Riesen mit einem “Sell”-Rating versehen. Und das, obwohl der Kurs zuletzt ordentlich zulegte. Aber was steckt hinter dem plötzlichen Stimmungsumschwung? Ein Blick auf die Hintergründe, die Argumente der Analysten und die Reaktion des Marktes.

Vom Highflyer zum Sorgenkind? Die Gründe für das “Sell”-Rating

HC Wainwright hat Coinbase, eine der besten Bitcoin Börsen, gleich um zwei Noten nach unten gestuft – von “Buy” direkt auf “Sell”. Der Hauptgrund dabei ist, dass die Aktie aus Sicht der Analysten scheinbar einfach heiß gelaufen ist. Seit April hat der Kurs um satte 150 % zugelegt. Der NASDAQ hat jedoch im selben Zeitraum nur um 25 % zugelegt. Für HC Wainwright ist dies eine Rallye, die mit den aktuellen Unternehmenszahlen nicht mehr mithalten kann.

Konkret wird bemängelt, dass die Bewertung von Coinbase inzwischen bei rund dem 56-fachen der für 2025 erwarteten Gewinne liegt. Das ist definitiv ein Niveau, das für viele Anleger kaum noch zu rechtfertigen ist. Die Analysten sprechen daher von einer “überzogenen” Kursentwicklung und raten dazu, vor den anstehenden Quartalszahlen am 31. Juli Gewinne mitzunehmen.

Schwächelnde Umsätze und trübe Aussichten

Auch beim Blick auf die Geschäftszahlen gibt es Gegenwind. Das Handelsvolumen auf Coinbase ist im zweiten Quartal deutlich zurückgegangen, trotz der guten Krypto Prognosen 2025. Laut den aktuellen Daten sank die Spot-Trading-Umsätze um 41 % auf 232 Millionen US-Dollar. Das drückt natürlich auf die wichtigsten Einnahmequellen des Unternehmens. HC Wainwright hat aus genau diesem Grund die Umsatzprognose für das zweite Quartal um rund 22 % nach unten korrigiert und rechnet jetzt nur noch mit 705 Millionen Dollar Transaktionsumsatz.

Nicht nur das. Auch die Gewinneinschätzungen wurden gekappt. HC Wainwright erwartet pro Aktie nur noch 0,72 Dollar Gewinn. Das ist weniger als die Hälfte der durchschnittlichen Analyseerwartungen. Auch für das Gesamtjahr wurde die Umsatzprognose von 7,4 auf 6,8 Milliarden Dollar gesenkt.

Während die Analysten uneins sind, bleibt der Markt gelassen

Trotz des doppelten Downgrades zeigt sich die Coinbase-Aktie unbeeindruckt und markiert nochmals ein neues Allzeithoch. Der Grund hierfür liegt am Krypto-Sektor, der gerade boomt. Bitcoin steht auf Rekordniveau und auch die Stimmung unter den Anlegern ist nach wie vor optimistisch. Auch viele Analysten sehen Coinbase weiterhin als “Best of Breed”, was den Krypto-Bereich angeht, und halten daher an der Kaufempfehlung fest.

Somit sorgt das “Sell”-Rating von HC Wainwright zwar für Diskussionen, aber nicht für Panik. Die Bewertung der Coinbase-Aktie ist natürlich ambitioniert, doch der Optimismus bleibt nach wie vor hoch. Anleger sollten dennoch die Entwicklung im Auge behalten, da mit den kommenden Quartalszahlen auch Kursbewegung einhergehen können.

Zuletzt aktualisiert am 15. Juli 2025

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Stephanie HahnExperte für Kryptowährungen

Stephanie Hahn bringt ein ausgeprägtes Zahlenverständnis mit, das sie viele Jahre in der Buchhaltung einsetzte, bevor sie vor über fünfzehn Jahren ihre Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Heute ist sie als erfahrene Texterin auf Finanzthemen spezialisiert. Sie verbindet fachliches Know-how mit verständlicher Sprache – ideal für alle, die fundierte Informationen zu Geldanlage, Aktien, ETFs oder Kryptowährungen suchen. Als private Investorin kennt sie nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis – und weiß, worauf es beim Investieren wirklich ankommt.

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