Bitcoin Prognose: Die Entscheidung rückt näher

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Bitcoin legt in den letzten 24 Stunden um rund 2 Prozent zu und klettert damit wieder über die Marke von 77.500 US-Dollar. Damit zeigt sich zum Wochenschluss ein klarer Rebound, der kurzfristig weiteres Aufwärtspotenzial signalisiert. Ein erneuter Angriff auf die psychologisch wichtige Schwelle von 80.000 US-Dollar scheint möglich. Gleichzeitig rückt eine entscheidende Phase im übergeordneten Marktbild näher – denn wichtige On-Chain-Indikatoren deuten auf eine mögliche Trendwende hin.

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Bitcoin vor Trendwechsel? Das sagt CryptoQuant

Der führende Analyst von CryptoQuant Julio Moreno beschreibt eine potenziell entscheidende Situation im aktuellen Marktzyklus und stützt sich dabei auf den sogenannten STH MVRV Indikator. Dieser misst das Verhältnis zwischen dem aktuellen Marktpreis und dem durchschnittlichen Einstandspreis kurzfristiger Bitcoin-Halter (Short-Term Holder). Liegt der Wert über 1, befinden sich diese Investoren im Gewinn, unter 1 hingegen im Verlust.

Auffällig ist laut Analyse eine klare Struktur: Während Bitcoin in diesem Zyklus mehrfach neue Allzeithochs erreicht hat, zeigt der MVRV-Indikator fallende Hochpunkte. Diese sogenannte bearishe Divergenz signalisiert, dass die Marktstärke unter der Oberfläche nachlässt. Konkret wurden drei markante Hochpunkte identifiziert – im März 2024, November 2024 und Juli 2025. Jedes Mal lag der MVRV niedriger, obwohl der Preis weiter stieg.

Der Markt nähert sich nun einer entscheidenden Zone. Der MVRV komprimiert sich wieder in Richtung der abwärtsgerichteten Trendlinie, während gleichzeitig der Realized Price der kurzfristigen Halter getestet wird. Dieser Preis gilt als durchschnittlicher Kaufpreis der jüngsten Marktteilnehmer und fungiert oft als zentrale Unterstützungs- oder Widerstandsmarke.

Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Bereich – kombiniert mit einem MVRV über 1 – könnte einen strukturellen Wechsel signalisieren. In diesem Fall würden kurzfristige Anleger wieder in die Gewinnzone gelangen, was den Verkaufsdruck deutlich reduzieren könnte. Bleibt diese Bestätigung jedoch aus, dürfte die Trendlinie weiterhin als Widerstand fungieren und das Aufwärtspotenzial begrenzen.

Kurzfristig wirkt diese Entwicklung klar bullisch, da sie auf anhaltenden Kaufdruck im Markt hindeutet. Besonders relevant ist, dass das Netto-Kaufvolumen auf großen Börsen wie Coinbase und OKX weiterhin hoch bleibt und sogar das Niveau des Vortages erreicht. Das signalisiert, dass nicht nur einmalig Kapital in den Markt geflossen ist, sondern sich eine fortlaufende Nachfrage etabliert.

Solche Phasen gehen häufig mit stabileren Kursbewegungen oder weiteren Anstiegen einher, da Käufer aktiv Rücksetzer aufkaufen. Bleibt dieser Trend bestehen, könnte Bitcoin kurzfristig weiter steigen und wichtige Widerstände erneut ins Visier nehmen.

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Coinbase Premium Index fällt wieder ins Negative – Warnsignal für den Markt?

Der Coinbase Premium Index misst die Preisdifferenz von Bitcoin zwischen Coinbase und anderen großen Börsen wie Binance. Ein positiver Wert signalisiert, dass BTC auf Coinbase teurer gehandelt wird – ein Hinweis auf starke Nachfrage von US-Investoren und institutionellen Akteuren. Ein negativer Wert hingegen deutet darauf hin, dass Verkaufsdruck überwiegt oder Kapital aus dem US-Markt abfließt.

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Genau diese Entwicklung ist aktuell zu beobachten: In den letzten drei Tagen ist der Coinbase Premium Index wieder in den negativen Bereich gefallen. Das bedeutet, dass Bitcoin auf Coinbase zuletzt günstiger gehandelt wurde als auf anderen Plattformen – ein klares Zeichen dafür, dass die Nachfrage aus den USA kurzfristig nachlässt.

Diese Entwicklung wirkt belastend für den Markt, da gerade US-Kapital in den vergangenen Monaten ein zentraler Treiber der Rally war. Bleibt der Index im negativen Bereich, könnte dies auf anhaltenden Verkaufsdruck hindeuten und kurzfristige Kursanstiege ausbremsen.

Für eine nachhaltige Trendwende wäre es daher entscheidend, dass der Coinbase Premium Index wieder in den positiven Bereich zurückkehrt. Erst dann würde sich zeigen, dass institutionelle Nachfrage zurückkommt und den Markt erneut nach oben treiben kann.

Saisonalität im Bitcoin-Markt: Warum der Monatswechsel entscheidend sein könnte

Ein wiederkehrendes Muster am Kryptomarkt rückt aktuell erneut in den Fokus: Bitcoin zeigt häufig Schwäche zum Monatsende, bevor es in den ersten Tagen des neuen Monats zu einer Gegenbewegung kommt. Auch diesmal passt das Bild ins bekannte Schema. Zuletzt dominierten Abflüsse aus den Spot-ETFs, was kurzfristig Druck auf den Markt ausübte. Diese Bewegungen sind jedoch nicht zwangsläufig bearish zu interpretieren, sondern oft auf strukturelle Faktoren wie Gewinnmitnahmen oder Rebalancing zurückzuführen.

Historisch betrachtet sind die ersten Tage eines neuen Monats in rund 75 Prozent der Fälle von positiven Kapitalzuflüssen geprägt. Gründe dafür liegen unter anderem in regelmäßigem Kapitalzufluss durch Sparpläne, institutionellen Umschichtungen sowie neuen Allokationen von Unternehmensgeldern.

Gleichzeitig sorgt eine geringere Volatilität bei Gold häufig für zusätzliche Attraktivität von Bitcoin. Entsprechend könnte sich bereits in den kommenden Tagen eine erneute Aufwärtsdynamik entwickeln. Das beeinflusst also die Bitcoin Prognose.

Zuletzt aktualisiert am 1. Mai 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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