Die an der Tokioter Börse notierte Firma Metaplanet Inc. hat weitere 780 Bitcoin (BTC) im Wert von 92,5 Millionen US-Dollar erworben. Damit steigt das Gesamtportfolio auf 17.132 BTC, was einem Marktwert von rund 2 Milliarden US-Dollar entspricht. Metaplanet liegt damit direkt hinter Trump Media, der Bitcoin-Firma des US-Präsidenten.
Metaplanet jetzt direkt hinter Trump Media
Die Jagd nach Bitcoin hat seit einigen Monaten die nächste Runde eröffnet: Jetzt drängen sogenannte Bitcoin Treasuries gen BTC – und akkumulieren so viele Bitcoin wie nur möglich. Ganz vorne mit dabei: das Japanische Unternehmen Metaplanet. Auf X verkündet das Bitcoin Treasury Unternehmen trocken:
„*Metaplanet erwirbt weitere 780 $BTC, Gesamtbestand erreicht 17.132 BTC*.“
*Metaplanet Acquires Additional 780 $BTC, Total Holdings Reach 17,132 BTC* pic.twitter.com/0gw3HwpUCH
— Metaplanet Inc. (@Metaplanet_JP) July 28, 2025
Gekauft hat Metaplanet dabei zu einem Durchschnittspreis von 118.622 US-Dollar je Bitcoin, also ganz nah am aktuellen Kurs von 118.932 US-Dollar. Metaplanet verfolgt eine klare „Bitcoin-first“-Strategie: BTC soll als zentrale Reservewährung genutzt werden. CEO Simon Gerovich plant sogar, in späteren Phasen Kredite auf Bitcoin‑Basis aufzunehmen, um gewinnbringende Unternehmen zu schlucken. Ähnlich wie Michael Saylors MicroStrategy in den USA.
Metaplanet has acquired 780 BTC for ~$92.5 million at ~$118,622 per bitcoin and has achieved BTC Yield of 449.7% YTD 2025. As of 7/28/2025, we hold 17,132 $BTC acquired for ~$1.73 billion at ~$101,030 per bitcoin. $MTPLF pic.twitter.com/0dq4RswDhv
— Simon Gerovich (@gerovich) July 28, 2025
Die Vision ist ehrgeizig: Bis Ende 2027 möchte Metaplanet mehr als 210.000 BTC halten. Das entspricht 1 Prozent des gesamten BTC‑Vorrats und bei aktuellen Preisen einem Wert von knapp 23 Milliarden US-Dollar.
Bitcoin kaufen: Kritik an Metaplanet-Strategie
Die Bitcoin-Käufe sorgen natürlich wieder für Aufsehen in der Branche. Viele Krypto Prognosen halten die Akkumulation durch Großanleger für bullish, viele warnen aber auch vor den möglichen Folgen, sollten diese Unternehmen ins Straucheln geraten. „Monmouth Capital“-Mitbegründer Faisal Sheikh beispielsweise bezeichnet die Bitcoin-Strategie als übermäßig spekulativ: Metaplanet besitze bereits profitable Immobilien – das Vorhaben „Bitcoin kaufen“ scheint sich ihm deshalb nicht ganz zu erschließen:
„Moment mal. Metaplanet besitzt bereits ein Hotel in Tokio. Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, waren Hotels genau die Art von Unternehmen, die Gerovich zu kaufen hofft. Es tut mir leid, dass ich mich wie ein armer Xennial anhöre, aber könnte Metaplanet nicht einfach sein Bargeld verwenden, um diese Vermögenswerte heute zu kaufen?“
Etwas entmystifiziert wird das Vorhaben womöglich durch einen Blick auf die Aktienrendite des Unternehmens. Die sieht sich aktuell zwar unter Druck – konnte aber allein im Jahr 2025 mehr als 300 Prozent zulegen. Analysten sind überzeugt: Der rasante Kursanstieg hängt direkt zusammen mit Metaplanets Strategie, massiv Bitcoin zu akkumulieren – und hat interessante Synergie-Effekte, wie auch der Chairman des Bitcoin-Magazine ergänzt:
„Wir begannen mit einer Investition von 1 Million Dollar in Metaplanet. Ein Jahr später hat uns diese Position an einem einzigen Tag 60 Millionen Dollar eingebracht. Das ist absolut verrückt.
Die Zukunft Japans ist Metaplanet.“
We started with a $1m investment into Metaplanet. One year later and that position has made us $60m in a single day. Absolutely insane.
The future of Japan is Metaplanet. https://t.co/gFYlRbuX7s
— David Bailey🇵🇷 $1.0mm/btc is the floor (@DavidFBailey) June 9, 2025
Zuletzt aktualisiert am 28. Juli 2025




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