
Bitcoin notiert am heutigen Dienstag etwas leichter und gibt nach den jüngsten Inflationsdaten leicht nach. Dennoch bleibt die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar verteidigt. Genau das sorgt weiterhin für eine konstruktive Marktstruktur, denn trotz kurzfristiger Schwankungen zeigt sich der Kryptomarkt bislang bemerkenswert stabil.
Übergeordnet befindet sich Bitcoin zwar weiterhin mehr als 30 Prozent unter dem Allzeithoch und damit per Definition noch in einem Bärenmarkt. Mittelfristig hellt sich das Bild jedoch zunehmend auf. Besonders spannend: Nun liefert ein wichtiger On-Chain-Indikator erstmals seit Jahren wieder ein bullisches Signal. Laut CryptoQuant könnte sich damit eine entscheidende Veränderung im Marktzyklus anbahnen.
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Bitcoin Bull-Bear-Indikator springt erstmals seit 2023 auf Grün
Der bekannte CryptoQuant-Analyst Julio Moreno verweist aktuell auf ein bemerkenswertes Signal beim sogenannten „Bitcoin Bull-Bear Market Cycle Indicator“. Der Indikator ist nun erstmals seit März 2023 wieder in die grüne „Early Bull“-Zone gewechselt. Historisch galt genau dieser Wechsel mehrfach als frühes Signal dafür, dass die schlimmste Phase eines Bärenmarktes bereits hinter dem Markt liegen könnte.
Konkret kombiniert der Indikator verschiedene gleitende Durchschnitte und Marktphasenmodelle, um zwischen überhitzten Bullenmärkten, klassischen Aufwärtsphasen, Bärenmärkten und extrem pessimistischen Marktphasen zu unterscheiden. Besonders wichtig ist dabei das Verhältnis der kurzfristigen Dynamik zur längerfristigen Marktstruktur. Genau hier zeigt sich aktuell eine deutliche Verbesserung.
Bitcoin's Bull-Bear Cycle Indicator Turns Green for the First Time Since March 2023
“Historically, this has been an important regime-change signal… The key historical exception is March 2022. Back then, the indicator also moved into an early bull zone, but price was rejected… pic.twitter.com/vQCH0Z0T59
— CryptoQuant.com (@cryptoquant_com) May 12, 2026
Bereits 2019 sowie Anfang 2023 trat ein ähnliches Muster auf. In beiden Fällen markierte der Wechsel in die „Early Bull“-Zone den Beginn einer deutlich stärkeren Aufwärtsbewegung bei Bitcoin. Der Markt konnte sich damals nachhaltig stabilisieren und in eine neue Rally übergehen.
Allerdings verweist Moreno auch auf eine wichtige Ausnahme: Im März 2022 sprang der Indikator ebenfalls kurzfristig auf bullisch. Damals folgte jedoch keine nachhaltige Trendwende. Stattdessen wurde der Markt an einem lokalen Hoch abgewiesen, ehe sich der übergeordnete Abwärtstrend fortsetzte.
Genau deshalb bleibt das aktuelle Signal zwar konstruktiv, aber noch keine endgültige Bestätigung für einen neuen Bullenmarkt. Entscheidend wird nun, ob Bitcoin oberhalb wichtiger Unterstützungen stabil bleibt und die Nachfrage weiter zunimmt. Sollte der Kurs nachhaltig Stärke zeigen und wichtige Widerstände zurückerobern, könnte sich die aktuelle Phase tatsächlich als Beginn eines neuen Marktzyklus herausstellen.
Bitcoin-MVRV nähert sich bullischem Golden Cross
Auch ein weiterer wichtiger On-Chain-Indikator sorgt derzeit bei Bitcoin für Aufmerksamkeit. Gemeint ist die sogenannte MVRV-Ratio, also das Verhältnis zwischen der aktuellen Marktbewertung und dem realisierten Wert aller im Umlauf befindlichen Bitcoins. Vereinfacht gesagt zeigt die Kennzahl, ob Bitcoin historisch eher überbewertet oder unterbewertet gehandelt wird.
Bitcoin’s MVRV ratio is on the verge of a golden cross with its 200-day EMA, a signal that has historically preceded major bull runs.
The previous two crossovers came before a 90% rally in Q1 2023 and the 400% move that ultimately led to Bitcoin’s current $126K all-time high in… pic.twitter.com/EA2r8M58LC
— Bitcoin News (@BitcoinNewsCom) May 12, 2026
Besonders spannend: Laut aktuellen Daten steht die MVRV-Ratio kurz davor, ihre 200-Tage-EMA nach oben zu durchbrechen. Genau dieses sogenannte „Golden Cross“ galt in der Vergangenheit mehrfach als frühes Signal für größere Aufwärtsbewegungen. Bereits Anfang 2023 erschien ein ähnliches Signal kurz vor einer Rally von rund 90 Prozent. Auch Ende 2023 ging ein weiteres Golden Cross einer massiven Aufwärtsbewegung voraus, die letztlich im Allzeithoch von rund 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 gipfelte.
Aktuell deutet die Entwicklung erneut darauf hin, dass sich die Marktstruktur verbessert und sich Bitcoin schrittweise aus der Schwächephase lösen könnte. Noch fehlt zwar die endgültige Bestätigung, doch die Häufung bullischer On-Chain-Signale fällt zunehmend auf.
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Massive Bitcoin-Abflüsse erinnern an die Phase vor dem Allzeithoch
Auch die aktuellen Daten von Glassnode liefern derzeit ein konstruktives Signal für Bitcoin. Besonders auffällig sind die anhaltenden Abflüsse von den zentralen Kryptobörsen. Die sogenannte „Exchange Net Position Change“ zeigt, dass zuletzt wieder massiv BTC von Handelsplattformen abgezogen wurden.
Historisch gelten solche Bewegungen oft als bullisch. Denn wenn Investoren ihre Coins von Börsen abziehen, deutet das häufig darauf hin, dass sie Bitcoin langfristig halten möchten, statt kurzfristig zu verkaufen. Genau dieses Muster war bereits im Herbst 2025 zu beobachten – also unmittelbar vor dem damaligen Allzeithoch von rund 126.000 US-Dollar.
Damals verließen ebenfalls große Mengen Bitcoin die Börsen, während sich gleichzeitig die verfügbare Liquidität am Markt verringerte. Genau diese sinkende Angebotsmenge kann bei steigender Nachfrage zusätzlichen Aufwärtsdruck erzeugen. Dass die aktuellen Abflüsse nun erneut ähnliche Dimensionen erreichen, werten viele Analysten deshalb als weiteres bullisches Signal für den mittelfristigen Markttrend.

