Krypto Super-App entsteht: Koreas Google kauft Koreas Coinbase – Naver steigt bei Upbit ein

Eine Krypto Super-App hatte schon Elon Musk mit X versprochen und ist gescheitert. Einen neuen Versuch gibt es nun in Korea.

Dass die koreanischen Gegenstücke zu Google und Coinbase, Naver und Upbit eine strategische Partnerschaft eingehen, könnte in der Tat weitreichende Konsequenzen für den globalen Krypto-Markt haben.

Eine „Super-App“ gilt als eine Art „Schweizer Taschenmesser“ unter den Apps. Sie vereint Messenger-Dienste, Direktzahlungen zwischen Nutzern oder Online-Shopping unter einem Dach.

Quelle: Tagesschau

Tatsächlich handelt es sich um einen bedeutenden Zukauf von Naver, Südkoreas dominierender digitaler Plattform mit ungefähr 25 Millionen täglich aktiven Nutzern in den Bereichen Shopping, Zahlungen, Messenger und Content.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Mit dem Kauf von Upbit bringt sich Naver in Stellung.
  • Im Februar 2025 kontrollierte Upbit 69 % des Krypto-Marktes in Korea.
  • Die Krypto-Börse hat schätzungsweise 16 Millionen aktive Krypto-Händler.
  • Interesse an Kryptowährungen in Korea groß, aber nur 2 Exchanges profitieren.
  • Upbit und Bithumb verzeichneten 2024 ein starkes Gewinnwachstum.
  • Upbit verdiente 2024 rund 85 % mehr als im Jahr 2023, und zwar 838,7 Mio. $.

Quelle

Korea will globaler Krypto-Hub werden

Auch der Kauf von 70 % der Dunamis Securities Plus Unlisted, Koreas größter Plattform für nicht börsennotierte Aktien, brachte Naver große mediale Aufmerksamkeit. Im Kern wächst vor allem Naver Financial, der Unternehmensteil, der jetzt bei der Krypto-Börse Upbit für weiteres Wachstum sorgen soll.

Bei der Bezahlung mit Kryptowährungen über Naver Pay erhalten Kunden eine Krypto-Super-App. Das Unternehmen Naver wird zum globalen Player. Schon heute wirkt sie maßgeblich an relevanten Projekten, darunter auch an der KRW-Stablecoin-Initiative, mit. Der Kauf hat für ein deutliches Plus an den Aktienmärkten gesorgt und bescherte Anlegern von Naver rund 11 % Gewinn.

Quelle

In Südkorea wird vieles getan, um sich im weltweiten Wettbewerb von Krypto-Ländern zu positionieren. Gestern wurde bekannt, dass SUI Blockchain und t’order in Zusammenarbeit mit Walrus Protocol einen KRW-Stablecoin für den südkoreanischen Won für reale Zahlungen in Korea einführen. Die Bezahlung kann mit Face-Scan freigegeben werden und die Lösung soll so über 35 Millionen monatliche Nutzer erreichen.

t’order ist ein Zahlungsdienstleister mit über 4,3 Milliarden USD jährlichen Transaktionsvolumen über seine mehr als 300.000 stationären Endgeräte, vor allem in Restaurants und Hotels, in dem asiatischen Land. Das Start-up ist auch bestrebt, den US-amerikanischen Markt für sich zu gewinnen.

Jüngst kündigte auch Wemade, einer der führenden Anbieter von Blockchain-Games, an, eine globale Strategie zur Förderung von Won-Stablecoins zu starten.

Freiwillige Regulierung der Krypto-Branche angestrebt

Am 5. September traten auch die Virtual Asset Lending Service Guidelines in Kraft. Diese von der Digital Asset Exchange Joint Consultative Body DAXA herausgegebenen Richtlinien sind nicht zwingend vorgeschrieben, doch sie sollen dazu beitragen, dass sich die Krypto-Szene in dem Land freiwillig selbst reguliert.

„Stabile Liquidität, hohe Sicherheit und solide Compliance-Maßnahmen können die Glaubwürdigkeit des Marktes insgesamt stärken“, sagte KP Jang, Leiter von Xangle Research. Die Polarisierung könnte jedoch den Markteintritt neuer Akteure behindern, was möglicherweise Innovationen verlangsamt und zu einer Stagnation innerhalb der Branche führt.

Quelle: Korea Times

In Südkorea sind die Menschen zwiegespalten, was Kryptowährungen angeht. Die starke Polarisierung macht der Branche zu schaffen, die Regierung fürchtet, dass sie den Anschluss an die Weltspitze verliert. Genau dort will man aber hin, wenn es um den Krypto-Markt geht.

Zuletzt aktualisiert am 27. September 2025

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