Der Kryptomarkt bleibt auch im Jahr 2026 ein Spielfeld für spekulative Trader. Besonders beliebt sind gehebelte Positionen, mit denen Anleger bereits mit vergleichsweise wenig Kapital große Marktbewegungen handeln können. Doch wo hohe Gewinnchancen locken, lauern ebenso hohe Risiken. Schon kleine Kursausschläge reichen aus, um Positionen vollständig zu liquidieren.
Genau das musste nun auch Andrew Tate erfahren. Der ehemalige Kickboxer, Unternehmer und Social-Media-Star zählt zu den bekanntesten und zugleich umstrittensten Persönlichkeiten des Internets. Mit provokanten Aussagen und seinem luxuriösen Lebensstil polarisiert Tate seit Jahren. Nun geriet er allerdings aus einem anderen Grund in die Schlagzeilen: Innerhalb weniger Stunden wurde er Berichten zufolge gleich achtmal liquidiert.
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Andrew Tate scheitert mehrfach an Bitcoins Volatilität
Laut On-Chain-Daten, die unter anderem vom Analyseportal Lookonchain aufgegriffen wurden, erlebte Andrew Tate innerhalb von rund 20 Stunden eine bemerkenswerte Serie von Fehlschlägen am Kryptomarkt. Auslöser war die hohe Volatilität bei Bitcoin, die zahlreiche gehebelte Positionen unter Druck setzte.
Demnach eröffnete Tate zunächst eine Long-Position auf Bitcoin und spekulierte auf steigende Kurse. Als sich der Markt jedoch gegen ihn bewegte, wurde die Position liquidiert. Statt seine Verluste zu begrenzen und abzuwarten, wechselte er anschließend die Richtung und setzte auf fallende Kurse. Doch auch diese Strategie ging nicht auf. Der Markt drehte erneut und löste die nächste Liquidation aus.
Andrew Tate Wiped Out In Bitcoin Trading Spree
Andrew Tate (@Cobratate) was reportedly liquidated eight times within 20 hours as Bitcoin's $BTC volatility punished leveraged traders, per lookonchain.
He was first liquidated on a Bitcoin long position. After switching to a short… pic.twitter.com/w7niQEGWAo
— BSCN (@BSCNews) June 18, 2026
Dieses Muster wiederholte sich laut den veröffentlichten Daten mehrfach. Insgesamt soll Tate innerhalb eines einzigen Tages acht Liquidationen erlitten haben. Besonders auffällig: Er versuchte offenbar wiederholt, kurzfristige Marktbewegungen aggressiv zu handeln und erhöhte damit sein Risiko zusätzlich.
Liquidationen entstehen, wenn das hinterlegte Kapital nicht mehr ausreicht, um die Verluste einer gehebelten Position zu decken. Die Börse schließt die Position dann automatisch. Je höher der eingesetzte Hebel, desto geringer fällt die notwendige Kursbewegung aus, um diesen Punkt zu erreichen.
Berichten zufolge schrumpfte das verbleibende Guthaben auf dem betroffenen Konto dadurch auf lediglich rund 14.219 US-Dollar zusammen. Der Fall verdeutlicht einmal mehr, dass selbst bekannte Persönlichkeiten mit großer Reichweite und erheblichem Vermögen nicht vor den Risiken des Krypto-Tradings geschützt sind. Gerade in volatilen Marktphasen kann übermäßiger Hebeleinsatz selbst erfahrene Trader innerhalb weniger Stunden erhebliche Summen kosten.
Bitcoin-Volatilität auf historischem Tief – für Hebeltrader trotzdem gefährlich
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Bitcoin aktuell keineswegs eine außergewöhnlich hohe Volatilität aufweist. Ganz im Gegenteil: Der Bitcoin Volatility Index notiert derzeit bei einer geschätzten 30-Tage-Volatilität von lediglich rund 1,98 Prozent und damit auf einem der niedrigsten Niveaus der vergangenen Jahre. Im langfristigen Vergleich zeigt sich sogar, dass die extremen Ausschläge früherer Marktzyklen deutlich zurückgegangen sind.
Für viele Marktbeobachter gilt die sinkende Volatilität als Zeichen einer zunehmenden Reife des Bitcoin-Marktes. Institutionelle Investoren, ETFs und eine höhere Liquidität haben dazu beigetragen, die Kursschwankungen im Vergleich zu den frühen Jahren erheblich zu reduzieren.

Dennoch bedeutet eine niedrige Volatilität keineswegs geringe Risiken für Trader. Gerade im Perpetual-Futures-Markt reagieren viele Anleger auf ruhigere Marktphasen mit höheren Hebeln, um trotz kleinerer Kursbewegungen attraktive Renditen zu erzielen. Dadurch sinkt jedoch die Fehlertoleranz drastisch. Bereits Kursbewegungen von wenigen Prozentpunkten können ausreichen, um hoch gehebelte Positionen vollständig zu liquidieren.
Genau dieser Mechanismus dürfte auch bei Andrew Tate eine entscheidende Rolle gespielt haben. Selbst wenn Bitcoin im historischen Vergleich vergleichsweise ruhig handelt, reichen kurzfristige Schwankungen weiterhin aus, um Trader mit aggressivem Risikomanagement aus dem Markt zu drängen. Die aktuelle Entwicklung zeigt damit eindrucksvoll, dass nicht die absolute Volatilität entscheidend ist, sondern das Verhältnis zwischen Kursbewegung und eingesetztem Hebel. Wer mit übermäßigem Leverage handelt, kann selbst in einem vergleichsweise ruhigen Marktumfeld innerhalb weniger Stunden erhebliche Verluste erleiden.
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Zuletzt aktualisiert am 19. Juni 2026


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