Der CLARITY Act tritt in seine entscheidende Phase. Nachdem der US-Senat monatelang über das umfassende Kryptogesetz verhandelte, soll eine Abstimmung noch vor der Sommerpause erfolgen. Der Digital Asset Market Clarity Act soll erstmals klarer festlegen, welche digitalen Vermögenswerte als Wertpapiere beziehungsweise Rohstoffe gelten und wie die Zuständigkeiten zwischen SEC und CFTC verteilt werden.
Außerdem sieht der Entwurf Regeln für Kryptobörsen, Offenlegungspflichten und Maßnahmen gegen Geldwäsche vor. Doch nun wächst der politische Widerstand: Die demokratischen Senatoren Chris Murphy, Jeff Merkley und Chris Van Hollen greifen Präsident Donald Trump wegen seiner Verbindungen zur Kryptoindustrie an. Ohne strengere Ethikregeln wollen sie das Gesetz nicht unterstützen – und könnten damit seine Verabschiedung gefährden.
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Demokraten fordern Schutz vor Interessenkonflikten
Murphy, Merkley und Van Hollen werfen den bisherigen Verfassern des CLARITY Act vor, mögliche Interessenkonflikte von Regierungsvertretern nicht ausreichend zu berücksichtigen. Im Mittelpunkt stehen Trumps Memecoin, die Beteiligung seiner Familie am Kryptoprojekt World Liberty Financial sowie weitere geschäftliche Verbindungen zur Branche. Aus Sicht der Senatoren wäre es problematisch, einen neuen Regulierungsrahmen zu verabschieden, während der Präsident persönlich von genau diesem Markt profitieren könnte, den seine Regierung künftig stärker beaufsichtigt.
Senators Target Trump Over CLARITY Act
Opposition to the CLARITY Act is growing as three Democratic Senators argue the legislation lacks meaningful ethics protections.
The senators are Chris Murphy, Jeff Merkley, and Chris Van Hollen.
The lawmakers claimed the bill does not… pic.twitter.com/gpH0FXePPa
— BSCN (@BSCNews) July 15, 2026
Van Hollen hatte deshalb bereits mehrere Änderungsanträge eingebracht. Einer davon sollte dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, Kongressmitgliedern, hochrangigen Regierungsvertretern und deren Familien untersagen, Kryptoplattformen oder Token-Projekte zu besitzen, zu bewerben oder geschäftlich mit ihnen verbunden zu sein. Weitere Vorschläge betreffen Insiderhandel, Transparenzpflichten, Verbraucherschutz und die Bekämpfung illegaler Finanzströme.
Politisch ist der Widerstand besonders brisant, weil der CLARITY Act im Senat voraussichtlich mindestens 60 Stimmen benötigt. Die Republikaner verfügen allein nicht über genügend Mandate und sind daher auf demokratische Unterstützung angewiesen. Zwar hatten einzelne Demokraten den Entwurf zuvor im Bankenausschuss unterstützt, doch mehrere von ihnen verlangen inzwischen ebenfalls verbindliche Ethikregeln. Damit könnten nicht nur Murphy, Merkley und Van Hollen, sondern eine größere Gruppe demokratischer Senatoren das Gesetz blockieren. Scheitert ein Kompromiss vor der Sommerpause, dürfte eine Verabschiedung im Wahlkampfjahr deutlich schwieriger werden.
Polymarket-Chance fällt auf nur noch 38 Prozent
Auch auf dem Prognosemarkt Polymarket hat sich die Stimmung zuletzt deutlich eingetrübt. Händler bewerten die Wahrscheinlichkeit, dass der CLARITY Act noch 2026 beide Kammern passiert und von Trump unterzeichnet wird, aktuell nur noch mit 38 Prozent. Das entspricht einem Rückgang von rund 15 Prozentpunkten innerhalb kurzer Zeit.
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Insgesamt wurden auf dem Markt bereits mehr als 1,7 Millionen US-Dollar umgesetzt. Die fallenden Quoten spiegeln die wachsenden Zweifel wider, ob Republikaner und Demokraten rechtzeitig einen Kompromiss bei den umstrittenen Ethikregeln finden können.

Klare Anwendungsfälle im Fokus: HYPER explodiert weiter
Gerade wenn sich die politische Entscheidung über den CLARITY Act verzögert, dürfte der Markt stärker zwischen reinen Spekulationsobjekten und Projekten mit einem nachvollziehbaren technologischen Nutzen unterscheiden. Davon könnten insbesondere Lösungen profitieren, die bestehende Schwächen etablierter Netzwerke adressieren. Ein Ansatzpunkt ist Bitcoin selbst: Das Netzwerk gilt als besonders sicher und dezentral, stößt bei Geschwindigkeit, Gebühren und komplexen Anwendungen jedoch weiterhin an Grenzen. Genau hier setzen sogenannte Bitcoin-Layer-2-Netzwerke an.
Ein derzeit viel beachtetes Projekt in diesem Segment ist Bitcoin Hyper. Das Konzept soll die Sicherheit und Liquidität von Bitcoin mit der hohen Ausführungsgeschwindigkeit der Solana Virtual Machine verbinden. Nutzer sollen ihre BTC über eine sogenannte Canonical Bridge auf die zweite Netzwerkschicht übertragen können. Ein Bitcoin Relay Program soll dabei Blockinformationen und Transaktionsnachweise prüfen. Anschließend sollen Anwendungen wie Staking, dezentrale Börsen, Zahlungen und weitere DeFi-Dienste mit schnelleren Transaktionen und niedrigeren Kosten möglich werden.

Für die technische Absicherung plant das Projekt, Transaktionen auf der Layer 2 zu bündeln und mithilfe von Zero-Knowledge-Proofs zu verifizieren. Der jeweilige Netzwerkzustand soll regelmäßig auf Bitcoins Layer 1 festgeschrieben werden. Damit versucht Bitcoin Hyper, die Vorteile beider Ökosysteme zu kombinieren: Bitcoins robuste Basisschicht und die leistungsfähige Infrastruktur, die Nutzer von Solana kennen.
Auch im Presale zeigt sich nach Projektangaben relative Stärke. Trotz des schwachen Gesamtmarktes wurden bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Zusätzlich können Käufer ihre HYPER-Token direkt staken, wobei zuletzt eine dynamische Rendite von rund 36 Prozent APY angezeigt wurde.
Zuletzt aktualisiert am 15. Juli 2026



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