Neue Nachfrage und neue Narrative: Werden Bitcoin-L2s zum nächsten Kurstreiber?
Für Bitcoin braucht es mittelfristig womöglich neue Impulse, damit aus der aktuellen Stabilisierung tatsächlich wieder ein nachhaltiger Bullenmarkt entstehen kann. Genau hier rücken zunehmend neue Narrative und technologische Entwicklungen in den Fokus. Denn neben ETF-Zuflüssen, institutioneller Nachfrage und makroökonomischen Faktoren könnten künftig vor allem Bitcoin-L2-Lösungen eine größere Rolle spielen.
Die Idee dahinter: Bitcoin soll nicht länger nur als Wertspeicher dienen, sondern zusätzlich stärker in Anwendungen integriert werden können. Genau das gelang Ethereum in den vergangenen Jahren durch Layer-2-Netzwerke und ein wachsendes Ökosystem rund um DeFi, Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte. Nun versuchen erste Projekte, ähnliche Konzepte auch auf Bitcoin zu übertragen.
Ein Projekt, das derzeit besonders viel Aufmerksamkeit erhält, ist Bitcoin Hyper. Das Netzwerk kombiniert laut Entwicklerangaben die Sicherheit von Bitcoin mit der Geschwindigkeit moderner Solana-Infrastruktur. Herzstück ist dabei eine zk-basierte Bridge zwischen Bitcoin-Layer-1 und der eigenen Layer-2-Lösung. Dadurch sollen Transaktionen deutlich schneller und günstiger verarbeitet werden können.
Spannend ist insbesondere der Ansatz rund um die Solana Virtual Machine (SVM).

Damit könnten Entwickler Anwendungen bauen, die hohe Skalierung ermöglichen und gleichzeitig von der Bekanntheit sowie Liquidität des Bitcoin-Ökosystems profitieren. Genau diese Kombination gilt derzeit als eines der spannendsten Narrative am Kryptomarkt.
Auch der Presale zeigt bislang auffällige relative Stärke. Trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds konnte Bitcoin Hyper bereits rund 32,5 Millionen US-Dollar einsammeln. Das deutet darauf hin, dass Investoren weiterhin gezielt nach neuen Wachstumsnarrativen im Bitcoin-Sektor suchen. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält das Projekt durch das Staking-Modell mit Renditen von aktuell bis zu 36 Prozent APY.
Zuletzt aktualisiert am 13. Mai 2026



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