
Bitcoin bewegt sich weiterhin weitgehend seitwärts und pendelt aktuell in einer Spanne zwischen rund 62.000 und 65.000 US-Dollar. Eine nachhaltige Dynamik fehlt, womit sich der übergeordnete Bärenmarkt zunächst fortsetzt. Vom bisherigen Allzeithoch ist die größte Kryptowährung noch immer etwa 50 Prozent entfernt.
Dennoch gibt es auch konstruktive Signale: Die Tiefststände des laufenden Bärenmarkts halten bereits seit ungefähr sechs Monaten, obwohl mehrere Erholungsversuche scheiterten. Damit könnte sich langsam eine tragfähige Bodenbildung entwickeln. Nun liefert auch das Verhalten der langfristigen Bitcoin-Halter erste Hinweise darauf, dass möglicherweise eine neue Aufwärtsphase vorbereitet wird.
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Bitcoin vor neuer Rallye? Dieses Signal macht Anlegern Hoffnung
Im Mittelpunkt der aktuellen Analyse steht das Angebot der sogenannten Long-Term Holder, kurz LTH. Gemeint sind Marktteilnehmer, die ihre Bitcoin typischerweise über längere Zeiträume halten und deutlich seltener verkaufen als kurzfristig orientierte Anleger. Ihre Bewegungen gelten deshalb als wichtiger Indikator für die verschiedenen Phasen eines Marktzyklus.
In vergangenen Zyklen zeigte sich häufig ein ähnliches Muster: Während schwacher Marktphasen bauten langfristige Anleger ihre Bestände aus. Sobald sich der Kurs stabilisierte und eine größere Rallye begann, wechselten zunehmend Bitcoin aus den Händen der Long-Term Holder zu kurzfristigen Investoren. Die sinkenden LTH-Bestände waren somit kein grundsätzlich negatives Signal. Vielmehr deuteten sie darauf hin, dass alte Coins wieder bewegt und im steigenden Markt verteilt wurden.
Genau diese Entwicklung könnte nun erneut beginnen. Während der jüngsten Korrektur stieg das von langfristigen Haltern kontrollierte Angebot zunächst kräftig an. Die Gruppe kaufte offenbar mehr Bitcoin hinzu, als sie verkaufte. Inzwischen hat sich dieser Aufwärtstrend jedoch abgeschwächt. Erste Daten deuten sogar darauf hin, dass die LTH-Bestände wieder zurückgehen. Damit könnten langfristige Investoren beginnen, Teile ihrer Positionen an neue Marktteilnehmer abzugeben.
Signal of a Bitcoin rally starting is appearing.
A bull market is a process when whales sell $BTC, which they bought at low prices, to retail investors while the price rises.
In past cycle patterns, $BTC LTH created a first rally by selling a portion of its accumulated supply.… pic.twitter.com/tjhRg0jwAP
— CW (@CW8900) August 4, 2026
Der Analyst interpretiert dies als mögliches Startsignal für eine zweite größere Rallye. Historisch fiel diese zweite Aufwärtsbewegung teilweise stärker aus als die erste Phase des jeweiligen Zyklus. Allerdings unterscheidet sich der heutige Markt deutlich von früheren Perioden. Spot-ETFs, institutionelle Investoren und neue Großanleger haben die Angebotsstruktur verändert und den Zyklus möglicherweise verlängert.
Besonders bemerkenswert ist, dass Long-Term Holder weiterhin außergewöhnlich große Bitcoin-Bestände kontrollieren. Sollte dieses Angebot nun deutlicher sinken, müsste gleichzeitig eine ausreichend starke Nachfrage entstehen. Das aktuelle Signal ist daher bullisch, bestätigt aber noch keinen neuen Bullenmarkt. Entscheidend bleibt, ob der Rückgang der LTH-Bestände von steigenden Kursen, zunehmendem Handelsvolumen und frischem Kapital begleitet wird.
Bitcoin bleibt in der Übergangsphase – diese Marken werden jetzt entscheidend
Bitcoin versucht derzeit, die seit Monaten dominierende Schwächephase zu verlassen. Eine bestätigte Trendwende lässt sich aus den aktuellen Daten jedoch noch nicht ableiten. Nach Einschätzung von Swissblock befindet sich die Kryptowährung weiterhin in einer Übergangszone, in der weder Käufer noch Verkäufer die klare Kontrolle übernommen haben. Das Momentum verbessert sich zwar langsam, bleibt aber noch zu schwach, um eine nachhaltige Aufwärtsbewegung zu bestätigen.
Belastend wirkt insbesondere, dass Bitcoin zuletzt unter die Kostenbasis der kurzfristigen Marktteilnehmer auf Sicht von sieben und 30 Tagen zurückgefallen ist. Diese Kennzahlen zeigen vereinfacht, zu welchen durchschnittlichen Preisen zuletzt aktive Anleger ihre Bitcoin erworben haben. Notiert der Kurs darunter, befinden sich viele kurzfristige Käufer im Verlust. Dadurch steigt die Gefahr, dass bereits kleinere Erholungen für Verkäufe genutzt werden.
Bitcoin is trying to turn the corner, but the transition remains obstructed.
Price has lost the confluence of the 7D and 30D Cost Bases as momentum stalls and drifts without conviction.
However, momentum remains inside the Transition Zone.
As long as it holds above −50,… pic.twitter.com/Sj7x5vF6hw
— Swissblock (@swissblock__) July 24, 2026
Noch ist die Marktstruktur allerdings nicht eindeutig bearish. Der Momentum-Indikator bewegt sich weiterhin innerhalb der sogenannten Transition Zone. Solange er oberhalb des kritischen Werts von minus 50 bleibt, spricht dies eher für eine Konsolidierung als für eine neue starke Abwärtsbewegung. Die Bodenbildung könnte sich somit fortsetzen.
Für eine echte Trendwende benötigt Bitcoin dennoch deutlich mehr Dynamik. Entscheidend wäre zunächst eine nachhaltige Rückeroberung der Marke von 65.000 US-Dollar. Gleichzeitig müsste das Momentum weiter steigen und der Kurs erneut oberhalb der kurzfristigen Kostenbasen schließen. Erst diese Kombination würde zeigen, dass Käufer wieder überzeugend in den Markt zurückkehren. Bis dahin bleibt Bitcoin in einer fragilen Übergangsphase: Die Chancen auf eine Erholung nehmen zwar zu, doch das entscheidende bullische Bestätigungssignal fehlt weiterhin.
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Zuletzt aktualisiert am 5. August 2026



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