Fed öffnet Tür für Krypto-Bank von Kraken: Historischer Schritt für Bitcoin & Co.?

Gebäude der Federal Reserve

Die institutionelle Adoption von Kryptowährungen schreitet weiter voran und besonders in den USA spitzt sich die Debatte zwischen traditioneller Bankenlobby und der Kryptoindustrie zu. Während digitale Assets längst von Hedgefonds, Vermögensverwaltern und großen Tech-Unternehmen genutzt werden, geht es nun zunehmend um eine viel grundlegendere Frage:

Wer darf Teil des klassischen Finanzsystems werden? In Washington wird derzeit intensiv über die Rolle von Krypto-Unternehmen im Bankensystem diskutiert. Banken warnen vor unfairer Konkurrenz und systemischen Risiken, während die Kryptobranche mehr Gleichberechtigung fordert.

Genau dieser Konflikt steht auch im Zentrum der aktuellen regulatorischen Debatten rund um neue Gesetze und Marktstrukturreformen. Wer Kryptowährungen kaufen möchte, begibt sich immer mehr in den finanziellen Mainstream.

„Wenn ihr wie Banken arbeiten wollt, dann werdet Banken“

Besonders deutlich positionierte sich zuletzt Jamie Dimon, der CEO von JPMorgan Chase. In mehreren Interviews kritisierte er, dass Krypto-Unternehmen zunehmend bankähnliche Dienstleistungen anbieten wollen, ohne denselben regulatorischen Anforderungen zu unterliegen.

Dimon argumentierte insbesondere im Zusammenhang mit Stablecoins und Renditeprogrammen für Kundenguthaben. Wenn Plattformen Zinsen oder „Rewards“ auf gehaltene Token zahlen, dann handele es sich wirtschaftlich betrachtet um eine bankähnliche Tätigkeit. In diesem Fall müssten die Anbieter auch denselben Regeln folgen wie traditionelle Banken.

Dimon brachte es auf eine einfache Formel: Wenn ein Unternehmen Kundengelder hält und darauf Zinsen zahlt, dann sei es faktisch eine Bank. „Wenn ihr eine Bank sein wollt – dann werdet eine Bank“, erklärte er.

Diese Forderung steht sinnbildlich für den aktuellen Machtkampf in Washington: Banken verlangen ein „Level Playing Field“, während Krypto-Unternehmen argumentieren, dass Innovation sonst ausgebremst werde.

Kraken erhält Zugang zum Federal-Reserve-System

Während diese politische Debatte noch läuft, hat ein Krypto-Unternehmen nun einen historischen Schritt geschafft. Die US-Notenbank, die Federal Reserve, hat der Krypto-Banktochter von Kraken erstmals einen sogenannten „limited-purpose Master Account“ gewährt.

Ein Master Account bei der Federal Reserve ist im Grunde der direkte Zugang zu den zentralen Zahlungssystemen der US-Notenbank. Traditionell besitzen nur regulierte Banken diese Konten. Sie ermöglichen unter anderem, direkte Abwicklung von Dollar-Transaktionen, Zugang zum Fedwire-Zahlungsnetzwerk, Settlement ohne Zwischenbanken und damit geringere Kosten und geringeres Gegenparteirisiko.

Für Kraken bedeutet dieser Zugang, dass Transaktionen künftig direkt über die Infrastruktur der US-Notenbank abgewickelt werden können, ohne den Umweg über klassische Geschäftsbanken. Genau deshalb gilt ein solcher Zugang in der Branche als eine Art „heiliger Gral“ der institutionellen Legitimität.

Allerdings handelt es sich zunächst nur um eine eingeschränkte Version eines Master Accounts. Der Zugang ist zeitlich begrenzt und die angebotenen Dienstleistungen werden schrittweise eingeführt. Dennoch ist der Schritt symbolisch enorm bedeutend.

Er zeigt nämlich, dass sich die Grenze zwischen traditionellem Finanzsystem und Kryptoinfrastruktur zunehmend auflöst. Während Banker wie Jamie Dimon fordern, dass Kryptofirmen Bankenregeln akzeptieren müssen, macht Kraken nun genau diesen Schrittm und integriert sich direkt in das Kernsystem des US-Dollar-Zahlungsverkehrs.

Für die Branche könnte das ein Wendepunkt sein. Wenn weitere Kryptounternehmen ähnliche Zugänge erhalten, würde das bedeuten, dass digitale Vermögenswerte nicht mehr nur am Rand des Finanzsystems existieren, sondern Teil seiner zentralen Infrastruktur werden. Das ist dann natürlich auch bullisch für die Bitcoin Prognose in 2026.

Zuletzt aktualisiert am 5. März 2026

Bitcoin Hyper: Innovative Layer-2-Lösung für Bitcoin

  • Extrem niedrige Gebühren – ideal für Mikrozahlungen
  • Blitzschnelle Bitcoin-Transaktionen dank Layer-2-Technologie
  • Bitcoin meets DeFi: Staking, DEX, Smart Contracts
9.7/10
Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Ihr Kapital ist im Risiko.
Vorheriger ArtikelQuantenresistente Finanzen auf Ethereum? Der $BMIC-Krypto-Presale setzt genau darauf
Nächster ArtikelXRP Analyse: Ripple startet neuen Vorstoß im globalen Zahlungsmarkt

Jeder Handel ist riskant. Keine Gewinngarantie. Jeglicher Inhalt unserer Webseite dient ausschließlich dem Zwecke der Information und stellt keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Dies gilt sowohl für Assets, als auch für Produkte, Dienstleistungen und anderweitige Investments. Die Meinungen, welche auf dieser Seite kommuniziert werden, stellen keine Investment Beratung dar und unabhängiger finanzieller Rat sollte immer wenn möglich eingeholt werden.

Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

Zeige alle Posts von Martin Schwarz

Weiter Lesen

Standard Chartered sieht UNI bei 100 USD bis 2030
Martin Schwarz
vor 7 Stunden

Standard Chartered: UNI-Token könnte 100 USD...

Lesen Sie Weiter
SpaceX-IPO löst 1,4-Milliarden-Handelss...
HYPE-Spot-ETFs knacken 900-Millionen-Mar...
Bitcoin $100.000 vor Oktober 2026: Was d...

Fragen und Antworten

Sie haben eine Frage? Unser Experten-Panel beantwortet gerne Ihre Fragen.

Meine Frage posten

Ihre Frage war nicht dabei?

Fragen Sie uns jetzt!

Name*

Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Ihre Frage*

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein