Der Jahreswechsel fühlt sich im Kryptomarkt immer ein wenig wie das Innehalten vor einem Sprung an. Die meisten sind gedanklich schon im neuen Jahr, viele Charts wirken träge und trotzdem liegt eine Menge Spannung in der Luft. Und genau diese Tage zwischen den Jahren haben schon häufig gezeigt, dass die Ruhe im Kryptouniversum absolut trügerisch sein kann. Die Liquidität ist geringer, die Bücher sind offen und auch die einigen Termine, die anstehen, können den Kurs ins Schwanken bringen, da in der ruhigen Zeit schon kleine Impulse eine große Welle verursachen können. In der KW1 vom 29.12.2025 bis 04.01.2026 gibt es mehrere Termine im Kryptomarkt, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.
Bitcoin rückt zum Jahreswechsel wieder stärker in den Fokus
Wenn das Jahr endet, richtige sich die Blicke automatisch auf Bitcoin. Das liegt aber weniger an spektakulären News, sondern eher an Psychologie und Kapitalströmen. Institutionelle Investoren schließen ihre Bücher, die Fonds werden neu ausgerichtet und auch viele Privatanleger überdenken ihr Portfolio. Sie über legen unter anderem, wie sie ins neue Jahr starten wollen und stellen neue Strategien auf, wollen Bitcoin kaufen und vielleicht andere Token verkaufen, um sich neu aufzustellen. Und genau in diesem Umfeld entsteht dann oftmals Bewegung, auch wenn es keine großen Schlagzeilen gibt.
Dennoch ist der Jahreswechsel ein durchaus zweischneidiges Schwert bei Bitcoin. Manchmal passiert so gut wie nichts, manchmal kommt es zu plötzlichen Ausschlägen, die kaum einer auf dem Schirm hatte. Der Grund dafür ist recht einfach. Die Orderbücher sind dünner, was bedeutet, dass einzelne Order deutlich mehr Gewicht haben. Der alleinige Blick auf den Preis kann schnell dazu führen, dass Anleger den eigentlichen Kern verpassen. Open Interest, Funding Rates oder auch das Verhalten im Derivatemarkt sind wichtige Indikatoren, die jeder Anleger beobachten sollten. Sie verraten nämlich, ob sich Spannung aufbaut oder ob der Markt doch auf Sparflamme läuft.
Token Unlocks bringen nicht nur Druck, sondern auch Chancen
Eines der dominierenden Themen in dieser Woche sind ganz klar die umfangreichen Token Unlocks, die sich gleich über mehrere Tage verteilen. Dabei kommen Token im Wert von mehreren hundert Millionen US-Dollar neu in Umlauf. Das klingt natürlich erst einmal nach Gefahr, da der Verkaufsdruck steigt und die Kurse fallen könnten. In der Regel ist das auch vollkommen richtig und genau das kann auch kurzfristig passieren. Es entstehen gleichzeitig aber auch ganz neue Möglichkeiten. Insbesondere für Anleger, die sich gezielt mit vielversprechenden Krypto-Token beschäftigen, da nicht jeder Unlock gleich ist.
Entscheidend ist dabei immer, wer die Coins erhält und wie der Markt darauf vorbereitet ist. Werden große Mengen auf einmal freigegeben, reagieren die Kurse äußerst nervös. Bei linearen Unlocks hingegen ist der Effekt in der Regel deutlich schwächer. In dieser Woche lohnt sich daher ein Blick auf die betroffenen Projekte. Manche Korrekturen sind rein technisch bedingt und sagen deshalb recht wenig über die langfristige Qualität eines Coins aus.
In dieser Woche stehen mehrere konkrete Token Unlocks an, die für zusätzliche Spannung sorgen. Unter anderem gelangen bei Projekten wie Sui, Optimism und Kamino neue Token in den Umlauf, die bislang gesperrt waren. Solche Freigaben erhöhen kurzfristig das verfügbare Angebot und können bei geringer Feiertags-Liquidität spürbaren Preisdruck auslösen. Gleichzeitig liefern genau diese Momente oft interessante Signale für erfahrene Anleger, denn nicht jeder Unlock führt automatisch zu Abverkäufen. Entscheidend ist, ob frühe Investoren tatsächlich verkaufen oder ob der Markt die zusätzlichen Token bereits eingepreist hat. Gerade rund um den Jahreswechsel zeigt sich hier häufig, wie stabil ein Projekt wirklich ist.
Diese Projekttermine könnten zwischen den Jahren für Bewegung sorgen
Neben den Unlocks stehen auch konkrete Projekttermine, wie etwa das Ende von Launchpools an. In einem quirligen Markt gehen solche Termine meist unter. In ruhigen Phasen hingegen rücken sie entsprechend in den Fokus. Gerade Neuerscheinungen im Kryptomarkt können von davon profitieren, da sie deutlich besser gesehen werden und nicht nur einfach eine neue digitale Währung unter vielen sind.
Vor allem dann, wenn ein Launchpool endet, müssen sich die Anleger entscheiden, ob sie halten oder verkaufen. Und genau diese Entscheidung kann dann kurzfristig für jede Menge Volatilität sorgen, auch, wenn sich fundamental nichts ändert. Zum Jahresende kommt aber noch ein weiterer Faktor hinzu. Viele Anleger wollen mental und auch finanziell sauber ins neue Jahr starten. Sie nehmen die Gewinne mit, schließen Positionen oder bauen bewusst neue auf. Das alles geschieht selbstverständlich ohne eine Ankündigung, zeigt sich aber relativ deutlich in den Kursen.
Spekulative Storys gewinnen in ruhigen Phasen deutlich an Gewicht
Zum Jahresende verändert sich für viele auch der Blick auf die Zukunft. Ein Großteil der Anleger nutzt diese ruhigen Tage vor allem, um nach vorne zu schauen und um sich mit neuen Ideen und Projekten zu beschäftigen. Entsprechend steigt das Interesse an Presale Coins, die als potenzielle Chance für das kommende Jahr gelten. Die Vorstellung, früh dabei zu sein und so die schnellen Gewinne einstreichen, übt auf zahlreiche Anleger eine besonders starke Anziehungskraft aus, wenn es ruhig am Markt ist.
Allerdings ist auch Vorsicht geboten. Presales sind keine Abkürzung zum schnellen Gewinn, sondern tatsächlich hochriskante Wetten auf ein Team, eine Idee und ein Versprechen, von dem die Anleger im Grunde nicht viel wissen. Denn gerade in einer Woche mit einer geringeren Liquidität können dann die Erwartungen schnell kippen. Wer sich hier engagiert und Bitcoin Hyper, PepeNode oder auch andere Presale Token kaufen möchte, sollte besonders kritisch hinschauen und nicht dem Jahreswechsel-Optimismus verfallen.
Fazit: Eine ruhige Woche mit überraschend viel Bedeutung
Die KW 1 wirkt auf den ersten Blick unspektakulär, doch genau das macht sie so spannend. Token Unlocks, Projekttermine und der psychologische Effekt des Jahreswechsels greifen ineinander. Kleine Auslöser können große Bewegungen verursachen, weil der Markt empfindlicher reagiert als sonst. Für Anleger heißt das nicht, hektisch zu handeln, sondern aufmerksam zu bleiben. Wer versteht, warum sich der Markt bewegt, hat einen klaren Vorteil – gerade in Wochen, die auf den ersten Blick ruhig wirken.
Zuletzt aktualisiert am 30. Dezember 2025




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