Bitcoin zeigt sich aktuell weiter richtungslos. Am heutigen Handelstag notiert die Kryptowährung rund ein Prozent im Minus bei etwa 66.500 US-Dollar. Seit Wochen bewegt sich der Kurs überwiegend seitwärts. Der Jahresstart fällt damit deutlich schwächer aus als in früheren Marktphasen. Year-to-date hat Bitcoin rund ein Viertel seines Wertes verloren, auf Drei-Monats-Sicht etwa 30 Prozent. Zwischenzeitlich lag der Kurs mehr als 50 Prozent unter dem Allzeithoch. Erst vergangene Woche markierte Bitcoin im Tief rund 60.000 US-Dollar.
Bitcoin Analyse: Fear-and-Greed-Index zeigt einmalige Chance
Einige Marktbeobachter sehen dennoch erste Hinweise auf eine mögliche Bewertungschance in der Bitcoin Prognose.
Der niederländische Analyst Michaël van de Poppe verweist auf den sogenannten Fear-and-Greed-Index für Bitcoin. Dieser Stimmungsindikator misst anhand von Volatilität, Marktvolumen, Social-Media-Aktivität und weiteren Faktoren, ob Anleger eher von Angst oder Gier geprägt sind. Historisch traten besonders niedrige Werte häufig in Phasen starker Kursrückgänge auf. Rückblickend folgten darauf nicht selten deutliche Erholungen.
Die von ihm geteilte Übersicht zeigt mehrere Crash-Phasen – etwa rund um den Mt.-Gox-Zusammenbruch, den Corona-Schock oder die FTX-Insolvenz. In diesen Perioden lag der Index regelmäßig im Bereich extremer Angst.
This is a phenomenal overview of the recent periods of 'Extreme Fear' in the markets.
What did happen eventually?
Well, just check the numbers beneath any number.
Price goes up astronomically after every crash.
This time won't be different for #Bitcoin. pic.twitter.com/7yOpPBvO2O
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) February 12, 2026
Auffällig ist laut Analyse, dass der aktuelle Wert nochmals niedriger ausfällt als in einigen früheren Krisen. Van de Poppe argumentiert deshalb, dass solche Extremwerte oft eine Überreaktion des Marktes widerspiegeln könnten. Das bedeutet nicht zwangsläufig eine unmittelbare Trendwende, zeigt aber, dass Risikoaversion derzeit stark ausgeprägt ist. Für langfristig orientierte Investoren wird ein solches Umfeld traditionell genauer beobachtet, da historische Beispiele auf attraktive Einstiegsniveaus hingedeutet haben.
Bitcoin Prognose: Bewertung wirkt im Februar 2026 günstig
Parallel dazu verweisen weitere Analysen auf fundamentale Bewertungskennzahlen des Netzwerks. Eine davon ist das sogenannte Bitcoin-„PE-Ratio“, das an klassische Aktienbewertungen angelehnt ist. Dabei wird die Marktkapitalisierung ins Verhältnis zur wirtschaftlichen Aktivität im Netzwerk gesetzt. Laut aktuellen Daten ist dieser Wert auf den niedrigsten Stand seit Mai 2024 gefallen. Gleichzeitig befindet sich der Dynamic-Range-NVT-Indikator – das Verhältnis von Netzwerkwert zu Transaktionsvolumen – mit etwa 129 im historisch unteren Bereich und liegt nur im rund achten Perzentil früherer Daten.
📊 #Bitcoin's "PE Ratio" just hit its lowest since May 2024.
The Dynamic Range #NVT (Network Value to Transactions) has dropped to 129, sitting in the 7.9th percentile historically.
The last time NVT was this low, $BTC was consolidating around $58K. It took months of sideways… pic.twitter.com/52g8TYWnuX
— KCEX (@KCEX_Official) February 13, 2026
Ein niedriger NVT-Wert bedeutet, dass das Transaktionsvolumen auf der Blockchain vergleichsweise hoch ist, während die Marktbewertung hinterherhinkt. Historisch trat ein solches Bild häufig in Konsolidierungsphasen auf, bevor sich neue Trends entwickelten. Auch der Vergleich mit früheren Kursniveaus zeigt Parallelen: Als der NVT zuletzt ähnlich niedrig war, bewegte sich Bitcoin längere Zeit seitwärts um etwa 58.000 US-Dollar, bevor es später zu stärkeren Kursbewegungen kam.
Analysten interpretieren diese Kombination aus hoher Netzwerkaktivität und moderater Bewertung daher nicht als kurzfristiges Signal, sondern eher als strukturellen Hinweis darauf, dass der Markt aktuell vorsichtig agiert, während fundamentale Nutzung weiter vorhanden bleibt.
Bitcoin Ausblick 2026: Makroeinflüsse bleiben entscheidender Risikofaktor
Trotz vergleichsweise günstiger Bewertungsindikatoren sollten Anleger die makroökonomische Lage weiterhin genau beobachten. Der Unternehmer und Analyst Brian Rose weist darauf hin, dass Bitcoin derzeit eher wie eine wachstumsorientierte Technologieaktie gehandelt wird als wie ein unabhängiger Wertspeicher.
Besonders in jüngsten Verkaufsphasen hat sich die Korrelation zum Nasdaq-Index wieder verstärkt. Wenn Investoren Risiko reduzieren, wird Bitcoin häufig zusammen mit anderen risikoreichen Assets verkauft.
BTC IS TRADING LIKE A HIGH-BETA TECH STOCK
Bitcoin isn’t decoupling. It’s moving with software and growth equities.
In this latest selloff, BTC’s correlation with the Nasdaq has tightened again. When portfolios de-risk, it gets treated like a risk asset – not digital gold.… pic.twitter.com/cX8aUsrXpV
— Brian Rose, Founder & Host of London Real (@LondonRealTV) February 13, 2026
Dabei handelt es sich laut Marktbeobachtern weniger um eine kryptospezifische Krise. Weder größere Börsenprobleme noch Stress im Stablecoin-Sektor stehen aktuell im Vordergrund. Vielmehr bestimmen Liquidität, Zinsumfeld und globale Portfolio-Positionierung das Marktgeschehen.
Fonds reduzieren Exposure, erhöhen Cash-Bestände und senken Volatilität. Solange sich diese Rahmenbedingungen nicht ändern, dürfte Bitcoin stärker von der allgemeinen Marktstimmung abhängig bleiben als von seinen eigenen Fundamentaldaten.
Zuletzt aktualisiert am 13. Februar 2026



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