Gibt John McAfee die Identität von Satoshi Nakamoto preis? Es wäre ein heftiger Schlag für die Krypto-Szene

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In einer Reihe von faszinierenden Tweets ließ John McAfee gestern die Bombe platzen: Der Erfinder der gleichnamigen Antivirensoftware behauptet nämlich, er würde die Identität von Satoshi Nakamoto kennen! Eigenen Aussagen zufolge beabsichtigt McAfee, die Spekulationen über Nakamotos Identität „ein für alle Mal“ zu beenden, was seiner Meinung nach notwendig ist, um den Krypto-Raum voranzubringen. Demnach wolle er Stück für Stück entsprechende Informationen preisgeben – und zwar so lange, bis Nakamoto aus seinem Versteck kommt und sich zu erkennen gibt. Tue er das nicht, so wolle McAfee selbst die Identität offenlegen.

Mysterium Satoshi Nakamoto

John McAfees angedrohtes Satoshi-Outing hat die Spekulation über das größte Geheimnis der Kryptosphäre wieder kräftig angekurbelt. Der einzige derzeit allgemein bekannte Bericht verharrt auf dem Standpunkt, Satoshi Nakamoto, die Identität hinter Bitcoins Erfindung, sei eine unbekannte Person oder Gruppe. Laut einem Profil der „P2P Foundation“, einer Organisation, die sich mit Peer-to-Peer-Technologie beschäftigt, behauptet Nakamoto, ein Japaner zu sein, der am 5. April 1975 geboren wurde.

Angesichts seines perfekten Englischs (inklusive umgangssprachlicher Ausdrücke) spekulieren allerdings viele, dass er kein Japaner ist – oder halten es zumindest für sehr wahrscheinlich, dass ein Mitglied des Teams aus dem British Commonwealth stammt.

Folgt man seinen letzten bekannten Aktionen, so leistete er bis Mitte 2010 weiterhin einen Beitrag zu Bitcoins Code. Dann erhielt Gavin Andresen die Kontrolle über das Quellcode-Repository und den sogenannten network alert key. Danach endete Nakamotos Bitcoin-Engagement.

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Die mysteriösen Umstände seines plötzlichen Verschwindens haben Bitcoins Bekanntheit nur noch verstärkt – und auch die Spekulationen über weitere Personen nicht gestoppt, wie z.B. Nick Szabo, Craig Wright, Dorian Nakamoto oder Hal Finney. Einige behaupten sogar, Bitcoin sei ein US-Geheimdienstprojekt.

Windmaschine John McAfee

Laut McAfee sei es sinnlos, Nakamoto zu einem Geheimnis zu machen, die gesamte Kryptoindustrie würde davon profitieren, seine Identität zu kennen. In einem seiner Tweets sagte er:

Ich habe die Identität von Satoshi geschützt. Es ist jedoch an der Zeit, damit aufzuhören. Betrügen geben sich als er aus, wir verbringen Zeit und Energie auf der Suche nach ihm – es ist eine Verschwendung. Jeden Tag werde ich die Identität von Satoshi eingrenzen, bis er sich offenbart, oder ich ihn offenbare.

Angesichts McAfees Faible für Sensationslust scheint jedoch die Frage berechtigt, ob er die wahre Identität von Satoshi Nakamoto wirklich kennt. Gleichzeitig hat McAfee als Cypherpunk einen gewissen Erfahrungsschatz – und das wiederum untermauert seine Behauptungen auf gewisse Weise – insbesondere angesichts seines aktiven Engagements in der Industrie während Bitcoins prägender Jahre.

Nakamoto will Anonymität

Ganz gleich, ob McAfee Nakamoto outen wird oder nicht – eines ist sicher: Nakamoto möchte anonym bleiben. Alex Lielacher zufolge beruhen seine Motive für die Anonymität darauf, das Bitcoin-Projekt zu schützen und es eigenständig laufen lassen zu wollen. Er schreibt:

Es ist fraglich, ob er anonym geblieben ist, um zu vermeiden, dass er de facto zum Anführer des Systems wird und die Menschen ihm als Schöpfer und nicht der Blockchain vertrauen. Darüber hinaus würde jede Ankündigung von Satoshi wahrscheinlich als Anlageberatung von denjenigen angesehen werden, die die digitale Währung besitzen, und könnte zu Preisschwankungen führen.

Bildnachweis: pixabay, CC0 Textnachweis: newsbtc

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