Mastercard, Visa & Stripe: Gemeinsam gegen Tethers Stablecoin-Dominanz?

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Während viele Kryptowährungen im Jahr 2026 weiter unter Druck stehen, entwickelt sich der Stablecoin-Sektor zu einer der wenigen echten Erfolgsgeschichten der Branche. Bitcoin notiert deutlich unter seinem Allzeithoch, zahlreiche Altcoins haben 50 bis 80 Prozent ihres Wertes verloren.

Stablecoins wachsen hingegen weiter und festigen ihre Rolle als Brücke zwischen traditionellem Finanzsystem und Blockchain-Ökonomie. Genau darin zeigt sich der Product-Market-Fit: Nutzer wollen schnelle, günstige und globale Dollar-Transaktionen, Unternehmen suchen effiziente Abwicklungswege und Institutionen entdecken neue Geschäftsmodelle.

Mittlerweile verwalten Stablecoins ein Marktvolumen von deutlich über 300 Milliarden US-Dollar. Nun könnte die nächste große Wachstumsphase beginnen. Denn mit Visa, Mastercard und Stripe arbeiten gleich drei Schwergewichte des globalen Zahlungsverkehrs offenbar an einer gemeinsamen Stablecoin-Infrastruktur. Das zeigt, wie ernst die Technologie inzwischen von den größten Finanzunternehmen der Welt genommen wird.

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Visa, Mastercard und Stripe planen gemeinsame Stablecoin-Plattform

Der Wettbewerb um die Zukunft digitaler Dollar nimmt weiter Fahrt auf. Laut jüngsten Berichten stehen Visa, Mastercard und Stripe kurz vor dem Start einer gemeinsamen Stablecoin-Plattform. Auch Coinbase soll demnach eine Beteiligung prüfen. Offizielle Details wurden bislang nicht veröffentlicht, doch mehrere mit den Plänen vertraute Personen bestätigten die Initiative gegenüber CoinDesk.

Die Entwicklung kommt nicht überraschend. Alle beteiligten Unternehmen haben ihre Stablecoin-Aktivitäten in den vergangenen Monaten massiv ausgebaut. Stripe sorgte zuletzt mit der milliardenschweren Übernahme des Stablecoin-Infrastrukturunternehmens Bridge für Schlagzeilen. Visa wiederum weitete seine Stablecoin-Abwicklung bereits auf mehrere Blockchains aus und testet zunehmend grenzüberschreitende Zahlungsanwendungen. Mastercard verfolgt ebenfalls eine aggressive Strategie und investierte zuletzt verstärkt in Blockchain-Infrastruktur und Tokenisierung.

Die geplante Plattform könnte einen entscheidenden Unterschied machen: Statt isolierter Lösungen würden einige der größten Zahlungsnetzwerke der Welt gemeinsame Standards schaffen. Für Unternehmen wäre es dadurch deutlich einfacher, Stablecoins in bestehende Zahlungsprozesse zu integrieren. Händler könnten internationale Zahlungen schneller erhalten, während Transaktionskosten sinken würden.

Bemerkenswert ist vor allem die Größenordnung der beteiligten Unternehmen. Visa verarbeitet jährlich Zahlungsvolumina von mehreren Billionen US-Dollar. Mastercard gehört ebenfalls zu den dominierenden globalen Zahlungsnetzwerken, während Stripe inzwischen eine zentrale Infrastruktur für Millionen Online-Händler bereitstellt. Sollte eine gemeinsame Stablecoin-Plattform tatsächlich umgesetzt werden, könnte dies die institutionelle Adoption massiv beschleunigen.

Für den Markt wäre das zugleich ein klares Signal: Stablecoins werden zunehmend nicht mehr als Krypto-Nischenprodukt betrachtet, sondern als potenzieller Bestandteil der globalen Finanzinfrastruktur. Der Angriff richtet sich dabei indirekt auch gegen etablierte Marktführer wie Tether, die bislang den Großteil des Stablecoin-Marktes kontrollieren.

Tether bleibt dominant – doch der Wettbewerb wird intensiver

Trotz der zunehmenden Konkurrenz bleibt Tether der unangefochtene Marktführer im Stablecoin-Sektor. Laut den aktuellen Daten verwaltet USDT inzwischen rund 189 Milliarden US-Dollar und vereint damit mehr als die Hälfte des gesamten Stablecoin-Marktes auf sich. Dahinter folgt USDC von Circle mit über 70 Milliarden US-Dollar.

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Bereits deutlich kleiner fallen die nächsten Wettbewerber aus. USDS von Sky verwaltet rund 8 Milliarden US-Dollar, während USD1 von BitGo, Ethena USDe und DAI jeweils im Bereich von vier bis fünf Milliarden US-Dollar liegen. Auch PayPal USD und Ripple USD gewinnen Marktanteile, spielen aktuell jedoch noch eine deutlich kleinere Rolle.

Die Dominanz von Tether zeigt, wie stark Netzwerkeffekte in diesem Markt wirken. Händler, Börsen und Nutzer bevorzugen meist den Stablecoin mit der höchsten Liquidität. Gleichzeitig wächst der Wettbewerb spürbar. Neue Angebote von PayPal, Ripple, Banken und nun möglicherweise auch einer Allianz aus Visa, Mastercard und Stripe erhöhen den Druck auf die bisherigen Marktführer.

Für Anleger und Unternehmen ist diese Entwicklung positiv. Mehr Wettbewerb bedeutet bessere Infrastruktur, höhere Transparenz und zusätzliche Anwendungsfälle. Der Stablecoin-Markt entwickelt sich damit zunehmend zu einem zentralen Baustein der digitalen Finanzwelt. Sollte die angekündigte Plattform tatsächlich starten, könnte dies den nächsten großen Wachstumsschub für den gesamten Sektor auslösen.

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Zuletzt aktualisiert am 4. Juni 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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