Solana-Präsidentin ist sich sicher – dieser Krypto-Trend ist tot

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Die vergangenen Jahre waren geprägt von einem massiven Hype rund um Blockchain Gaming. Konzepte wie Play-to-Earn, digitale Eigentumsrechte über NFTs und virtuelle Ökonomien galten als nächste Evolutionsstufe der Gaming-Industrie. Milliarden flossen in Projekte, Investoren sahen eine neue Schnittstelle zwischen Gaming und Finanzsystem.

Doch zuletzt hat sich das Momentum deutlich abgeschwächt. Viele Projekte konnten ihre Nutzer nicht halten, Token-Modelle brachen ein, und das Interesse verlagerte sich wieder stärker auf klassische Anwendungen im Kryptosektor. Der einst dominierende Web3-Gaming-Narrativ wirkt aktuell deutlich ausgebremst – und steht zunehmend fundamental in der Kritik. Wer vielversprechende Kryptowährungen kaufen möchte, schaut 2026 nicht im Gaming-Segment.

Solana-Foundation-Präsidentin stellt Web3-Gaming grundsätzlich infrage

Die Präsidentin der Solana Foundation, Lily Liu, findet hierzu klare Worte. Ihrer Einschätzung nach ist Blockchain Gaming kein nachhaltiger Trend, sondern ein fehlgeleiteter Hype, der stark von Marketing und weniger von echtem Produktnutzen getrieben wurde. Besonders nach den Entwicklungen rund um Meta und das gescheiterte Metaverse-Narrativ sieht sie ihre These bestätigt: Selbst Tech-Giganten mit enormen Ressourcen konnten keine nachhaltige Nachfrage für virtuelle Welten schaffen.

Liu argumentiert, dass Blockchains primär für Finanzanwendungen entwickelt wurden – also für Transfers, DeFi und Wertaufbewahrung. Der Versuch, Gaming darauf aufzubauen, sei strukturell nicht optimal gewesen. Viele Play-to-Earn-Modelle hätten letztlich nicht funktioniert, da sie auf kontinuierlichem Kapitalzufluss basierten, statt auf intrinsischem Spielwert. Beispiele wie Axie Infinity oder auch stagnierende Projekte im Solana-Ökosystem zeigen laut ihr, dass Nutzerbindung ohne echten Entertainment-Faktor kaum möglich ist.

Zudem kritisiert sie, dass ein Großteil der Web3-Gaming-Projekte eher spekulative Finanzprodukte als echte Spiele waren. Tokenomics standen im Vordergrund, nicht Gameplay oder Nutzererlebnis. Das habe langfristig Vertrauen zerstört und den Markt ausgehöhlt.

Gleichzeitig räumt sie indirekt ein, dass Innovation weiterhin möglich ist – jedoch nicht in der bisherigen Form des Play-to-Earn-Modells, sondern eher in hybriden Ansätzen, bei denen Blockchain-Technologie im Hintergrund bleibt und nicht im Zentrum der Nutzererfahrung steht.

Forbes-Experten widersprechen: Warum Blockchain Gaming langfristig bestehen bleibt

Die Einschätzung der Forbes Technology Council fällt deutlich optimistischer aus. Der Autor argumentiert, dass Blockchain Gaming zwar eine schwierige Anfangsphase hatte, sich jedoch strukturell weiterentwickelt hat – und genau darin die Stärke liegt. Frühere Projekte wie CryptoKitties hätten zwar Schwächen offengelegt, insbesondere bei Skalierbarkeit und spekulativer Übertreibung, gleichzeitig aber das Fundament für eine völlig neue Form digitaler Ökonomie gelegt.

Ein zentraler Punkt ist das Konzept des echten Besitzes. Spieler besitzen In-Game-Assets tatsächlich und können diese frei handeln oder übertragen – ein klarer Unterschied zum klassischen Web2-Modell. Diese neue Form von Eigentum trifft laut McKenna auf eine reale Nachfrage und könnte langfristig ein struktureller Wandel im Gaming sein. Projekte wie Splinterlands zeigen zudem, dass nachhaltige Modelle möglich sind, wenn der Fokus stärker auf Gameplay und Utility liegt statt auf kurzfristiger Spekulation.

Darüber hinaus habe sich die Qualität der Spiele deutlich verbessert. Entwickler integrieren Token nicht mehr als zentrales Verkaufsargument, sondern als ergänzende Infrastruktur im Hintergrund. Gleichzeitig sorgen Fortschritte bei Skalierung, günstigeren Transaktionen und besserer Nutzerführung dafür, dass die Einstiegshürden sinken. Auch Governance-Modelle über DAOs ermöglichen Spielern erstmals echte Mitbestimmung, was die Bindung an Spiele deutlich erhöhen kann.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das enorme Wachstumspotenzial. Während aktuell rund fünf Millionen Wallets aktiv mit Web3-Games interagieren, stehen dem über drei Milliarden Gamer weltweit gegenüber. Diese Diskrepanz wird nicht als Schwäche interpretiert, sondern als Hinweis auf einen riesigen adressierbaren Markt.

Zuletzt aktualisiert am 23. März 2026

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Martin SchwarzExperte für Kryptowährungen

Martin, mit einem MSc. in Wirtschaftsinformatik und Fokus auf asymmetrischer Kryptographie und M2M-Kommunikation, ist seit 2015 in der Welt von Bitcoin und Kryptowährungen unterwegs. Schon mit 17 begann er mit dem Handel von Kryptowährungen und erwarb seinen ersten Bitcoin. Neben seinem Interesse an Kryptowährungen widmet er sich in seiner Freizeit Online-Casinos und Sportwetten, wo er mit 18 Blackjack-Strategien entwickelte und sogenannte Sure-Bets durchführte. Seine Expertise dokumentierte er frühzeitig als Autor zu Themen wie Kryptowährungen, Trading, Aktien, Casinos und Sportwetten, wodurch er heute als gefragter Experte und Autor mit über 10 Jahren Erfahrung gilt.

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