Nach Ethereum-Verkauf: Bankless-Gründer Hoffmann kauft diese Altcoins

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Ethereum steckt tief im Bärenmarkt. Gegenüber dem Allzeithoch hat ETH inzwischen mehr als 65 Prozent verloren und gehört 2026 bislang zu den schwächeren Large-Cap-Kryptowährungen. Besonders bemerkenswert: Ausgerechnet David Hoffman, Mitgründer von Bankless und einer der bekanntesten Ethereum-Befürworter der vergangenen Jahre, hat seine ETH-Position vollständig verkauft.

Bankless gilt als eines der einflussreichsten Medienunternehmen im Ethereum-Ökosystem und prägte maßgeblich die populäre „ETH is Money“-These. Hoffman betont zwar weiterhin, dass er langfristig bullish für Ethereum als Netzwerk bleibt. Für das Asset ETH selbst sieht er jedoch deutlich weniger Potenzial. Stattdessen setzt er nun auf mehrere Altcoins, die seiner Ansicht nach bessere Chancen auf eine Neubewertung besitzen.

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Warum David Hoffman seine ETH verkauft hat

Hoffman begründet seinen Verkauf nicht mit einem Vertrauensverlust in Ethereum selbst. Im Gegenteil: Er bezeichnet Ethereum weiterhin als eines der wichtigsten Open-Source-Projekte der Welt. Sein Problem liegt vielmehr bei der Investment-These hinter ETH.

Jahrelang vertrat Hoffman die Überzeugung, dass „ETH is Money“ langfristig Realität werden würde. Die Idee dahinter: Ethereum entwickelt sich zum dominierenden Smart-Contract-Netzwerk, während ETH gleichzeitig als globales digitales Geld fungiert. Nach seiner Einschätzung hat sich diese These inzwischen jedoch weitgehend ausgespielt. Ethereum habe zwar Erfolg gehabt, aber nicht in dem Ausmaß, das notwendig gewesen wäre, um ETH fundamental neu zu bewerten.

Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die wirtschaftliche Struktur von Ethereum. Hoffman argumentiert, dass Ethereum als Netzwerk enorm viel Wert für Anwendungen, Layer-2-Lösungen, Stablecoins und Nutzer schafft, jedoch nur begrenzt selbst davon profitiert. Die Blockchain fungiere als Infrastruktur, die anderen Teilnehmern hohe Margen ermögliche, während ETH selbst nicht automatisch von diesem Wachstum profitiert.

Hinzu kommt die zunehmende Konkurrenz anderer Blockchains. Hoffman verweist darauf, dass sich die Marktanteile bei Transaktionsgebühren und Aktivität deutlich breiter verteilen als noch 2021. Solana konnte zwischenzeitlich erhebliche Marktanteile gewinnen, während Projekte wie NEAR zuletzt durch steigende Netzwerkeinnahmen und Token-Burn-Mechanismen eine Neubewertung erfahren haben.

Sein Fazit fällt entsprechend klar aus: Ethereum als Netzwerk dürfte weiter wachsen und erfolgreich bleiben. Für ETH selbst sieht er jedoch keine offensichtlichen Katalysatoren mehr, die eine massive Neubewertung rechtfertigen würden. Deshalb hat er Kapital aus ETH abgezogen und in andere Chancen umgeschichtet.

Krypto Prognose: Auf diese Altcoins setzt Bankless jetzt

Nach dem Verkauf seiner ETH-Position investierte Hoffman rund die Hälfte seines Kapitals direkt in mehrere Altcoins. Konkret nennt er VVV, NEAR, ZEC und HYPE. Die übrigen Mittel hielt er zunächst als Reserve, um weitere Chancen wahrzunehmen. Wenige Wochen später gab er bekannt, dass er das verbleibende Kapital vollständig in LIT investiert hat – den Token des Perpetual-Trading-Protokolls Lighter.

Besonders interessant ist dabei sein jüngster Bullcase für Lighter. Hoffman sieht die Plattform als potenziellen Gewinner im Markt für dezentrale Derivatebörsen. Während etablierte Anbieter wie Robinhood auf ein breites Produktangebot setzen, fokussiert sich Lighter bislang gezielt auf den Perpetual-Handel.

In einer aktuellen Diskussion hebt Hoffman mehrere Wettbewerbsvorteile hervor. Besonders wichtig sei die Transparenz des Systems. Die zugrunde liegende zk-Technologie ermögliche es Nutzern, Handelsabläufe, Liquidationen und Risikomanagement unabhängig zu überprüfen. Dadurch sollen Probleme vermieden werden, die Anleger nach den Zusammenbrüchen zentralisierter Akteure wie FTX besonders kritisch sehen.

Darüber hinaus verweist Hoffman auf die hohe Ausführungsgeschwindigkeit der Plattform. Lighter verfüge über eine der niedrigsten Latenzen im gesamten Perpetual-Markt und könne bei Handelskosten sogar mit Branchenführern wie Hyperliquid konkurrieren. Gleichzeitig bietet die Plattform laut Hoffman eine größere Auswahl an Assets und Pre-IPO-Märkten.

Ein weiterer Aspekt ist die regulatorische Positionierung. Während einige Wettbewerber bestimmte Regionen oder Nutzergruppen einschränken, sieht Hoffman in Lighter einen flexibleren Ansatz, der das Wachstum beschleunigen könnte.

Die jüngsten Käufe zeigen deshalb deutlich, wo Hoffman aktuell die größten Chancen sieht. Während er Ethereum weiterhin als technologischen Gewinner betrachtet, glaubt er offenbar, dass Projekte wie NEAR, Zcash, Hyperliquid und insbesondere Lighter in den kommenden Jahren ein deutlich attraktiveres Chance-Risiko-Verhältnis bieten könnten als ETH selbst.

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Zuletzt aktualisiert am 4. Juni 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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