Bitcoin-Crash eskaliert: Diese On-Chain-Daten machen jetzt Hoffnung

Bitcoin coin falling through red downward price charts with Asian city skyline in background

Bitcoin zeigt weiter Schwäche und fällt heute in Richtung 60.000 US-Dollar. Damit setzt sich der Crash fort, während FUD, Angst und Verkaufsdruck am Markt erneut zunehmen. Besonders problematisch ist, dass Bitcoin inzwischen mehrere wichtige Unterstützungszonen verloren hat. Nicht nur kurzfristige Trader geraten dadurch unter Druck, auch längerfristige Halter sehen ihre Einstiegspreise zunehmend unterschritten.

Genau hier wird die Lage spannend: Denn On-Chain-Daten zeigen, dass zahlreiche Kohorten mittlerweile unter Wasser liegen. Historisch kann genau diese Phase schmerzhaft sein, aber auch den Übergang in eine mögliche Bodenbildung markieren, wenn starke Hände beginnen, den Markt zu stabilisieren.

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Bitcoin fällt unter wichtige Kostenbasis: Beginnt jetzt die Bodenbildung?

Die aktuellen On-Chain-Daten zeigen, dass Bitcoin inzwischen die Kostenbasis zahlreicher Anlegergruppen unterschritten hat. Gemeint ist damit der durchschnittliche Einstiegspreis verschiedener UTXO-Alterskohorten. Besonders relevant sind dabei jene Gruppen, die Bitcoin zwischen einem Monat und zwei Jahren halten.

Laut der dargestellten Analyse liegt die Kostenbasis der 1- bis 3-Monats-Kohorte bei rund 76.162 US-Dollar, jene der 3- bis 6-Monats-Kohorte bei 79.528 US-Dollar. Noch höher liegt die Kostenbasis der 6- bis 12-Monats-Kohorte mit 101.967 US-Dollar sowie der 12- bis 18-Monats-Kohorte mit 97.219 US-Dollar. Auch die 18-Monate- bis 2-Jahre-Gruppe liegt mit 76.566 US-Dollar deutlich über dem aktuellen Bitcoin-Kurs.

Das bedeutet: Viele Anleger, die in den vergangenen Monaten oder im letzten Zyklusabschnitt akkumuliert haben, sitzen aktuell auf Buchverlusten. Genau daraus entsteht kurzfristig zusätzlicher psychologischer Druck. Wer spät eingestiegen ist, zweifelt schneller, verkauft eher in Panik oder reduziert Risiko. Deshalb ist der Bruch dieser Kostenbasis zunächst klar bärisch. Er bestätigt, dass der Markt nicht nur technisch angeschlagen ist, sondern auch on-chain zunehmend Stress zeigt.

Spannend wird jedoch die nächste große Verteidigungslinie. Diese liegt laut Analyse bei der 2- bis 3-Jahres-Kohorte, deren Kostenbasis bei rund 50.638 US-Dollar liegt. Diese Gruppe besteht tendenziell aus Anlegern mit höherer Überzeugung. Sie hat frühere Volatilität bereits überstanden und verkauft historisch seltener in Panik. Wenn Bitcoin also in Richtung dieser Zone fällt, könnte dort eine wichtige Akkumulations- und Bodenbildungsphase entstehen.

Wichtig ist: Eine Bodenbildung bedeutet nicht automatisch eine schnelle Trendwende. Vielmehr kann Bitcoin längere Zeit volatil seitwärts laufen, während schwache Hände aus dem Markt gedrängt werden. Doch wenn starke Langfrist-Halter weiter halten und nicht massenhaft verkaufen, während neue Nachfrage langsam zurückkehrt, kann genau aus dieser Kapitulation der nächste tragfähige Boden entstehen.

Bitcoin-Volumen explodiert: Kommt jetzt die nächste große Bewegung?

Neben den Kostenbasis-Daten liefert auch das Handelsvolumen ein wichtiges Signal. Laut Coin Bureau verweist CryptoQuant darauf, dass ungewöhnliche Volumenspitzen bei Bitcoin häufig auftreten, bevor der Markt größere Bewegungen vollzieht. Besonders spannend ist das in Phasen, in denen Bitcoin in einer engen Handelsspanne feststeckt. Wenn der Kurs kaum vorankommt, gleichzeitig aber plötzlich deutlich mehr Spot- oder Derivatevolumen entsteht, kann dies darauf hindeuten, dass größere Marktteilnehmer bereits Positionen aufbauen oder absichern.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung: Spot-Volumen spricht eher für echte Kauf- oder Verkaufsaktivität am Kassamarkt. Derivatevolumen kann hingegen auf steigende Spekulation, Absicherung oder gehebelte Positionierung hindeuten. Beides erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich aufgestaute Energie im Markt entlädt.

Allerdings ist eine Volumenspitze allein noch kein bullisches Signal. Sie markiert nicht automatisch den Boden und garantiert auch keine Erholung. Vielmehr zeigt sie, dass Bewegung vorbereitet wird. In der aktuellen Situation rund um 60.000 US-Dollar ist das besonders relevant: Nach dem starken Abverkauf könnte ein Ausbruch nach unten weitere Panik auslösen. Gelingt jedoch eine Stabilisierung mit hohem Volumen, wäre dies ein erstes Indiz dafür, dass Käufer den Crash aktiv verteidigen.

Marktpsychologie dreht extrem: Das macht Hoffnung für BTC

Auch die Marktpsychologie spricht zunehmend für eine mögliche Bodenbildungsphase. Michaël van de Poppe verweist darauf, dass in jedem Bärenmarkt-Tief die Mehrheit der Marktteilnehmer noch tiefere Kurse erwartet. 2018 rechneten viele mit 1.200 US-Dollar, als Bitcoin bei rund 3.300 US-Dollar notierte. 2022 dominierten Prognosen von 10.000 US-Dollar, während BTC bereits bei etwa 16.000 US-Dollar handelte. Heute wiederholt sich ein ähnliches Muster: Bei rund 60.000 US-Dollar erwarten viele Anleger nun Kurse von 35.000 bis 40.000 US-Dollar.

Genau darin liegt der psychologische Kontrast zum Bullenmarkt. Während Anleger in Euphorie immer höhere Ziele ausrufen, werden im Bärenmarkt oft immer tiefere Ziele erwartet. Solche Extremprognosen erfüllen sich jedoch nicht zwangsläufig.

Wenn Angst, Kapitulation und pessimistische Kursziele dominieren, kann dies ein Hinweis sein, dass ein Großteil des Verkaufsdrucks bereits eingepreist ist. Für Bitcoin wäre das kein Kaufsignal allein, aber ein wichtiges Sentiment-Puzzlestück.

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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