So schnell wie Visa: Krypto-Upgrade erfolgreich für Altcoin

Polygon (MATIC)

Stablecoins gelten mittlerweile als einer der stärksten Product-Market-Fits im gesamten Kryptomarkt. Während viele Blockchain-Anwendungen noch auf ihren breiten Durchbruch warten, werden digitale Dollar bereits täglich für Zahlungen, Überweisungen und den internationalen Kapitaltransfer genutzt. Allein die größten Stablecoins bewegen inzwischen monatlich Transaktionsvolumina in Billionenhöhe.

Entsprechend wächst das Interesse von Banken, Fintechs und Zahlungsdienstleistern an dieser Technologie. Besonders gefragt sind dabei Netzwerke, die niedrige Gebühren mit hoher Geschwindigkeit kombinieren. Genau in diese Richtung positioniert sich Polygon seit Monaten immer stärker. Mit neuem Branding, einem klaren Fokus auf Zahlungsinfrastruktur und einem umfangreichen technischen Upgrade will das Netzwerk nun zur zentralen Stablecoin-Schiene für Unternehmen werden. Die jüngste Ankündigung markiert dabei einen wichtigen Meilenstein.

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Polygon erreicht Visa-ähnliche Geschwindigkeiten und setzt auf Zahlungsverkehr

Polygon hat in dieser Woche ein bedeutendes Infrastruktur-Upgrade vorgestellt. Nach Angaben des Teams unterstützt das Netzwerk nun bis zu 5.000 Transaktionen pro Sekunde. Gleichzeitig wurden die Blockzeiten auf rund 1,5 Sekunden reduziert, während die Gebühren weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben. Damit nähert sich Polygon den Leistungswerten klassischer Zahlungsnetzwerke wie Visa an und versucht, die Lücke zwischen Blockchain-Technologie und traditionellen Finanzsystemen weiter zu schließen.

Die höhere Skalierung kommt nicht zufällig. Polygon richtet seine Strategie zunehmend auf den Stablecoin-Sektor aus. Bereits heute werden Milliardenbeträge in Form von Stablecoins über das Netzwerk transferiert. Mit dem neuen Upgrade sollen insbesondere Zahlungsdienstleister, Neobanken, Fintech-Unternehmen und institutionelle Akteure angesprochen werden, die eine leistungsfähige Blockchain-Infrastruktur benötigen.

Im Mittelpunkt steht dabei der sogenannte Open Money Stack. Dabei handelt es sich um eine integrierte Infrastruktur, die Entwicklern und Unternehmen den Zugang zu Stablecoin-Zahlungen über eine einzige API ermöglichen soll. Ziel ist es, die technische Komplexität deutlich zu reduzieren und die Integration von Blockchain-Zahlungen in bestehende Finanzsysteme zu vereinfachen.

Für Polygon ist dies zugleich ein wichtiger strategischer Schritt im Wettbewerb mit anderen Layer-1- und Layer-2-Netzwerken. Während viele Projekte weiterhin auf DeFi oder Meme-Coins setzen, fokussiert sich Polygon zunehmend auf reale Zahlungsanwendungen. Sollte die Stablecoin-Adoption in den kommenden Jahren weiter zulegen, könnte genau dieser Markt zu einem der größten Wachstumstreiber des gesamten Kryptosektors werden. Mit 5.000 Transaktionen pro Sekunde und schnellen Finalitätszeiten positioniert sich Polygon nun als ernstzunehmende Alternative für globale Zahlungsströme und institutionelle Finanzanwendungen.

Visa treibt die Stablecoin-Adoption selbst voran

Der Vergleich zwischen Polygon und dem „alten“ Visa greift inzwischen jedoch zu kurz. Denn Visa betrachtet Stablecoins längst nicht mehr als Konkurrenz, sondern als strategische Erweiterung des eigenen Geschäftsmodells. Während viele Anleger Blockchain-Netzwerke und traditionelle Zahlungsanbieter noch als Gegensätze sehen, verschwimmen die Grenzen zunehmend. Visa investiert seit Jahren in die Integration digitaler Dollar und baut seine Infrastruktur konsequent für die nächste Generation des Zahlungsverkehrs aus.

Die Zahlen verdeutlichen diese Entwicklung. Bereits heute unterstützt Visa mehr als 130 Stablecoin-basierte Kartenprogramme in über 50 Ländern. Zudem arbeitet das Unternehmen mit neun verschiedenen Blockchains zusammen und hat nach eigenen Angaben inzwischen ein annualisiertes Stablecoin-Abwicklungsvolumen von rund sieben Milliarden US-Dollar erreicht. Darüber hinaus ermöglicht Visa ausgewählten Partnerbanken bereits die Abwicklung von Transaktionen in USDC, wodurch klassische Korrespondenzbank-Netzwerke teilweise umgangen werden können.

Besonders spannend ist dabei die nächste Ausbaustufe. Visa testet aktuell Stablecoin-Auszahlungen für Freelancer, Creator und Gig-Worker. Unternehmen zahlen dabei weiterhin in Fiat-Währungen, während Empfänger USDC direkt in ihre Wallet erhalten. Die Umrechnung erfolgt im Hintergrund über die Visa-Infrastruktur. Gerade in Schwellenländern könnten solche Modelle internationale Zahlungen deutlich schneller und günstiger machen.

Für Polygon ist diese Entwicklung sogar positiv. Wenn Visa Stablecoins stärker integriert, steigt automatisch die Nachfrage nach leistungsfähigen Blockchain-Netzwerken. Das jüngste Polygon-Upgrade auf bis zu 5.000 Transaktionen pro Sekunde passt genau in dieses Umfeld. Die Zukunft könnte daher weniger ein Wettbewerb „Visa gegen Blockchain“ sein, sondern vielmehr eine Zusammenarbeit, bei der Zahlungsriesen wie Visa und Netzwerke wie Polygon gemeinsam die Infrastruktur für globale digitale Zahlungen bereitstellen.

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Zuletzt aktualisiert am 19. Juni 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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