Wegen neuer Krypto-Geldwäsche-Vorschriften: Bitcoin Social-Tipping-Plattform stellt Dienst ein

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Ein für Social-Media-Nutzer beliebter Dienst zum Trinkgeldgeben stellt ab Silvester den Betrieb ein. BottlePay verbindet soziale Konten mit Bitcoin-Wallets, damit sich die Nutzer gegenseitig für Inhalte belohnen können.

Die Einstellung folgt auf neue EU-Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche. BottlePay hat bestätigt, dass die Nutzer nur bis zum Ende des Jahres noch Geld abheben können.

Vorschriften erzwingen Bitcoin Tipping Tool zur Geschäftsaufgabe

Laut einer Pressemitteilung von BottlePay wird der soziale Bitcoin-Trinkgelddienst Ende des Jahres eingestellt. Als Grund für die plötzliche Kündigung nannte das Unternehmen die eingehenden EU-Geldwäschevorschriften.

Der Anbieter von Depotgeldern hat seinen Sitz im Vereinigten Königreich, und da sich das Land in Europa befindet, müsste es zumindest für den jetzigen Zeitpunkt die neuen Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche erfüllen, die am 10. Januar 2020 in Kraft treten. BottlePay zufolge müsse man durch die Maßnahmen zu viele Informationen von den Nutzern verlangen, um weiterhin einen vergleichbaren Service anzubieten. Anstatt es in etwas kaum Erkennbares zu verwandeln, hat sich das Team entschieden, es zu beenden.

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Hierzu BottlePay

„Die Menge und Art der zusätzlichen personenbezogenen Daten, die wir von unseren Nutzern erheben müssten, würde das aktuelle Nutzererlebnis so radikal und negativ verändern, dass wir nicht bereit sind, dies unserer Community aufzuzwingen.“

BottlePay zufolge seien bereits alle Trinkgeld-Bots auf Twitter, Reddit, Telegram und Discord eingestellt. Es werden ab sofort auch keine neuen Anmeldungen oder Einzahlungen akzeptiert. Bereits überwiesene, aber nicht beanspruchte Gelder werden innerhalb einer Woche an den Absender zurückgesandt.

Für diejenigen, die den Service bereits nutzen, bleiben Auszahlungen bis 13:00 Uhr GMT am 31. Dezember online. BottlePay spendet alle Gelder, die sich nach dieser Zeit noch in Geldbörsen befinden, an die „Human Rights Foundation“.

Das Unternehmen versichert seinen bestehenden Nutzern, dass die Bitcoins in den Wallets absolut sicher sind. Nutzer werden aufgefordert, alle Links zu Zahlungsseiten aus sozialen Profilen zu entfernen, Geld abzuheben und die Browsererweiterung zu deinstallieren.

Dies ist nicht das erste Mal, dass die sich entwickelnde Regulierungslandschaft Kryptowährungsunternehmen in eine schwierige Position bringt. In einer ähnlichen Situation hat die einst anonymitätsorientierte Exchange-Plattform ShapeShift viele ihrer Nutzer durch die Einführung von „know your customer“-Kontrollen und Identifikationsprüfungen verunsichert. Offensichtlich ist BottlePay bestrebt, seine Nutzer nicht auf diese Weise zu enttäuschen. Es schreibt:

„… wir sind zuversichtlich, dass wir Bottle Pay mit hochgehaltenen Köpfen abschließen können, da wir wissen, dass wir immer mit dem Wohlbefinden unserer Nutzer in erster Linie in unserem Kopf gehandelt haben.“

Textnachweis: newsbtc

 

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